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Österreichischer Erstligist Hartberg hat 19 Sponsoren auf seinem Trikot

Fußball

19 Sponsoren auf einem Trikot: Österreichischer Erstligist wirbt fleißig

Florian Eisele
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    Viel Werbung mit ein bisschen Trikot: Das Leiberl des TSV Hartberg ist maximal ausgenutzt.
    Viel Werbung mit ein bisschen Trikot: Das Leiberl des TSV Hartberg ist maximal ausgenutzt. Foto: TSV Hartberg

    Felix Austria, heute geht‘s hier mal wieder um dich! Genauer gesagt, um deinen Fußball. Du bist ein Land, in dem ein guter Kicker nicht einfach nur ein guter Kicker, sondern ein Ballesterer ist. Also einer, der gerne mal mit einem Ferserl ein Gurkel verteilt – also per Hacke einen Tunnel setzt. Eine Besonderheit, die den österreichischen Fußball seit jeher auszeichnet, ist der Umgang mit Sponsoren.

    Sturm Graz, der aktuelle Meister, heißt ja nicht einfach Sturm Graz, sondern SK Puntigamer Sturm Graz, benannt nach dem Hersteller eines Gerstensaftes. In den 90er Jahren sorgte Casino Salzburg im Uefa-Cup für Furore, bevor sich ein Getränkehersteller der Mozart-Stadt annahm.

    In Österreich wird auch noch die Hose für Sponsoren genutzt

    Und dann gibt es die Sache mit den Trikots. Die Arbeitskleidung der Kicker sieht schon immer aus wie eine doppelt und dreifach überklebte Liftfasssäule im 16. Gemeindebezirk: Wo Platz für einen Sponsor ist, findet ein Sponsor eben auch Platz. Traditionell wird im Land der Berge auch die Hose verwendet, um noch auf Spitzenprodukte hinzuweisen.

    Den Vogel – oder war‘s das Vogerl? – scheint nun aber der TSV Hartberg abgeschossen zu haben. Nicht weniger als 19 handgezählte Sponsorenschriftzüge finden sich auf dem neuen Trikot des Erstligisten wieder. Geworben wird, na klar, für Sportwetten. Aber auch Produktempfehlungen für Kokoswasser, Energiedienstleister, Medienunternehmen finden sich auf dem Shirt wie ein Hinweis auf den Spermbooster, mit dem die Fruchtbarkeit des Mannes signifikant gestärkt wird. Das ist selbst für österreichische Verhältnisse durchaus besonders.

    Hartberg-Trainer Schmid über das Trikot: „Mittlerweile ist es Kult“

    Seit der Vorstellung des Shirts geht der TSV Hartberg viral. Auf sozialen Medien wird gefragt, ob sich unter all den Sponsoren denn noch ein Trikot versteckt habe. Trainer Manfred Schmid sieht's gelassen, wie er gegenüber der Kronenzeitung sagte: „Am Anfang war‘s etwas befremdlich – mittlerweile ist es Kult.“ Immer wieder werde er auf das Trikot angesprochen. Dass für allerlei Produkte aus allen Sparten geworben werde, habe auch eine gewisse Exklusivität zur Folge, sagte Schmid: „Mittlerweile ist es extrem schwierig für einen Sponsor, auf das Leibchen zu kommen.“ Wohl wahr, es ist ja kaum noch Platz auf dem Leiberl. Auf sein Gehalt habe sich die Flut an Sponsoren bislang bislang nicht ausgewirkt, so Schmid.

    Ist das jetzt weltrekordverdächtig? Leider nein. Den Rekord für die meisten Werbepartner auf einem Shirt hält ein Verein aus Brasilien: Der Drittligist aus Ponta Grossa lief vor eineinhalb Jahren mit 29 Sponsoren auf. Sogar in den Rückennummern fanden sich noch Produktplatzierungen. Das wäre dem TSV Hartberg aber dann wohl doch zu kommerziell.

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