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Ein Boykott der WM in Katar ändert nichts an der Armut der Wanderarbeiter

Kommentar Von Tilmann Mehl
17.11.2022

Wer die WM in Katar verfolgt, unterstützt ungewollt ein autokratisches Land und korrupte Strukturen. Das Turnier ist Beispiel für die individuelle Verantwortung.

Es waren lediglich kleinere kosmetische Operationen, die das Emirat vorgenommen hat. Hier mal ein paar Arbeiterrechte einführen, da mal Homosexuellen Sicherheitsgarantien aussprechen. Welcher Irrsinn überhaupt, Selbstverständliches einfordern zu müssen. Letztlich aber bleibt das autoritäre System Katars eben ein autoritäres System. Mit Menschenrechtsverletzungen in sämtlichen Bereichen.

Möglich gemacht hat das die Fifa. Dieser vor Selbstbewusstsein strotzende Weltfußball-Verband, der sich so gerne als globales Gewissen präsentiert. Fair Play. Anti-Rassismus-Kampagnen. Derlei Worthülsen, die nie den Abgleich mit der Realität bestanden haben. Dabei hätten die großen Weltverbände die Kraft und Macht, Gutes zu tun. Die Vergabe von Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften ließe sich ganz leicht an Vorgaben knüpfen. Eigentlich braucht es ja nur eine: die Einhaltung der Menschenrechte.

WM 2022 in Katar zeigt: Menschenrechte spielen bei einer WM-Vergabe keine Rolle

Weil sie das aber nicht tun, feiert sich die Fifa dafür, dass es minimale Fortschritte in Katar gibt, seit man die WM im Jahr 2010 an das kleine Land verkauft hat. Und immer wieder das Argument, dass nun das Flutlicht der Weltöffentlichkeit auf Katar gerichtet ist und dass nur deswegen die Menschenrechtsverstöße einem breiten Publikum bekannt sind. Dass sich wegen der Vergabe die Lebensbedingungen für Wanderarbeiter, Homosexuelle und Frauen verbessern. Die Geschichte zeigt: Unfug. Weder China noch Russland haben sich nach WM und Olympia gewandelt. Fifa und IOC vergeben ihre Großveranstaltungen auch nicht unter dem Gesichtspunkt, wo gesellschaftlicher Fortschritt und demokratischer Wandel wünschenswert wären. Ansonsten fänden die nächsten Olympischen Spiele in Nordkorea statt. Genauso hat Katar bei seiner Bewerbung auch nicht angekündigt, die Einhaltung der Menschenrechte voranzutreiben. Sie spielen keine Rolle.

Die Sportler und Sportlerinnen können nichts für derartige Fehlentscheidungen. Sie können sich aber nicht hinter ihrer Machtlosigkeit verstecken. Fußballer verdienen nicht viel, weil sie gut Fußball spielen können, sondern weil Vereine, Verbände, Medien und werbetreibende Firmen ein Umfeld geschaffen haben, in dem sich horrendes Geld verdienen lässt. Ein Großteil ihres Gehalts resultiert daraus, dass sie in der Öffentlichkeit stehen. Sie sind Vorbilder. Von ihnen darf erwartet werden, Stellung zu beziehen. Dabei sollte aber nicht gefordert werden, dass sie die WM boykottieren.

Dass Bayerns Torwart Manuel Neuer mit dabei ist, ist keine Überraschung.
26 Bilder
Der deutsche WM-Kader in Bildern
Foto: Sven Hoppe, dpa

Daran schließt die Frage der individuellen Verantwortung an. Wer Bedingungen an andere stellt, sollte selbst vorangehen. Also nicht mehr den FC Bayern unterstützen, der 25 Millionen Euro pro Jahr aus Katar bezieht? Keine Spiele von Paris St. Germain mehr verfolgen? Letztlich auch keinen VW mehr fahren? Schließlich hält Katar rund zehn Prozent der Aktien des Automobilherstellers. Wer Golf fährt, unterstützt das Emirat.

