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Presseschau
18.06.2018

Pressestimmen zu Deutschland - Mexiko: Selbstgefällig und behäbig

Die Pressestimmen zur Auftakt-Pleite der deutschen Nationalelf gegen Mexiko sind einhellig: So kann Jogis Team das Achtelfinale vergessen.
Foto: Ina Fassbender, dpa

Die Pressestimmen zur Auftakt-Pleite der deutschen Nationalelf gegen Mexiko sind einhellig: So kann Jogis Team das Achtelfinale vergessen. Der Überblick.

Die Pleite der deutschen Nationalmannschaft im ersten Gruppenspiel gegen Mexiko beschäftigt natürlich die Kommentatoren der deutschen Medien. Hier die Pressestimmen zur 0:1-Niederlage.

"Selbstgefällig, behäbig und fast ein wenig dumm: Die deutsche Elf verliert verdient den WM-Auftakt gegen Mexiko. Das Szenario Vorrundenaus ist nicht undenkbar." Zeit

"Deutschland blamiert sich zum Auftakt der WM 2018 gegen Mexiko. Die Mannschaft enttäuschte auf der ganzen Linie. Vor allem in der Zentrale ging es schlimm zu." Welt

"Das deutsche Spiel wie schon in der Vorbereitung erschreckend. Die Löcher im Mittelfeld riesig. Sorglos vorm eigenen Strafraum. Viele Ballverluste. Und vorn ideenlos!" Sportbild

Presseschau: Die Mannschaft enttäuschte auf der ganzen Linie

"0:1 im ersten Spiel: Auch wenn es natürlich immer noch möglich ist, das Achtelfinale zu erreichen, so sind die Vorzeichen nun völlig anders. Denn der Tabellenzweite der Gruppe F trifft im ersten K.-o.-Spiel auf den Sieger der Gruppe E, und es spricht einiges dafür, dass dies Brasilien sein könnte." Süddeutsche

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"Der deutschen Elf mangelt es an Qualität und Mentalität" Badische Zeitung

"Deutschland verliert erstmals als Weltmeister ein WM-Auftaktspiel. Das 0:1 gegen Mexiko ist das Resultat einer pomadigen und konzeptlosen Leistung. Vor allem die arrivierten Kräfte enttäuschen." RP Online

"Werner, Kroos, Draxler, Plattenhardt - viel zu wenig war das! Viel zu wenig! Satt und behäbig wirkte die deutsche Mannschaft. Wir müssen uns klar werden: Am Samstag gegen Schweden geht es schon ums Überleben. Noch eine Niederlage - und wir sind raus bei dieser WM. RAUS! Dann wäre die Party vorbei, ehe sie richtig angefangen hat." Bild

"Gerade in der ersten Halbzeit fehlte dem DFB-Team der Kampf- und Teamgeist. Erst in den letzten 30 Minuten steigerte sich Deutschland, kam gegen bissige Mexikaner aber nicht zum Torerfolg. Mexiko siegt deshalb insgesamt verdient." Bayerischer Rundfunk

"Wenn man die beiden Teams an diesem Abend mit Etiketten aus der Mottenkiste des Reportersprechs bedenken wollte, dann spielten die Mexikaner aufopferungsvoll, die Deutschen dagegen eher pomadig. Und hätte der Gegner seine Konter teilweise nicht so schlampig ausgespielt, wäre die Niederlage noch höher ausgefallen. Der Bundestrainer sagte zwar, seine Elf habe in der zweiten Hälfte "alles nach vorn geworfen", aber es fehlte der Mannschaft das innere Feuer. Zeitweilig wirkte sie tatsächlich so, wie man es Titelverteidigern zuschreibt: müde. Und das im ersten Spiel." Spiegel Online

"Es war eine kalte Dusche: Die deutsche Nationalmannschaft hat zum Auftakt gegen Mexiko einen blutleeren Auftritt hingelegt und zu Recht verloren. Die Leistung macht nicht viel Hoffnung." Stern

"Mexiko deckt die Defizite der deutschen Nationalmannschaft auf. Der Titelverteidiger vergibt zahlreiche Chancen und startet erstmals seit 1982 mit einer Niederlage in ein WM-Turnier." FAZ

"Die DFB-Elf ließ die Klarheit in der Offensive vermissen und zeigte in der Defensive ungewohnte Schwächen. Der Druck ist für die Mannschaft bei der WM in Russland nach nur einer Partie schon riesig. Gegen Schweden muss die Löw-Truppe gewinnen, wenn nicht schon frühzeitig das Aus nach der Gruppenphase drohen soll. Damit würde sich Deutschland in eine traurige Tradition vergangener Weltmeister wie Frankreich, Italien und Spanien einreihen, die nach ihren Titeln vier Jahre danach nicht mal ins Achtelfinale gekommen sind. Löw ist jetzt gefordert. Die eingewechselten Marco Reus und Julian Brandt haben gezeigt, dass sie das Spiel beleben können." Volksstimme

"Es gibt Gründe, sich Sorgen zu machen." Süddeutsche

"Löw muss der Tatsache auf den Grund gehen, weshalb seine Spieler 45 Minuten lang die Fehler aus den vergangenen Partien wiederholt haben. Findet er die Ursache, zählt Deutschland immer noch zu den Teams, die weit kommen können. Aus dem Kreis der Favoriten ist man nun aber vorerst ausgeschieden." Augsburger Allgemeine

"Selten hat eine DFB-Elf derartige Abstimmungsprobleme offenbart. Wie das taktische Schema aussehen sollte, wird wohl Joachim Löws Geheimnis bleiben. Egal, denn mit Spielern, die ideenlos und meist im Trab versuchen, den Gegner in Bedrängnis zu bringen, gibt's nichts zu gewinnen. Der Bundestrainer muss seinen Standfußballern bis Samstag gehörig Dampf machen." Schwarzwälder Bote

Pressestimmen aus Mexiko: "Tor des Lebens"

"Tor des Lebens, Tor des Sieges, Tor der Weltmeisterschaft. Unglaublicher Sieg und Epos. Der 17. Juni 2018 wird in die Geschichte des mexikanischen Fußballs eingehen, und man wird schwer vergessen, was im Luschniki-Stadion passiert ist." El Universal

"Historischer Triumph der Tri gegen Deutschland in Russland 2018. Mexiko hat bei der WM den amtierenden Weltmeister Deutschland 1:0 besiegt, mit einem dynamischen und steilen Fußball in der ersten Halbzeit und einem sehr intelligenten in der zweiten." Milenio

"Mexiko gibt einen Glockenschlag in Russland 2018 mit einem historischen Sieg gegen Deutschland. Mexiko war besser, weil es das wollte, weil man mit Willen und Herz alles kann, egal was." Record

"40.000 Landsleute bekamen eine Gänsehaut, als die ersten Worte (der Nationalhymne) ertönten, "Mexikaner zum Ruf des Krieges". Diese erste Strophe war viel mehr als eine Hymne, es war die Warnung vor dem, was kommen wird". Excelsior

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