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Niko Kovac und das wachsende Vertrauen in Dortmund

Porträt

Niko Kovac und das wachsende Vertrauen in Dortmund

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    BVB-Coach Niko Kovac trifft mit seiner Mannschaft am Samstag auf den FC Bayern.
    BVB-Coach Niko Kovac trifft mit seiner Mannschaft am Samstag auf den FC Bayern. Foto: Christoph Reichwein, dpa

    Für grenzenloses Vertrauen sprach das Vertragswerk nicht gerade. Gerade mal 17 Monate lief der Kontrakt, den Niko Kovac im Februar 2025 bei Borussia Dortmund unterzeichnet hatte. Das ist eine Gestaltung, die sich an der Realität orientiert. Oftmals werden Verträge mit Trainern über eine Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. In der Bundesliga gibt es einen Trainer, der länger als drei Jahre bei seinem Verein ist: Heidenheims Frank Schmidt. In Kovac und Borussia Dortmund trafen zwei Taumelnde aufeinander, die einander stützten. Und wäre es schiefgegangen, hätte der BVB keine allzu üppige Abfindung zahlen müssen.

    Der Ruhrpottklub war ins beliebige Mittelfeld der Tabelle gestürzt, Kovac war zuvor nicht mal mehr für den beliebigen Mittelfeld-Klub aus Wolfsburg gut genug, wo man ihn ein Jahr zuvor entlassen hatte. Davor hatte er noch im mondänen Monaco trainiert. Wiederum davor war er an der größten Aufgabe im deutschen Fußball nur halb gescheitert. In der ersten Saison mit dem FC Bayern hatte er noch das Double gewonnen, die zweite Spielzeit aber nahm ein schnelles Ende für ihn. Ein 1:5 bei Eintracht Frankfurt war des Schlechten zu viel für die Münchner Bosse.

    Am Samstag trifft er als Trainer der Dortmunder auf den FC Bayern. Glaubt man Kovac, hegt er keinen Groll gegen seinen Ex-Verein. Der 54-Jährige ist ein freundlicher Typ, der mit den schnell zu lösenden Beziehungen im Profi-Fußball keine Probleme hat. Für den BVB besteht am Samstag die Chance, bis auf einen Punkt an die Münchner heranzurücken. Doch selbst, wenn das nicht gelingt, ist der Job des Trainers nicht gefährdet. Im Verein ist man ihm sehr dankbar, dass er in der vergangenen Saison die Mannschaft aus beinahe auswegloser Lage noch in die Champions League geführt hatte.

    Dabei holte das Team den Großteil der Punkte durch einen wenig originellen Spielstil. Hinten sicher stehen, vorne klappt schon irgendwas. So fuhr Kovac auch in der Vergangenheit seine Erfolge ein. Der größte dürfte der Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt gewesen sein – errungen gegen den FC Bayern. Er führte die Hessen von einem Abstiegskandidaten bis in den Europapokal und wechselte dann nach München. Nun also trifft man sich wieder, und anders als zu seiner Zeit beim Rekordmeister muss Kovac nicht das Gemecker der Vereinsoberen fürchten. Im August wurde sein Vertrag sogar bis 2027 verlängert. Das schaut schon fast nach Vertrauen aus.

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