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Internationaler Frauentag: Diese fünf Frauen verändern den Sport

Internationaler Frauentag

Diese fünf Frauen verändern den Sport

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    Simone Biles feierte nach ihrer mentalen Auszeit bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ihr Comeback.
    Simone Biles feierte nach ihrer mentalen Auszeit bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ihr Comeback. Foto: dpa (Archivbild)

    Zwar sind Frauen im Sport heute sichtbarer als je zuvor, doch der Weg zur Gleichberechtigung ist noch längst nicht zu Ende. Dass Sportlerinnen bei gleicher Leistung schlechter bezahlt werden, in den Medien nach wie vor unterrepräsentiert und im Training strukturell benachteiligt sind, zeigt, dass im Frauensport noch mehr als genug Herausforderungen zu bewältigen sind. Viele Sportlerinnen nutzen ihre Stimme, um genau darauf aufmerksam zu machen. Diese fünf konnten schon einiges erreichen.

    Simone Biles: Sportler sind Menschen, keine Maschinen

    Als Simone Biles 2021 ihren Rückzug aus den Olympischen Spielen bekanntgab, sorgte das für Rätselraten unter ihren Fans. Weshalb sollte die mehrfache Weltmeisterin aus dem globalen Sportwettkampf aussteigen? Ganz einfach, wie Biles später erklärte: „Ich musste tun, was richtig ist und mich auf meine mentale Gesundheit fokussieren.“ Die Turnerin hatte mit sogenannten „Twisties“ zu kämpfen – einem Orientierungsverlust in der Luft, der beim Turnen extrem gefährlich werden kann. Biles berichtete außerdem von Angstzuständen und Panikattacken. Durch offenen Umgang mit dem Thema mentaler Gesundheit konnte die Sportlerin dazu beitragen, das Stigma um mentale Probleme – speziell im Sport – zu brechen. Für ihre außergewöhnliche Entscheidung, das eigene Wohlbefinden über die sportliche Leistung zu stellen, erhielt Biles viel Rückhalt und positives Feedback. Bei ihrem Comeback bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris gewann sie mit dem US-amerikanischen Team Gold.

    Der „Caitlin-Clark-Effekt“

    Die US-amerikanische Basketballerin Caitlin Clark gilt schon seit ihrer College-Zeit als Ausnahmetalent. Bei den Iowa Hawkeyes brach sie zahlreiche Rekorde und ist bis heute Nummer-eins-Scorer der NCAA Women‘s Basketball Geschichte. Ihr außergewöhnlicher Spielstil, der sogar mit dem des NBA-Superstars Steph Curry verglichen wird, sorgte für einen regelrechten Hype um sie als Person. Medien sprechen vom „Caitlin-Clark-Effekt“: Beim NCAA Women‘s Finale 2024 zwischen den Iowa Hawkeyes und den South Carolina Gamecocks sahen durchschnittlich 18,7 Millionen Menschen zu – fast 4 Millionen mehr als im Finale der Männer. Auch als Clark 2024 bei Indiana Fever in der WNBA startete, zogen ihre Spiele die höchsten Zuschauerzahlen seit Jahrzehnten an. Ihre Präsenz auf dem Feld sorgt für Rekordzuschauerzahlen, explodierende Merchandising-Umsätze und ein gesteigertes Wettinteresse. Clark ist damit nicht nur eine Ausnahmespielerin, sondern auch eine zentrale Figur, wenn es um die Popularität vom Frauenbasketball geht.

    Caitlin Clark bei einem WNBA-Spiel der Indiana Fever gegen die New York Liberty.
    Caitlin Clark bei einem WNBA-Spiel der Indiana Fever gegen die New York Liberty. Foto: Noah K. Murray/AP/dpa (Archivbild)

    Megan Rapinoes Kampf für Gleichberechtigung

    Zwei Weltmeister-Titel, eine olympische Goldmedaille und einen Ballon d‘Or Féminin – die frühere Profifußballerin Megan Rapinoe kann sich mit vielen Erfolgen schmücken. Einen davon hat sie neben dem Platz erzielt: Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Frauen-Nationalteam beteiligte sie sich an einem jahrelangen Rechtsstreif mit dem US-amerikanischen Fußball-Verband USSF, bei dem die Frauen die gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen forderten – mit Erfolg. Im Jahr 2022 unterzeichnete der USSF eine Vereinbarung, die den Spielerinnen und Spielern Gehälter in gleicher Höhe garantiert. Die Fußballerinnen um Rapinoe machten so einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Als offen homosexuelle Profisportlerin setzt sich Rapinoe außerdem für LGBTQ+ Rechte und gegen Rassismus ein.

    Megan Rapinoe bei einer Rede während einer Veranstaltung zum Equal Pay Day.
    Megan Rapinoe bei einer Rede während einer Veranstaltung zum Equal Pay Day. Foto: Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)

    Ilona Maher vermittelt jungen Frauen mehr Selbstbewusstsein

    Mit 5,4 Millionen Followern folgen der US-amerikanischen Rugby-Spielerin Ilona Maher mehr Menschen auf Instagram als, zum Beispiel, der deutschen Fußball-Legende Mats Hummels (5,1 Millionen Follower). Diese überragende Medienpräsenz nutzt Maher für einen guten Zweck: Als Vorbild für viele junge Frauen setzt sie sich für mehr Körperakzeptanz und Body Positivity ein – und begeistert ihre Fans für Rugby. Schon während ihres Studiums gewann Maher mit den Quinnipiac Bobcats drei Meisterschaften der National Intercollege Rugby Association. Seit 2018 gehört sie der US-amerikanischen Frauen-Nationalmannschaft im Siebener-Rugby an und holte mit dieser bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Bronze. Dass die Leistungssportlerin laut BMI als „übergewichtig“ gilt, scheint im Internet einige zu stören. Doch Body-Shaming Kommentare kontert sie selbstbewusst. In einem TikTok aus dem Jahr 2024 hält sie einem Kommentar entgegen: „Ja, ich gelte als übergewichtig. Aber zumindest gehe ich zu den Olympischen Spielen – und du nicht.“

    Malaika Mihambo: Soziales und ökologisches Engagement

    Ihr Coach bezeichnete Malaika Mihambo vor kurzem als „Sonnenkind“ – sie trainiere lieber im Freien als in der Halle. Als Weitspringerin kann sie das zum Glück auch. In ihrer Schwerpunktdisziplin hat Mihambo einen Olympiasieg zu verzeichnen und ist mehrfache Weltmeisterin. Ihre Liebe zur Natur motiviert sie dazu, sich für Nachhaltigkeit und Umweltschutz einzusetzen. Als Botschafterin für mehrere Organisationen nutzt Mihambo ihre Popularität, um Bewusstsein für den Klimawandel zu schaffen. Ihr Verein „Malaikas Herzsprung“ übernimmt Vereinsmitgliedschaftsbeiträge für Kinder aus finanziell benachteiligten Familien, um ihnen sportliche Aktivität zu ermöglichen. Für ihr Engagement hat Mihambo 2024 den deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten.

    Malaika Mihambo auf der Deutschen Hallen-Meisterschaft in Dortmund.
    Malaika Mihambo auf der Deutschen Hallen-Meisterschaft in Dortmund. Foto: Bernd Thissen/dpa (Archivbild)
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