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„Gehört sich nicht“: Bayern-Interesse an Leverkusens Florian Wirtz sorgt für Spannungen vor Topspiel

FC Bayern

„Das gehört sich nicht“: Ärger bei den Bayern wegen Wirtz

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    Uli Hoeneß möchte die Nationalspieler Jamal Musiala (l) und Florian Wirtz auch im Bayern-Trikot vereint sehen.
    Uli Hoeneß möchte die Nationalspieler Jamal Musiala (l) und Florian Wirtz auch im Bayern-Trikot vereint sehen. Foto: Fabian Strauch, dpa

    Eine eherne Regel des Fußballs, speziell des deutschen Fußballs, lautet: Der FC Bayern will immer die besten Spieler haben. Vor allem dann, wenn sie nicht nur im Verein, sondern auch in der deutschen Auswahl zusammen spielen und dort schon gezeigt haben, dass sie des Kickens auf höchstem Niveau mächtig sind. Insofern ist es nicht einmal ein schlecht gehütetes Geheimnis, dass der FC Bayern seit Längerem ein Auge auf Florian Wirtz von Bayer Leverkusen geworfen hat. Dass das Thema des Münchner Interesses nun ausgerechnet vor dem Spitzenspiel am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) wieder aufploppte: So ein Pech aber auch.

    Der Leverkusener Spielmacher ist naturgemäß in den Fokus aller Topteams des Kontinents geraten. Manchester City will den Offensivspieler auch schon im Sommer haben, Barcelona und Real Madrid haben ihr Interesse offenbar ebenfalls hinterlegt. Und eben auch der FC Bayern hat großes Interesse, wie Ehrenpräsident Uli Hoeneß nun erneut gegenüber der Bild bestätigte: „Wir wollen Wirtz haben.“ Allerdings müssten bei einem Transfer sowohl der Spieler als auch dessen aktueller Verein ihr Okay geben - und derzeit sind diese Parteien mit einem Vertrag bis 2027 aneinander gebunden. Auf „zehn Prozent“ schätzt Hoeneß demnach die Chancen ein, Wirtz schon in diesem Sommer zu kriegen. Allgemein, so der wenig subtile Unterton, kann es für die Nummer 10 von Leverkusen mittel- bis langfristig aber nur ein Ziel geben: den FC Bayern. Denn, so Hoeneß weiter: „Man kann ja Träume haben.“

    Simoin Rolfes kritisiert die Bayern: „Keine neue Taktik“

    Was als frommer Wunsch anlässlich des baldigen 125-jährigen Vereinsjubiläums des FC Bayern verkleidet ist, ist natürlich nichts anderes als die alte „Abteilung Attacke“ im Schafspelz - und das wenige Tage vor dem Spiel, das über die Spannungsverhältnisse für die restliche Bundesliga-Saison entscheiden wird. Klar, dass solche Aussagen bei der Werkself nicht nur Gefallen finden, vor allem nicht in diesen Tagen. Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes ließ die Nachrichten aus München nicht unkommentiert: „Das interessiert mich überhaupt nicht und das ist nichts, was uns tangiert. Das haben die Bayern schon vor solchen Spielen gemacht, als ich mit zehn Jahren den Kicker gelesen habe. Also von daher ist es jetzt vielleicht keine neue Taktik.“

    Bayerns Sportvorstand Max Eberl nahm direkt nach Abpfiff des 2:1-Siegs in Glasgow wiederum Stellung zu den Aussagen von Rolfes: „Wir haben nicht viel über Florian Wirtz gesprochen oder über einen Spieler von Bayer Leverkusen. Das kreist um uns herum und ich glaube, es gehört sich einfach nicht – gerade vor so einem Spiel – so eine Thematik aufzumachen. Das muss auch nicht sein.“ Kurzes Stutzen bei der Medienschar: War das nun Kritik an Hoeneß? Oder an Rolfes? Am Ende an beiden? Öffentlich an Hoeneß geäußerte Kritik ist jedenfalls noch keinem Funktionär der Münchner gut bekommen. Bayerns Vorstandschef Jan-Christian Dreesen bemühte sich danach, dem Thema den Drive zu nehmen: „Der Uli hat das ja ohne einen Zeithorizont gesagt.“ Und generell gelte ja ohnehin für den FC Bayern: „Wir wollen, dass die besten Spieler bei uns sind. Deswegen hat Uli sicherlich recht.“

    Jetzt gilt aber noch: Wenn am Samstagabend das Topspiel gegen Leverkusen ansteht, wird Wirtz auf der Seite der Werkself wirbeln - und mit einer guten Leistung das Interesse vielleicht nochmals steigern.

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