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Ein WM-Boykott ändert auch nichts an den Umständen vor Ort

Es gibt viele Gründe, die am Sonntag startende WM nicht zu verfolgen. Möglicherweise verlegt die Fifa künftige Turniere nicht mehr in autokratische Länder, wenn das Publikum fernbleibt und die Sponsoren in einem derartigen Umfeld nicht werben wollen. Aber selbst das ändert nichts an den armseligen Bedingungen, unter denen die Menschen in Bangladesch oder Nepal leben. Die Armut treibt die Wanderarbeiter nach Katar. Auch, weil dem wohlhabenden Europa nicht daran gelegen ist, die Umstände dort zu ändern. Erinnert ein wenig an Katar.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar steht in der Kritik, auch in der Redaktion haben wir ausführlich darüber diskutiert. Eine Einordnung, warum wir das Sportevent dennoch ausführlich journalistisch begleiten, lesen Sie in diesem Text.

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

19.11.2022

Verteilung der Standorte der Adidas-Zulieferer weltweit nach Regionen 2021
Veröffentlicht von Statista Research Department, 23.03.2022: Asien – immer noch günstiger Produktionsstandort. Mehr als zwei Drittel der Zulieferer von Adidas befinden sich im Jahr 2021 in Asien (China, Vietnam, Kambodscha, Indonesien und Pakistan). Lauter lupenreine Demokratien - oder. Auch der neue FCA Ausrüster Nike lässt in diesen Ländern produzieren. Und nicht nur die Fußballer der Profiklubs, sondern auch die sogenannten Fans und viele Kinder in Deutschland laufen in den T-Shirts ihrer Lieblinge rum. Egal ob FC Bayern, FCA oder anderer Profiklubs. Die Menschenrechte in diesen Ländern interessieren hier keinen. Ja und jetzt die WM in Katar - der verlogene Aufschrei, nachdem das Ganze schon seit 12 Jahren bekannt ist - lächerlich. Ich für meinen Teil habe mich schon längst von diesem unsinnigen Geschäft verabschiedet. Produkte, die von sog. Bundesligastars beworben werden, werden von mir konsequent nicht gekauft. Denn das ganze Fußballgeschäft ist doch seit langem nur noch am Geld ausgerichtet. Egal ob WWK-Club, Telekom, Roter Bulle oder SAP-Verein - für mich kein Unterschied. Das Ganze funktioniert nur über die Kohle der Sponsoren. Den Spielern ist es egal wo sie herkommt und wenn man woanders mehr bekommt, dann ist man auch schon wieder weg. Lustig ist es dann auch immer wieder, wenn sich die Underdogs oder sog. Traditionsvereine über die finanzkräftigeren Marktführer aufregen. Das System ist bei allen das gleiche - nur mit anderen Summen. Und auch die Kleineren wollen doch an die großen Geldtöpfe der internationalen Wettbewerbe, die immer noch weiter künstlich aufgeputscht werden. Ich schaue gerne Fußball. Aber da bin ich mit Live-Spielen im Amateurbereich gut bedient. Auch hier wird guter Fußball gespielt - egal ob Bezirksliga oder A-Klasse. Nur der große Nervenkitzel - die große Kohle im Hintergrund fehlt natürlich, aber das brauche ich nicht. Dafür sind die Spieler noch mit dem Verein verbunden. Statt Teil einer gesichtslosen Masse in einer supermodernen Arena zu sein, verbringe ich meine Zeit lieber mit ehrenamtlicher Tätigkeit für einen kleinen Verein - und das mittlerweile schon seit fast 40 Jahren. Ach ja da wünsch ich doch noch allen viel Spaß beim Katar-Boykottieren oder Nicht-Boykottieren. Wenn dieses Geschäft abgewickelt ist, geht es auf einer anderen Ebene wieder weiter, nur wieder mit kleineren Brötchen, aber mit ähnlichem System. Also Ball flach halten.

19.11.2022

Sicher ändert ein Boykott der WM nicht die Situation der Wanderarbeiter. Aber man kann damit vielleicht verhindern, dass Weltmeisterschaften und andere Großereeignisse in Zukunft in solche Länder vergeben werden. Wenn nämlich die WM nicht im Fernsehen gezeigt wird, sieht es auch mit den Sponsorengeldern schlecht aus. Zudem finde ich es grenzwertig, wenn Rundfunk und Fernsehgebühren der Allgemeinheit für Senderechte an der WM ausgegeben werden.

