Es war der Aufreger der vergangenen Tage. Viel wurde über diesen bemerkenswerten Vorfall geschrieben, weswegen an dieser Stelle davon Abstand genommen werden soll und er nur ein letztes Mal wiedergegeben wird: Forscher haben Eintagsfliegen während des Sex schockgefrostet und dabei Erstaunliches zutage gefördert. Stichwörter: Genitalfüßchen und Doppelpenis. Die geneigte Leserin, der geneigte Leser wird sicherlich davon Kenntnis genommen haben, weshalb an dieser Stelle das Augenmerk auf ein Thema gelenkt werden soll, das zuletzt verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit genoss: der Spritpreis.
Einher mit dem Spritpreis geht die Bremse, die Mineralölkonzernen dabei helfen soll, die Teuerungsrate zu deckeln. Die Konzerne würden das ja gerne selber machen, aber wenn so ein Preis explodiert, ist er halt leider kaum mehr aufzuhalten. Die Spritpreisbremse hat daher ihre Berechtigung. Ob sie erfolgreich sein wird, ist freilich nur schwer abzusehen. Wer bremst, verliert. Wussten früher schon die Manta-Fahrer oder die stolzen Besitzer eines Zweier-Golfs und ließen die Welt mittels großformatiger Aufkleber an ihrer Weisheit teilhaben.
Bremsen haben im Motorsport ein schlechtes Image
Die Bremse ist im Sport unterschiedlich beleumundet. Im Motorsport war ihre Benutzung von jeher notwendig, sie sollte aber immer spätestmöglich getreten werden. Das hat sich nun teilweise geändert, da beispielsweise in der Formel 1 auch der Elektroantrieb eine Rolle spielt und Bremsen zu Energie führt. Rekuperation.
In Spielsportarten ist das Prinzip der Rekuperation schon viel länger bekannt. Wann immer eine Mannschaft mehr als zwei Spiele am Stück gewinnt, fordert ein gewissenhafter Vereinsfunktionär, dass nun aber wirklich mal die Euphoriebremse getreten werden müsse. Nicht, dass die Mannschaft voller Elan einfach so weitermacht wie bislang, ihr am Ende dann aber möglicherweise der Sprit ausgeht. Und das bei den Preisen!
Das Betätigen der Euphoriebremse steht im krassen Gegensatz zum Durchtreten des Gaspedals. Das forderte beispielsweise Jürgen Klopp dereinst von seinen Dortmundern. Oder später auch in Liverpool. Euphoriebremse: Fremdwort. Manchmal hat man es aber auch selbst nicht in der Hand. Wie beispielsweise die Eintagsfliegen gezeigt haben. Das Gaspedal nicht durchzudrücken verbietet sich bei der überschaubaren Lebenszeit. Umso bitterer, wenn die Euphorie mithilfe eines Schockfrosters ausgebremst wird.
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