Zu den Herausforderungen des Reisens gehört es, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Zumindest, wenn es um das Packen geht. Zu den prägenden Erinnerungen der Kindheit gehört es, wie sich der Vater daran versucht, den Kofferraum des Mittelklasse-Wagens für die zweiwöchigen Ferien an der Adria mit den Koffern der Familie zu bestücken. Urlaub ist, wenn Mama Ratschläge erteilt und Papa flucht. Flugreisen reduzieren den Hausstand für die schönste Zeit des Jahres auf 23 Kilogramm pro Person.
Wer in der Fremde die Heimat nicht missen will, wählt das Wohnmobil. Darin lassen sich auch Gartenzwerge und Heißluftfritteuse transportieren. Man mag mit leichtem Gepäck am schnellsten reisen, aber zu Hause ist es eben doch am schönsten. Diesen Gegensatz aufzulösen, ist nicht jeder und jedem gegeben. Möglicherweise aber ist es auch gar kein Gegensatz.
55 Koffer mit persönlichen Gegenständen
An der Schweizer Grenze wurde unlängst eine Frau aufgehalten, die ob ihrer ungewöhnlichen Ladung das Interesse der Grenzbeamten auf sich zog. Die Mitarbeiter kontrollierten letztlich 55 Gepäckstücke, die sich im Transporter befanden – die Mehrzahl davon Koffer. Die Frau war aus dem Urlaub zurückgekehrt und gab an, dass sie keine zu verzollenden Güter mit sich führt. Am Ende der Kontrolle stand fest: Das stimmt. Es handelte sich ausschließlich um persönliche Gegenstände. Keine Hinweise auf Schmuggelei oder anderweitige Zollverstöße.
Offensichtlich hatte die Dame schlicht lieber mehr als weniger Heimat dabei in der Ferne. Es besteht ja auch kein Zwang, sich auf Reisen zu beschränken. Urlaub ist, wenn man sich wohlfühlt. Sich beim Packen zurückzunehmen, bedeutet meistens Stress. Weiß vor allem der Vater am Kofferraum.
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