19.11.2022

Würde ein Boykott richtigerweise umgesetzt werden , dann müßten doch wohl eher gesamten Medien den Boykott betreibe !
Also : die Fernsehanstalten und Radiosender dürften weder die Eröffnungsfeier noch die Fußballspiele übertragen , die Zeitschriften und Zeitungen ( ja !!! auch die Damen und Herren bei der Augsburger Allgemeinen!) dürfte keine Zeile und kein Foto drucken usw.

Der ausgerufene "Einzelboykott" ist doch typisch deutscher, geradezu dümmlicher Naivitätsausfluß allerhöchster Güte !
Ob der Eine oder die Andere die WM-Spiele nicht schaut und aus welchen Gründen ( vielleicht interessiert sich Mancher gar nicht dafür) , fällt in der Masse weltweit nicht ins Gewicht .

Und "public viewing" ( das "boykottiert werden könnte") ist im Winter - in diesem Winter , in welchem man Energie sparen sollte oder muß - sowieso ohne Belang .

Solange die nationalen Fußball-Verbände Mitglied in der höchst korrupten FIFA bleiben - anstatt vielleicht einmal über die Gründung eines alternativen Verbandes nachzudenken - ( gleiches gilt für Olympia) - spielt bei den Tuniervergaben Bestechung und Vorteilsnahme die alleinige erste Geige !

19.11.2022

Die seit vielen Monate teils auch arg gekünstelte Aufregung bis hinzu "Boykott-Aufrufen" ist wiedereinmal : "typisch deutsch" .

Wo war denn diese massive , teils gehypte Kritik , als WM und Olympia an die zwei weitaus bösartigereren , gefährlicheren Diktaturen dieser Welt - Rußland und China - vergeben worden waren.

Mit absoluter Sicherheit waren auch damals die Fremd-Arbeiter an den Sportstätten nicht annähernd anständig bezahlt worden, es gab ebenso viele Tote unter den Bauarbeitern und die Homosexuellen sind in diesen beiden Ländern mindestens genauso wenig beliebt wie in Katar !

18.11.2022

Hier wird das ganze Dilemma aktivistischer Symbolpolitik sichtbar.

Sehr koordiniert wird kurz vor der WM der Alarm hoch gestellt. Alle flattern ganz aufgeregt durch die Gegend. Aber die Vergabe dieser WM war vor 12 Jahren. Sie war aus sportlicher Sicht damals so absurd wie heute. Es hätte als schon in den letzten 12 Jahren irgendeine Form von Konsequenz gezogen werden können.

Nun prügelt man auf Katar ein, weil man sich selbst wohl dabei fühlt. Es geht nicht um die Arbeiter aus Nepal. Die haben ihre Arbeit doch längst erledigt. Es geht um eigene Befindlichkeiten. Um es gleich vorweg zu nehmen, ich lebe lieber hier als dort. Aber wer glaubt den, dass die Arbeiter in den Brasilianischen Stadien für die WM 2014 besser behandelt wurden? Warum wurde da kein Alarm gemacht? Jetzt gibt es Sätze wie: „Noch nie war die WM in einem so diktatorischem Staat!“ Was für ein Unfug. 1978 fand die WM in Argentinien unter einer faschistischen Diktatur statt. Es wird, wenn es dem Alarm hilft, auch schon mal die Wirklichkeit verbogen.
Und wer sich über die Rechte von Homosexuellen in Katar aufregt, was er zu Recht tut, darf auch fragen, worin dieses Diskriminierung begründet ist (Es widerspricht, nach Auskunft das katarischen WM-Botschafter, islamischen Lehren) und dann mal an einem beliebigen Freitag vor einer Moschee in seiner Heimatstadt für die Beachtung dieser Rechte eintreten. Da ist hier bei uns jede Menge zu tun.

