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  3. Kommentar: Bierhoffs Ende beim DFB ist ein richtiger, aber nur ein erster Schritt

Bierhoffs Ende beim DFB ist ein richtiger, aber nur ein erster Schritt

Kommentar Von Florian Eisele
06.12.2022

Der langjährige Manager startete beim DFB als Erneuerer und stand zuletzt sinnbildlich für den Reformbedarf. Sein Aus wird nicht die einzige Änderung sein.

Nach 18 Jahren der Zusammenarbeit kam das Ende schlicht daher: In einer am späten Montagabend versendeten Pressemitteilung gaben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und Oliver Bierhoff das Ende des gemeinsamen Weges bekannt. Der 54-Jährige löst mit sofortiger Wirkung seinen eigentlich noch bis 2024 laufenden Vertrag auf und macht, wie er selbst betont, "den Weg frei für neue Weichenstellungen".

Bierhoff ist clever genug, zu wissen, dass er damit seiner Demission zuvorgekommen ist. Die Kritik an dem Ex-Profi ist zuletzt immer größer geworden. Viele Fehlentwicklungen sind ihm angehaftet worden. Manche, wie die Problematik in der Jugendarbeit und der daraus resultierende Mangel an guten Mittelstürmern und Außenverteidigern, wohl nicht ganz zu Recht. Andere Dinge, wie der überhebliche Auftritt der Nationalmannschaft in der Öffentlichkeit und die Entfremdung der DFB-Auswahl von den Fans, liegen aber sehr wohl in der Verantwortung von Bierhoff. Als sinnbildlich dafür ist der von ihm etablierte Slogan "Die Mannschaft" zu nennen, der mittlerweile wieder eingestampft wurde.

Oliver Bierhoff stand zuletzt für den Erneuerungsbedarf des DFB

Bierhoffs Bilanz fällt gemischt aus: Einerseits steht sein Name nun für zwei Debakel bei Weltmeisterschaften, die jeweils in der Vorrunde endeten. Dazu kommt ein ebenso enttäuschendes Aus im EM-Achtelfinale 2021. Andererseits hat sich Bierhoff nach seinem Amtsantritt 2004 Verdienste um den deutschen Fußball erworben; der 2006 begonnene Aufschwung bei der Heim-WM mit dem Titel 2014 ist ebenso mit ihm verbunden wie der unlängst fertig gestellte Bau der DFB-Akademie in Frankfurt. Letztlich lautet das Fazit: Bierhoff kam als Reformer und stand zuletzt selbst sinnbildlich für den Erneuerungsbedarf des Verbandes.

Nun ist klar, dass die Zukunft des DFB ohne den 54-Jährigen vonstatten gehen wird. Das Angebot des Verbandes, sich nur noch auf die Akademie zu konzentrieren und die Zuständigkeit für die Nationalmannschaft abzugeben, lehnte Bierhoff nachvollziehbarerweise ab. Mit dem Abschied des langjährigen Gesichts des DFB hat schon jetzt ein größerer Umbruch begonnen, als er nach dem Scheitern bei der WM 2018 stattgefunden hat. Damals wurde im Wesentlichen so weiter gewurschtelt wie vorher – mit bekanntem Ergebnis.

Das liegt vornehmlich daran, dass der Druck nun größer als vor vier Jahren ist: Ähnlich wie nach der missratenen EM 2004 steht als nächstes ein Heimturnier in Deutschland an. Bei der Europameisterschaft 2024 soll sich die Nationalmannschaft als konkurrenzfähig präsentieren. Idealerweise soll erstmals nach 28 Jahren wieder der Europameistertitel geholt werden. Nach dem Vorrundenaus 2004 stellte sich der DFB grundlegend neu auf, installierte Jürgen Klinsmann als Reformator, dazu Joachim Löw als Co-Trainer und einen gewissen Oliver Bierhoff als Manager. Auch diesmal muss ein Umdenken stattfinden, paradoxerweise scheint der DFB bei Bierhoffs Abschied an einem ähnlichen Scheideweg zu stehen wie bei dessen Amtsantritt. 

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Oliver Bierhoff (links) mit Bundestrainer Hansi Flick.
Foto: Arne Dedert, dpa

Wirft Bundestrainer Hansi Flick nach dem Bierhoff-Aus hin?

Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass sich im deutschen Fußball sehr zeitnah vieles ändern wird. Nicht nur beim DFB, sondern auch bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL), dessen Chefin Donata Hopfen vor der Ablösung steht, steht eine Neubesetzung mehrerer Posten an. Selbst die Stelle des erst vor eineinhalb Jahren installierten Bundestrainers könnte neu vergeben werden – und zwar nicht unbedingt deswegen, weil der DFB ihn loswerden möchte. Hansi Flick deutete in einer ersten Stellungnahme an, über den Abschied von Oliver Bierhoff enttäuscht zu sein, bezeichnet ihn als "ersten Ansprechpartner und Freund". Es sei kaum möglich, dessen Lücke zu schließen. Gut möglich, dass Flick seine eigenen Schlüsse aus der Personalie zieht.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht in der Kritik, auch in der Redaktion haben wir ausführlich darüber diskutiert. Eine Einordnung, warum wir das Sportevent dennoch ausführlich journalistisch begleiten, lesen Sie in diesem Text.

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07.12.2022

Mal wiedert einen Schuldigen gesucht und auch gefunden?!
Sehr fragwürdig denn es wird jetzt an der Zeit das intern bei den DFB-Verantwortlichen aufgeräumt wird, da sollten einige Verantwortliche Ihren Posten räumen!
Hätte man schon viel früher beim DFB die Pobacken zusammengekniffen und die WM in Katar boykotiert dann bräuchte man sich weder um Regenbogenbinde / Hand vorm Mund halten / schlecht abschneiden und Bierhoff rausschmeissen keine Gedanken machen.
Der DFB redet sich auch nur um Kopf und Kragen, der ist nichts besser als die Fifa und Ihr Gianni Infantino!
Ich hatte mir den Schmarrn sowieso nicht angeguckt.

07.12.2022

Da liegen sie lieber Wolfgang B.
doch wiederum mal falsch, dass Hansi Flick am ausscheiden nicht maßgeblich Schuld hatte. Die Fehler die er gemacht hat, habe ich doch schon in einem längeren Beitrag aufgeführt, den Sie sogar so bestätigt haben!

>>VON
WOLFGANG B.
07:51 Uhr
Flick kann man nichts vorwerfen, es sei denn er spielte auch eine Rolle in der hypermoraldominierten Armbindengeschichte. Unsere Mannschaftr hatte alles andere im Kopf - nur nicht Fußball. Das sah und sieht z.B. bei Brasilien, Argentinien ganz anders aus. Die wissen warum sie in Katar sind.<<

Lesen Sie sich bitte selber nochmals ganz langsam die nochmals zitierten Satz durch, ob Sie d vielleicht etwas entdecken können!

>>es sei denn er spielte auch eine Rolle in der hypermoraldominierten Armbindengeschichte.<<

Wäre ich Bundestrainer gewesen, so hätte ich zur DFB-Führung klar und deutlich gesagt:
Diesen Unsinn macht meine Mannschaft nicht mit, ansonsten trete ich sofort von meinem Amt als Bundes-Trainer zurück!

Wir sind hier um Fußball zu spielen und nicht um Politik zu machen! Wenn das vom DFB aber so gewünscht worden wäre, dann hätten wir doch gar nicht erst zu diesem "sportlichen WM-Spektakel" antreten brauchen!

Lieber Wolfgang, nochmal:
Hansi Flick hat mehr Schuld am jämmerlichen ausscheiden als Manager Bierhoff, (der hat vielleicht das falsche Quartier ausgesucht und war wohl am Mund zu halten, wahrscheinlich auch beteiligt) de hat wahrscheinlich auch hinterher ganz schnell, diese "Schmarrn-Aktion wohl richtig eingeordnet und ist zurück getreten!
Er war aber nicht für die Auswahl der Spieler, der Aufstellung, der Auswechselungen der Spieler und der vorgegebenen Taktik verantwortlich.

Wenn Hansi Flick nur ein "bisschen Anstand" besitzt, dann tritt er jetzt (noch ist es nicht zu spät) ohne sein Gesicht zu verlieren, vom Amt des Bundes-Trainer mit sofortiger Wirkung zurück.

So meine Meinung!

