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Olympia: Deutschland nominiert 183 Wintersportler für Mailand und Cortina

Olympische Winterspiele 2026

Olympia-Nominierung: Deutschland schickt 183 Wintersportler auf Medaillenjagd

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    Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport DOSB und Chef de Mission des Olympia-Teams, sieht Deutschland nach wie vor als Sportnation.
    Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport DOSB und Chef de Mission des Olympia-Teams, sieht Deutschland nach wie vor als Sportnation. Foto: Peter Kneffel, dpa

    Knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo am 6. Februar stehen nun die fixen Nominierungen für das Team Deutschland fest. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) verkündete in München den offiziellen Kader und schickt 183 Wintersportlerinnen und -sportler nach Italien, die auf Eis und Schnee für Deutschland die Medaillen holen sollen.

    DOSB-Vorstand Olaf Tabor: „Wir sind und bleiben eine Sportnation.“

    Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport des DOSB, sprach dabei von einer guten Mischung, die nach Italien reisen werde, um die Medaillenhoffnungen für Deutschland zu erfüllen. „Wir sind und bleiben eine Sportnation und wir wollen auch bei diesen Spielen vorn mit dabei sein“, zeigt sich Tabor zuversichtlich. Insbesondere der Standort Cortina d’Ampezzo soll dabei eine gewichtige Rolle spielen. Dort finden unter anderem die Rodel- und Bobwettbewerbe statt, und geht es nach Tabor, dann kann die neu gebaute Bahn für Deutschland eine „goldene Eisbahn“ werden.

    Bob- und Rodelathleten sollen für „goldene Eisbahn“ bei Olympia sorgen

    Bobpilot Johannes Lochner peilt in Cortina seine erste Olympiagoldmedaille an.
    Bobpilot Johannes Lochner peilt in Cortina seine erste Olympiagoldmedaille an. Foto: Denis Balibouse/REUTERS POOL/KEYSTONE, dpa

    Speziell die Bobcrews um Johannes Lochner und Francesco Friedrich sind heiß gehandelte Podestkandidaten. Bei den Frauen sind die Pilotinnen Laura Nolte und Lisa Buckwitz beim Kampf um Edelmetall zu beachten. Bei den Rodelwettbewerben sollen unter anderem Dauerbrenner Felix Loch und Weltmeister Max Langenhahn, sowie Julia Taubitz oder Anna Berreiter auf das Stockerl fahren. Und auch die Doppelsitzer gehen favorisiert in die Winterspiele. Der erfahrene Bayern-Express um Tobias Wendl und Tobias Arlt ist bereits zum vierten Mal bei Olympia dabei und gilt auch dieses Mal wieder als Goldhoffnung.

    Biathleten Lucas Fratzscher und Selina Grotian bei Olympia dabei

    Doch nicht nur im Eiskanal soll sich der Erfolg einstellen. Tabor sehe bei diesen Olympischen Spielen ein ähnliches, wenn nicht sogar „ein wenig besseres“ Medaillenpotential, als vor vier Jahren in Peking, als das deutsche Team 27-mal Edelmetall holte. Ob die Biathleten dazu beitragen können, wird sich zeigen. Bisher verlief die Saison eher schleppend. Lucas Fratzscher und David Zobel schafften auf den letzten Drücker den Sprung ins Team und sollen mit Philipp Nawrath, Philipp Horn und Justus Strelow Erfolge einfahren. Bei den Frauen konnte sich Selina Grotian doch noch qualifizieren und wird in Antholz mit Franziska Preuß das deutsche Frauenteam anführen.

    Selina Grotian sicherte sich in Ruhpolding einen Platz bei den Olympischen Spielen.
    Selina Grotian sicherte sich in Ruhpolding einen Platz bei den Olympischen Spielen. Foto: Sven Hoppe, dpa

    Die größte Abordnung der 85 Olympionikinnen und 98 Olympioniken stellen die beiden Eishockeyteams. Das Frauen- und Männerteam reist mit 48 Sportlern an, und besonders bei den Männern ist die Vorfreude groß, da in Mailand die komplette NHL-Riege mit von der Partie sein wird. Fabio Wagner vom EHC Red Bull München freut sich auf die Herausforderung, stellte aber klar, dass sich das deutsche Team keineswegs verstecken müsse.

    Nordische Kombination soll auch in Zukunft olympisch sein

    In der Nordischen Kombination treten aufgrund von Quotenkürzungen nur noch drei Athleten an. Die Oberstdorfer Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Johannes Rydzek sind nominiert und möchten die Erfolgsgeschichte der Kombinierer weiterschreiben. Wie lange das überhaupt noch möglich sein wird, ist jedoch fraglich. Denn die Kombi-Wettbewerbe stehen für die nächsten Spiele auf der Kippe. Diesbezüglich versicherte Tabor den Kombinierern die volle Unterstützung, um diese Traditionsdisziplin auch in Zukunft bei Olympia zu sehen.

    Vinzenz Geiger möchte in der Nordischen Kombination beim Olympia die Medaillenhoffnungen erfüllen.
    Vinzenz Geiger möchte in der Nordischen Kombination beim Olympia die Medaillenhoffnungen erfüllen. Foto: Matthias Schrader, dpa

    Skispringer Karl Geiger verpasst Olympia

    Im Ski-Alpin stehen bei den Frauen mit Jessica Hilzinger, Emma Aicher, Kira Weidle-Winkelmann und Lena Dürr vier Fahrerinnen am Start. Bei den Männern steht die offizielle Bekanntgabe noch aus, da die finale Zuteilung der Quotenplätze noch nicht bekannt ist. Einige arrivierte Kräfte müssen sich den Höhepunkt des Jahres jedoch von zu Hause aus anschauen. Darunter Skispringer Karl Geiger oder die Doppelsitzer-Weltmeister Paul Gubitz und Hannes Orlamünder. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Geiger scheiterte an der vom Verband vorgegebenen Norm und Team Orlamünder/Gubitz fiel der starken internen Konkurrenz zum Opfer.

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