Am Ende wird die Symbolik zum Treppenwitz, wenn jemand lauthals Appelle gegen Katar vorträgt und dann dort antritt. Was oder wer hindern z.B. Herrn Neuer daran, die Teilnahme an der WM aus diesen Gründen abzusagen. Er kann doch in München bleiben. Warum tut er das nicht? Es ist genau diese Billigkeit des Aktivismus, Getöse nur dort zu veranstalten, wo es ihnen selbst keinen Schmerz bereitet, bzw. sich persönlich von den Konsequenzen auszunehmen. Herrn Neuer ist seine Marktwertsteigerung durch Teilnahme an der WM wichtiger als das menschenrechtliche Anliegen. Damit ist er doch für den Diskurs disqualifiziert.

Auf der anderen Seite darf man fragen, ob die in den letzten 12 Jahren vorgetragene Kritik an den Verhältnissen in Katar völlig umsonst vorgetragen wurde. Wenn der Vizepräsident der internationalen Gewerkschaftsförderation BHI ausführt: „Dank der Maßnahmen (zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen) der vergangenen Jahre entsprachen sie zuletzt den deutschen oder amerikanischen Standards.“
Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/gewerkschafter-schaefers-arbeitsbedingungen-in-katar-entsprachen-zuletzt-deutschen-oder-amerikanisch-104.html
Das ist doch ein Erfolg, der ohne die WM so nicht zu verzeichnen gewesen wäre. Warum wird das einfach negiert?

Ich respektiere jeden, der sagt, er „boykottiert“ die WM. Dann bitte aber auch die entsprechenden Pay-TV-Abos kündigen. Wieso ist der ÖR Spitzenreiter der derzeitigen Alarmierung und zeigt dann, bezahlt von Gebührengeldern, die Spiele doch?

Und inwieweit ist Katar das richtige Ziel der derzeitigen Proteste? Der Verursacher ist doch die FIFA. Wieso richtet sich der Protest nicht gegen diesen absurden Verband? Man kann dort austreten und mit Gleichgesinnten einen neuen Verband gründen. Wieso kann die UEFA bei den Ausschreibungen für ihre Meisterschaft Steuerbefreiungen verlangen und bekommen?
Überall hier können die, die Heute ganz alarmistisch und empört sind, handeln. Frau Faeser könnte mit ihrer Regierung bezüglich der Verträge mit der UEFA mal konsequent handeln. Keine Steuererleichterungen, Übernahme der Sicherungskosten, Einschränkung der Verwertungsrechte (Es kann doch nicht sein, dass in „UEFA-Festzonen“ die Verhandlungsfreiheit eingeschränkt ist.) usw.

Aber Symbolpolitik ist nun mal nichts weiter als ein Symbol. Und das nutzt sich bei andauernden Wiederholung bis zur Lächerlichkeit ab.

18.11.2022

Ich frag mich, was Sie eigentlich wollen. Sich wegducken und schweigen? Die FIFA wird kritisiert seit dem Tag der Entscheidung für die Vergabe der WM nach Katar und das Verfahren wurde intensiv durchleuchtet. Dennoch hat sich nichts geändert. Daran sind aber doch nicht die Kritiker schuld.
Wenn heute viele sagen, dieser Fußball interessiert mich nur noch mäßig, dann ist das eine gute Entwicklung, auf der sich aufbauen lässt. Leuten, die viel Geld ausgeben, um dort sogar persönlich anwesend zu sein oder in diesen Städten und Anlagen aus der Retorte Urlaub zu machen, ist ohnehin nicht zu helfen. Das ist ein ganz anderes Problem.

18.11.2022

Sehr geehrter Herr Wolfgang L.

Wenn Sie nicht erkennen, was ich will - tut es mir für Sie leid.

Aufhören mit Symbolpolitik und Wiederkehr der Vernunft in unseren Alltag. Es werden, in Ermangelung echter Handlungsmöglichkeit nur noch „Zeichen gesetzt“ die an der Sache gar nichts ändern, außer dem der es setzt für eine kurze Zeit das wohlige Gefühl moralischer Überlegenheit zu verschaffen.
Wer im Stadion mit einem Boykott-Schild gewedelt hat, und dann mit seinem VW (Einer der größten Aktionäre und damit Arbeitgeber - Katar) heim fährt, hat nichts weiter getan, als sich selbst zu befriedigen und zu betrügen.