P.S. Ich wüsste da schon einen Nachfolger, der auch von Franz Beckenbauer schon mal, vor der WM und dem Abgang von Löw, vorgeschlagen wurde, nämlich den "Rekord-Nationalspieler" Lothar Mathäus, der hat nämlich vom Fußball im kleinen Finger "mehr Ahnung" als viele Fußball-Versteher in der ganzen Hand, bzw. im Kopf.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Matth%C3%A4us

Vielleicht sollten Sie und viele Andere Experten, das mal lesen, Danke

07.12.2022

Matthäus ist als Trainer überall gescheitert, wo er tätig war. Keine gute Visitenkarte, oder?

06.12.2022

Ach ja, das Problem liegt immer auf dem Platz, nicht im Seitenaus!

06.12.2022

Nicht nur der Zirkusdirektor muss ausgetauscht werden sondern auch Tierpark und Dompteur.

06.12.2022

Diese Fußballmannschaft spiegelt nur den Zeitgeist wider; um dran zu bleiben muss man mitmachen. Für den Trainer gilt das auch. Haltung, koste es was es wolle.

06.12.2022

Hoffentlich wirft Flick hin ...dann würde er wenigstens im Nachhinein noch Charakter zeigen.

06.12.2022

Herrn Flick kann man eigentlich nur vorwerfen, dass seine Mannschaft nicht genügend motiviert war! Wollte der DFB nicht genügend bezahlen?
Das einzige was man Herrn Flick vorwerfen kann ist eigentlich ganz einfach: er hat die falsche Mannschaft gewählt (Ausnahmen ausgenommen)!

Vielleicht wäre ein junge Mannschaft genausoweit gekommen , hätte aber eine weitaus bessere Zukunftschange.
Ein Generationenwechsel ist immer schwer; andere Mannschaften habe es besser geschafft bzw. sind auf den besten Weg dahin.
Vielleicht lernen wir das auch noch?!

07.12.2022

Flick kann man nichts vorwerfen, es sei denn er spielte auch eine Rolle in der hypermoraldominierten Armbindengeschichte. Unsere Mannschaftr hatte alles andere im Kopf - nur nicht Fußball. Das sah und sieht z.B. bei Brasilien, Argentinien ganz anders aus. Die wissen warum sie in Katar sind.

07.12.2022

Interessant ist ja, dass die Mannschaft trotz der Armbindendiskussion ein ziemlich ordentliches Spiel gegen Spanien machen konnte, gegen Japan 60 Minuten durchaus ansehnlich und überzeugend gespielt hat bis auf die Chancenverwertung, gegen Costa Rica einen Rückstand drehte.

Es glaubt doch wohl niemand wirklich, dass das Ausscheiden DARAN gelegen haben könnte. (Fiel ihr gegen Japan in der 60. Minute ein, dass sie sich vorher den Mund zugehalten hatten?)

Wozu die Diskussion um die Binde und die Haltung sicher nicht förderlich waren, war das Mannschaftsklima zu fördern. Denn es gab in dieser ganz offensichtlich unterschiedliche Meinungen, was zu tun oder zu lassen sei.

Und dann sollte sich die Deutsche Öffentlichkeit (Medien) mal fragen, warum sie das Thema so hoch gehängt, der Mannschaft Schlappschwänzigkeit vorgeworfen hat, weil sie vor den Drohungen der FIFA kuschte, um im Nachhinein (Fähnlein im Wind) zu befinden, dass Sportler keine Politik machen sollten. Wenn dem so sein soll, dann sollten diese sich sonst aber bitte auch Anitrassistische wie -diskriminierende Parolen sparen, weil sonst wird's lächerlich. Wasch mich aber mach mich nicht nass ist nun mal keine überzeugende Botschaft.

Doch zu Flick: Natürlich ist er für das Ausscheiden maßgeblich mitverantwortlich (neben schlafmützigen und unpräzis schießenden Spielern). Er meinte einfach, indem er auf seine geliebten Bayernspieler zurückgreife, liefe die Sache quasi als Selbstläufer wie 2020/21. Da hatte er riesig Fortune. Dass er wirklich Trainer kann, das hat er noch nie längerfristig beweisen müssen.

Gut möglich, dass er auch nicht vorhat sich rauerem Klima auszusetzen. Sein Kuschelfaktor hat das Weite gesucht (suchen müssen), vermutlich hat er nicht unter jedem Chef Lust zu arbeiten (siehe Bayern Salihamidzic). Mal sehen, ob er Bundestrainer bleibt.

M.E. wäre es für ihn und Deutschland besser, er würde sich auch verabschieden.