Die olympische Flamme von Mailand und Cortina d‘Ampezzo ist erloschen. Die Abschlussfeier am Sonntag, 22. Februar, in Verona beendete die 25. Olympischen Winterspiele, die nach zwei Jahrzehnten nach Europa zurückkehrten. Doch Sportfans wissen: Nach den Olympischen Spielen geht es für die Para-Athleten in ihren Wettbewerben weiter um Medaillen. Für das Team D (für Deutschland) gehen in Italien über 40 Sportlerinnen und Sportler an den Start. Einige von ihnen sind gebürtige Bayern.
Paralympics 2026: Diese bayerischen Sportler sind für Deutschland dabei
Bei den vergangenen Paralympischen Winterspielen in Peking 2022 holte das Team D gleich 19 Medaillen – viermal standen deutsche Para-Athleten dabei ganz oben und sicherten sich Gold.
Einige dieser erfolgreichen Sportlerinnen und Sportler gehen auch in Italien an den Start. Die Para-Ski-Alpin-Spezialistin Anna-Maria Rieder aus Garmisch-Partenkirchen gewann in Peking Bronze im Slalom-Wettbewerb. Ein Jahr später wurde sie Weltmeisterin in der Abfahrt. Für die 26-Jährige sind es bereits die dritten Paralympics. In Italien tritt sie in allen fünf alpinen Disziplinen an.
Zu den bayerischen Teilnehmern mit Paralympics-Erfahrung zählt auch der zweifache Weltmeister Marco Maier. Der Oberstdorfer geht sowohl im Para-Biathlon als auch im Para-Langlauf an den Start. Nach Peking sind die Spiele von Milano-Cortina seine zweite Erfahrung auf der großen Bühne der Paralympics. Dabei stand er bereits bei seiner Premiere vor vier Jahren auf dem Podium. In China gewann Maier gleich zweimal Silber.
Dem Oberpfälzer Christopher Glötzner fehlt hingegen noch eine Medaille. Der Para-Skifahrer hat bei Weltmeisterschaften bereits zwei Top-10-Platzierungen eingefahren. In Italien nimmt der Medizinstudent an drei Para-Ski-Alpin-Disziplinen teil. Neben dem Slalom und Riesenslalom geht er auch im Super-G an den Start.
Paralympics-Premiere: Diese Bayern sind zum ersten Mal dabei
Neben den Paralympics-erfahrenen Athleten Rieder, Maier und Glötzner fahren einige Bayern zum ersten Mal zu dem Wettbewerb. Dazu gehört der Para-Eishockey-Spieler Veit Mühlhans aus Benediktbeuern. Abseits der Paralympics spielt der Oberbayer unter anderem bei den ESV Dachau Woodpeckers.
Zudem feiert auch Maximilian Weidner seine Paralympics-Premiere. Der Passauer fährt beim WSV-DJK Rastbüchl Ski. Er geht im Para-Langlaufteam für Deutschland an den Start.
Besonders aufgeregt dürfte Maya Fügenschuh sein. Die 17-Jährige aus Bad Hindelang im Allgäu ist die jüngste Athletin im deutschen Paralympics-Team. Sie tritt zusammen mit ihrem Guide Johanna Holzmann aus Memmingen im Para Ski Alpin an. Die Schülerin wird sowohl am Slalom- als auch am Riesenslalom-Wettbewerb in Italien teilnehmen.
Paralympics in Italien: Alle Infos zum sportlichen Großevent
Die Para-Athleten nutzen vom 6. bis zum 15. März die internationale Bühne, um bei den Paralympics sportliche Höchstleistungen zu zeigen. Mit dabei sind mehr als 660 Para-Sportlerinnen und -Sportler aus rund 50 Nationen. Zu den paralympischen Disziplinen gehören Para-Biathlon, Para-Eishockey, Para-Skilanglauf, Para-Ski-alpin, Para-Snowboard und Rollstuhlcurling.
Die Paralympischen Winterspiele haben nicht nur einen anderen Zeitraum als die Olympischen Winterspiele, sondern auch ein anderes Logo. Zudem gibt es einen Maskottchen-Wechsel in Mailand und Cortina. Während der Olympischen Winterspiele wurde Hermelin Tina – kurz für Cortina – zum Liebling der Zuschauer und Athleten. Bei den Paralympics wird Maskottchen Milo – kurz für Milano – für Begeisterung auf und neben den Sportstätten sorgen.
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