Der 52-Jährige wurde vom Gesamtvorstand des Fußball-Bundesligisten bis zum Sommer 2010 mit dieser Aufgabe betraut. Dann soll eine Mitgliederversammlung über einen neuen Vereinschef abstimmen, gab der Sport-Club bekannt. "Achim Stocker ist nicht zu ersetzen", sagte Keller. Der Vorstand wolle aber "gemeinsam und in Kontinuität" sein Lebenswerk fortführen. "Wir werden weiterhin alles daran setzen, den Club finanziell solide und mit starker regionaler Identifikation zu führen."
Keller war 18 Jahre lang einer der beiden Stellvertreter Stockers. Er war damit nach dem langjährigen Präsidenten das dienstälteste Vorstandsmitglied des SC. "Wir haben den Verein in den vergangenen Jahren weiter professionalisiert. Der SC Freiburg ist sehr gut aufgestellt und bleibt ein Verein mit familiärem Charakter", sagte Keller. Im Hauptberuf betreibt er ein Weingut, einen Weinhandel und zwei Restaurants im Kaiserstuhl.
Neben Keller werden weiterhin auch Martin Weimer und Schatzmeister Heinrich Breit dem SC-Vorstand angehören. Mit dieser Lösung wolle man "perspektivisch die Kontinuität im Handeln des Vereins wahren", sagte Breit. Achim Stocker hatte den Club 37 Jahre lang angeführt. Er war am 1. November im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. In seiner Amtszeit stiegen die Freiburger viermal in die Bundesliga auf, zurzeit belegen sie dort Platz zwölf.