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Fußballer: Stefan Effenberg wird 50: Vom Briefträger zum Multimillionär

Fußballer

Stefan Effenberg wird 50: Vom Briefträger zum Multimillionär

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    Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg wird 50.
    Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg wird 50. Foto: Friso Gentsch, dpa

    Er polarisiert. Auf dem Platz und auch abseits davon. Bei der Weltmeisterschaft 1994 zeigt der Nationalspieler unzufriedenen Fans den Mittelfinger. Trainer Berti Vogts schickt ihn prompt nach Hause. Von vielen nur Effe genannt, eckt der ehemalige Profi-Fußballer gerne an. Er ist mehr Rüpel als Gentleman. Einer wie Mario Basler, der sagt, was er denkt – manchmal bevor er wirklich denkt. Auch zu Mesut Özil und Ilkay Gündogan hat sich Effenberg noch vor der WM in Russland zu Wort gemeldet. Der DFB hätte beide Spieler aus der Mannschaft werfen sollen. „Der Verband war damals sehr konsequent und sehr schnell in der Entscheidung“, sagt der Ex-Nationalspieler über seine Mittelfinger-Aktion. Heute sei das wohl anders.

    Seine Ex-Frau verhandelte jahrelang seine Gehälter

    Die besten Sprüche von Stefan Effenberg

    "Ich bin es wirklich." (bei seiner Vorstellung in Paderborn)

    ""Weil ich bin einer, der lässt sich das nicht gefallen, Freunde der Sonne!" (über den Umgang mit Journalisten)

    "Ich habe ein verflucht großes Problem. Ich bin immer ehrlich."

    "Netzers Kommentare sind wie sein Haarschnitt - langweilig." (über Experte Günther Netzer)

    "Die Situation ist aussichtslos, aber nicht kritisch." (über die Meisterschaftschancen)

    "Sollen sie mir lieber das Geld geben, dann laufe ich noch mehr." (über Rekordtransfers)

    "Ich bin der Albtraum aller Schwiegermütter." (über sich selbst)

    "Es muss Leben in die Bude. Die Fans wollen Typen und gute Unterhaltung."

    "Die Ausführung war mangelhaft, damit gehst du bei Let's dance nicht in die zweite Runde." (über einen missglückten Freistoß der DFB-Elf gegen Algerien)

    "Wenn Lothar Matthäus in Ungarn Trainer wird, dann werde ich jawohl auch Trainer sein können."

    "Es wird immer viel geschrieben und viel erzählt und hochsterilisiert." (über die mediale Kritik an seiner Person)

    Effenberg wächst in Hamburg auf. Der Vater Maurer, die Mutter Büroangestellte. Er selbst lernt Briefträger. Anfangs spielt er bei Victoria Hamburg, später für Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern München. Bei allen Transfers sitzt seine Frau Martina mit am Verhandlungstisch – und sie verhandelt gut. So wird ihr Mann vom Briefträger zum Multimillionär. Bayern-Manager Uli Hoeneß sagt einmal über die Spielerfrau: „Das Härteste, was ich je am Verhandlungstisch erlebt habe.“ Doch nach 13 Jahren Ehe und zwei Kindern kommt das Aus. Die Neue ist keine Unbekannte: Claudia, damals Ehefrau von Teamkollege Thomas Strunz. Ausgespannt, schreiben die Boulevardblätter. 2005 heiraten die beiden. Effenberg, der zeitweise in Florida lebt, hat Affären: Erst mit einer Nachbarin, dann mit seiner Exfrau. Immer wieder streitet das Ehepaar Effenberg in der Öffentlichkeit – wie am vergangenen Silvester.

    Aktueller Beziehungsstatus: ungewiss.

    2004 endet die Karriere des Spielers Effenberg. Er war Kapitän, er war ein robuster Mittelfeldstratege. Für den eigenen Trainer und Gegenspieler gleichsam unangenehm. Seinem Trainer Jupp Heynckes soll er sogar mal Prügel angedroht haben. Mit 114 Gelben Karten hält er außerdem bis heute den Rekord in der Bundesliga für die meisten Verwarnungen. Auf dem Platz trägt er Beinamen wie Tiger oder Cheffe. Schon früh veröffentlicht er seine Biografie „Ich hab’s allen gezeigt“. Ein Werk, das von Kritikern verrissen wird. Es verkauft sich trotzdem. Abseits des Platzes arbeitet er für Sky als TV-Experte. Die eine oder andere Anzeige gegen ihn beschäftigt die Kollegen von der Boulevardpresse. So soll er einen Polizisten beschimpft haben. Später behauptet Effenberg, er habe dem Beamten nur „einen schönen Abend noch“ gewünscht. 10.000 Euro Strafe. 2015 verliert er nach einem Wiesn-Besuch seinen Führerschein, als er mit 1,4 Promille gestoppt wird. Kurz zuvor war er noch als Trainer beim Zweitligisten SC Paderborn vorgestellt. Schon ein halbes Jahr später trennt sich der Verein von ihm. Mit großem Spektakel. Am heutigen Donnerstag feiert Effenberg seinen 50. Geburtstag. Bestimmt nicht ohne Schlagzeile.

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