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Olympia
06.12.2021

USA verkünden diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele

Die amerikanische Regierung wird keine offiziellen Vertreterinnen und Vertreter nach China schicken, sie erklären den diplomatischen Boykott.
Foto: Nick Wass, AP/dpa

Die amerikanischen Sportlerinnen und Sportler werden, sofern sie an den Olympischen Spielen teilnehmen, nicht von offiziellen Vertretern der Regierung begleitet.

Die USA haben einen diplomatischen Boykott der Olympischen Spiele in China im kommenden Jahr angekündigt. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, sagte am Montag in Washington, die Regierung von Präsident Joe Biden werde keine diplomatischen oder offiziellen Vertreter zu den Olympischen Spielen nach China schicken. Hintergrund seien der fortdauernde "Genozid" in der autonomen Region Xinjiang und andere Menschenrechtsverletzungen.

Amerikanische Athletinnen sollen über ihre Teilnahme entscheiden

Die US-Regierung werde die amerikanischen Athleten von zu Hause aus anfeuern, sagte Psaki weiter. Auf die Frage, warum die US-Regierung von einem kompletten Boykott der Spiele absehe, sagte Psaki, man habe die Sportler, die intensiv für die Spiele trainiert hätten, nicht bestrafen wollen. Und die Regierung sei der Meinung, dass auch durch diesen Schritt eine "klare Botschaft" ausgesendet werde. Psaki betonte, die US-Regierung habe internationale Partner über die Entscheidung informiert und überlasse es ihnen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen.

Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis 20. Februar 2022 in China statt. Dem autoritär regierten Land werden von vielen Seiten Menschenrechtsverletzungen, vor allem gegen Minderheiten wie den muslimischen Uiguren, vorgeworfen. Menschenrechtsgruppen nennen als Beispiele für chinesische Repressalien die autonome Region Xinjiang, Tibet und Hongkong. Immer wieder werden daher Boykottforderungen mit Blick auf die dortigen Winterspiele laut. Zwischen den USA und China gibt es wegen der Menschenrechtslage, aber auch wegen diverser anderer Streitthemen große politische Spannungen. (dpa)

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07.12.2021

Da fällt mir die alte Redensart ein:
"Was kümmert es die Eiche, wenn sich das Schwein daran reibt"
Das sind doch alles nur plakative Maßnahmen, während parallel sowohl in den USA und in Europa große Geschäfte mit der Großmacht China getätigt werden.

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