Es ist eine Albernheit, auf Katar einzuprügeln, wenn gleich gegenüber am Golf mit Irak und Iran zerfallende Gesellschaften zu beobachten sind, um die Ecke in Somalia das Recht des größeren Kalibers gilt oder in Mali Frauen als Geiseln genommen werden. Jetzt können Sie sagen - ja aber dort ist doch keine WM. Gegenfrage- welche Bedeutung hat eine Fußball-WM bei der Bewertung menschenrechtlicher Standards?

Oder anders herum - aus Sicht der Katarer ist z.B. das deutsche Gesundheitssystem einfach menschenunwürdig. Haben Sie schon mal von katarischen Aktivisten gehört, die deshalb die Berliner Philharmonie boykottieren?

Wer es schafft, sich von Symbolen zu befreien, um sich mit Vernunft den Problemlösung zuzuwenden, und an der einen oder anderen Stelle sich auch mal einzugestehen, dass man bestimmte Probleme momentan nicht lösen kann, der tut mehr für die Menschen als die Heerscharen von aktivistischen Akteuren zusammen.
Wir werden aus Deutschland heraus heute weder den Menschen in Nepal helfen können, noch die Gesellschaft in Katar verändern noch das Weltklima retten. Spätestens nach der krachenden Niederlage in Afghanistan sollte das jedem klar sein. Wir können aber unser Land besser machen - aber schon das tun wir nicht mehr. Dafür fehlt uns durch das Setzen all der vielen Symbole wohl irgendwie die Zeit. Oder noch anders - offensichtlich fehlt ja wohl Herrn Neuer durch die vielen Interviews zum Thema Regenbogen die Zeit, darüber nachzudenken, wieso er jetzt eigentlich dort ist. Das ist dann mal ein recht gutes, aber unfreiwilliges Sinnbild (Symbol) unserer aktuellen Gesellschaft.

18.11.2022

Thomas T., die Katarer können leben, wie sie wollen, aber man muss dorthin keine Fußball-WM vergeben. So einfach ist das.

Zum dortigen Gesundheitssystem: In Deutschland kommt jeder in den Genuss unserer aus meiner Sicht sehr guten ärztlichen Versorgung, der hier lebt und arbeitet. Ist das in Katar auch so?

18.11.2022

Sehr geehrter Herr Wolfgang L.

Schauen Sie die Doku von Herrn Hitzelsberger - da lernen Sie etwas über das katarische Gesundheitssystem, in dem der Emir für seine Staatsbürger jedwede Kosten, auch im Ausland übernimmt.

Und wenn Sie lesen würden - was Sie schreiben, würden Die feststellen, dass ich die Fußball-WM für Unsinn halte. Dafür mache ich aber die FIFA und nicht Katar verantwortlich. Man schabt sich in Deutschland mal wieder am falschen Baum

18.11.2022

Herr T., da haben die Sklaven auf den Baustellen dann wohl Pech gehabt. Das sind nämlich keine katarischen Staatsbürger und das wissen Sie ganz genau.
Bei uns in Deutschland hat jeder, der hier lebt und arbeitet Zugang zum Gesundheitssystem. Die AfD würde das vermutlich ändern.

19.11.2022

Auf dem Punkt gebracht! FiFa ist ein korruptes Verein und wie überall dreht sich alles nur ums Geld, egal ob es sich um Politiker oder Fußballer geht.

18.11.2022

Natürlich würde ein groß angelegter Boykott DFruck auf das Regime ausüben, endlich mal Menschenrechte zu achten.

Das ist aber wohl gar nicht gewollt in der aktuellen politischen Lage. Während man auf die Gauner im Iran schimpft und diese mit Sanktionen belegt, schleimt man auf Teufel komm raus bei den menschenverachtenden Regimen in Qatar und Saudi Arabien. Das ist schon recht schäbig. Man sollte alle drei dieser Regime gleich behandeln. Nur dann wird sich was ändern.

