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Gründungsmitglieder der Bundesliga: Wie sich der KSC hervortat – und wo die Klubs heute spielen

Karlsruher SC

Gründungsmitglieder der Bundesliga: Wie sich der KSC hervortat – und wo die Klubs heute spielen

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    Der Moment kurz nach dem ersten Bundesliga-Tor: Der Dortmunder Torschütze Timo Konietzka (hinten, r) und sein Mitspieler Lothar Emmerich (vorn) feiern den historischen Treffer.
    Der Moment kurz nach dem ersten Bundesliga-Tor: Der Dortmunder Torschütze Timo Konietzka (hinten, r) und sein Mitspieler Lothar Emmerich (vorn) feiern den historischen Treffer. Foto: Tell, dpa (Archivbild)

    Im Jahr 1909 gelang dem Karlsruher SC der bis heute größte Erfolg – genauer gesagt dem FC Phönix Karlsruhe, dem Vorgängerverein des KSC. Durch einen 4:2-Finalsieg gegen Berliner TuFC Viktoria 89 krönten sich die Karlsruher zum Deutschen Meister, wie der Karlsruher SC auf seiner Website zurückblickt. Damals hatten an dem Turnier, in dem der Titel ausgespielt wurde, acht Mannschaften teilgenommen. Ein Ligasystem, wie wir es heute kennen, entwickelte sich erst mehr als 50 Jahre später. Wann und wie die Bundesliga gegründet wurde, welche Vereine zu Gründungsmitgliedern wurden, was der KSC damit zu tun hat und wo diese heute spielen, erfahren Sie im Folgenden.

    Wann wurde die Bundesliga gegründet?

    Die Gründung der Bundesliga geht auf den 28. Juli 1962 zurück, wie im Historie-Bereich des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nachzulesen ist. Der Beschluss wurde auf einem DFB-Bundestag in Dortmund getroffen. Am 11. Januar 1963 wurde in Frankfurt am Main beschlossen, welche 16 Vereine die wirtschaftlichen, infrastrukturellen und sportlichen Voraussetzungen für eine Teilnahme an der Bundesliga erfüllten. Am 24. August 1963 fiel dann der Startschuss für die erste Bundesliga-Saison.

    Welche Vereine sind Gründungsmitglieder der Bundesliga?

    Im Rahmen der Gründung hatten 46 Vereine ihren Hut in den Ring geworfen. Das geht unter anderem aus einem Foto des DFB hervor, das die offizielle Liste zeigt, die am 11. Januar 1963 in Frankfurt diskutiert wurde. 32 Klubnamen sind mit einer Schreibmaschine auf die Liste gedruckt worden, einige der Vereinsnamen wurden offenbar hastig mit einem Füller ergänzt, darunter „Bayern München“.

    Laut dem NDR war von vorneherein klar, dass der Süden und Westen je fünf Startplätze bekommen sollten, der Norden drei, der Südwesten zwei und die Stadt Berlin einen. Alle Bewerber mussten ein Stadion mit einer Kapazität und einer funktionierenden Flutlichtanlage nachweisen – und außerdem einen Jahresumsatz von mindestens 400.000 Mark. Auch das sportliche Abschneiden der letzten Jahre spielte eine Rolle. Und dann schien der DFB noch andere Kriterien einfließen zu lassen, die nicht ganz klar waren. So kam es zu einigen Protesten, wie der NDR zurückblickt. Letztlich stand aber eine Liste mit 16 Klubs fest, wie der DFB informiert.

    • Süden: Karlsruher SC, 1. FC Nürnberg, Eintracht Frankfurt, TSV 1860 München, VfB Stuttgart
    • Westen: 1. FC Köln, Borussia Dortmund, FC Schalke 04, Preußen Münster, Meidericher SV (heute MSV Duisburg)
    • Norden: Hamburger SV, Werder Bremen, Eintracht Braunschweig
    • Südwesten: 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Saarbrücken
    • Berlin: Hertha BSC

    Bundesliga-Gründung: Welche Rolle spielte der Karlsruher SC?

    Der Karlsruher SC hatte sich in den Jahren vor der Bundesliga-Gründung in der Oberliga Süd etabliert. In einer der damals höchsten Spielklassen spielten die Karlsruher eine gute Rolle, 1960 konnten sie sogar die Meisterschaft holen, wie unter anderem im Historie-Bereich von transfermarkt.de nachzulesen ist. Mit dem Wildparkstadion hatte der KSC eines der modernsten und größten Stadien zu bieten, was ebenfalls ein wichtiger Faktor dafür war, dass der Klub als Gründungsmitglieder der Bundesliga ausgewählt wurde.

    In den ersten Jahren in der Bundesliga tat sich der Karlsruher SC sportlich allerdings schwer. Zunächst konnte der Abstieg mehrmals knapp verhindert werden, 1968 musste allerdings der bittere Gang in die Zweitklassigkeit angetreten werden. Bis Mitte der 1980er-Jahre war der KSC dann das, was man eine Fahrstuhlmannschaft nennt. Immer wieder stieg der Verein in die Bundesliga auf, um wenig später wieder abzusteigen.

    Wo spielen die Bundesliga-Gründungsmitglieder heute?

    Einige Bundesliga-Gründungsmitglieder konnten sich schnell im deutschen Fußball-Oberhaus etablieren. Das gilt im Besonderen für den Hamburger SV, der über Jahrzehnte hinweg den Bundesliga-Dino darstellte. Der HSV war bis zum Abstieg im Jahr 2018 das letzte Bundesliga-Gründungsmitglied, das ununterbrochen in der Bundesliga gespielt hatte. Mittlerweile sind die Hamburger nach einigen Jahren in der 2. Bundesliga in die Bundesliga zurückgekehrt.

    Manche Traditionsklubs tun sich momentan allerdings schwer. 1860 München, der MSV Duisburg und der 1. FC Saarbrücken sind aktuell in der 3. Liga beheimatet. Einige Bundesliga-Gründungsmitglieder, wie der Karlsruher SC, spielen in der 2. Bundesliga.

    • Karlsruher SC: 2. Bundesliga
    • 1. FC Nürnberg: 2. Bundesliga
    • Eintracht Frankfurt: Bundesliga
    • TSV 1860 München: 3. Liga
    • VfB Stuttgart: Bundesliga
    • 1. FC Köln: Bundesliga
    • Borussia Dortmund: Bundesliga
    • FC Schalke 04: Bundesliga (ab Saison 2026/27)
    • Preußen Münster: 2. Bundesliga
    • MSV Duisburg: 3. Liga
    • Hamburger SV: Bundesliga
    • Werder Bremen: Bundesliga
    • Eintracht Braunschweig: 2. Bundesliga
    • 1. FC Kaiserslautern: 2. Bundesliga
    • 1. FC Saarbrücken: 3. Liga
    • Hertha BSC: 2. Bundesliga

    Auch interessant: KSC Komplett ist unser neues Format rund um den Karlsruher SC. In Folge 4 thematisieren wir die zwei Gesichter des KSC und einen unverhofften Vorteil.

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