17.11.2022

Ich kann gut und gerne auf die WM-Spiele verzichten, wenn ich an die Umstände denke, wie die Vergabe dieser WM zustande ge-
kommen ist und als ich die mutigen Dokumentationen von Jochen Breier und Thomas Hitzelsberger gesehen habe. Die Reise nach
Katar wollte ich überhaupt nicht, auch wenn ich sie mir leisten könnte.
Im Übrigen: Warum steht Jens Spahn, der wie Hitzelsberger bekennender Homosexueller, nicht auf, um sich dagegen zu wehren,
dass der katarische WM-Botschafter Homosexualität als "geistigen Schaden" diffamiert ?
Obwohl ich persönlich nicht homosexuell bin, glaube ich, dass Homosexualität einer der vielen Markenzeichen von Demokratie
ist, für die es sich zu kämpfen lohnt. Auch das autokratische Putin-Russland ist gegen Homosexuallität.

17.11.2022

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut (Goethe)

18.11.2022

„Homosexualität - ist- eines der vielen Markenzeichen von Demokratie“
Himmel hilf - dann waren die alten Mazedonier unter Alexander dem Großen, mit ihren Sklaven und dem Gedanken die Welt militärische zu erobern also Superdemokraten. Den Homosexuell waren die wohl offener als wir heute.

Demokratie ist eine Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens, die auf dem Streit der Argumente und Wahlen und dem friedlichen Wechsel von Regierungen beruht. Am Ende kann in einer Demokratie auch das „falsche“ Argument gewinnen, wenn es den Mehrheiten findet. Um das möglichst auszuschließen gibt es den Rechtsstaat, der, wenn er verfassungsbasiert ist, Werten folgt an denen sich die Inhalte der Abstimmung bemessen. Und in der deutschen Verfassung heißt es: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“
Nun ist das ja gerade mit Grünen so ein Ding. Die können ja mit dem deutschen Volk etwas weniger anfangen. Geschenkt.
Die Menschenrechte sind im „Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ von 1966 niedergelegt. Da steht nix von Homosexualität.

Am Ende ist es die Menschenwürde, die geachtet wird, wenn man niemanden daran bemisst, welche Form von Sexualität er ausübt. Das ist sein persönliches Ding und das ist ihm zu lassen. Dafür ist er weder zu benachteiligen noch zu bevorzugen. Den das ist ein Merkmal von Demokratie, dass jeder Entscheidungsfähige Mensch eine Stimme hat. Und keinerlei körperliche Merkmale wie Hautfarbe oder Sexualität oder Geschlecht ändern etwas daran. Da wären wir dann beim inneren Widerspruch linker Identitätspolitik, die ja nach Hautfarbe, Geschlecht und Sexualität sortiert, was reinster Rassismus ist. Und wenn es einem despotischen Monarchen gefällt, Homosexuelle zu akzeptieren, dann wird er auch das machen. Aber dann ist er immer noch kein Demokrat sonder bleibt ein despotischer Monarch.

Und was ist „mutig“ an dem, was Herr Hitzelsberger gemacht hat? Er hat im Auftrag des ÖR ein handwerklich gut gemachte aber in meinen Augen tendenziöse Dokumentation moderiert, da von vornherein feststand, was am Ende rauskommen sollte. Dafür ist er sicher auch ordentlich entlohnt wurde. Was ist daran mutig?

Und wieso muss nun ein homosexueller CDU-Mann „aufstehen“. Was, wenn das eine blonde Heterosexuelle von den Freien Wählern macht? Was hat Herrn Spahns Sexualität mit dem Eintreten von unveräußerlichen Menschenrechte zu tun? Siehe Oben - aus seiner Sexualität geht für Herrn Spahn weder ein besonderes Recht, noch eine besondere Pflicht hervor. Das ist rechtsstaatliche Demokratie.


17.11.2022

Einzig und allein Schönmalerei durch die Fifa. Alleinig die finanzielle Seite hat für die Vergabe eine Rolle gespielt. Und dann ist da leider immer auch noch die Seite, auf der deutsche Unternehmen Übertragungsrechte zu weit überhöhten Geldern kaufen! Hier fragt man sich auch, muss das denn wirklich sein?