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Skiunfall: Managerin: Schumacher wird aus künstlichem Koma geholt

Skiunfall

Managerin: Schumacher wird aus künstlichem Koma geholt

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    Die Ärzte haben damit begonnen, Michael Schumacher aus dem künstlichen Koma zu holen.
    Die Ärzte haben damit begonnen, Michael Schumacher aus dem künstlichen Koma zu holen. Foto: Rainer Jensen/dpa

    Michael Schumacher soll nach seinem schweren Skiunfall vor einem Monat schrittweise aus dem künstlichen Koma geholt werden. "Michaels Narkosemittel werden seit Kurzem reduziert, um ihn in einen Aufwachprozess zu überführen, der sehr lange dauern kann", teilte seine Managerin Sabine Kehm am Donnerstag mit.

    Ursprünglich sei geplant gewesen, dies erst bekanntzugeben, "wenn sich dieser Prozess konsolidiert hat", erklärte Kehm. Über Zwischenschritte bei diesem Prozess "werden wir keine Auskunft geben". In den vergangenen Tagen hatten mehrere Medien berichtet, Schumacher werde aus dem künstlichen Koma geholt.

    Die Managerin fügte hinzu, dass die Familie von Schumacher "erneut um Respekt für ihre Privatsphäre" bitte und darum, das Arztgeheimnis zu wahren und die behandelnden Ärzte nicht zu stören. Zugleich bedanke sich die Familie noch einmal für die weltweite Anteilnahme.

    Patienten bekommen von der Aufwachphase nichts mit

    Professor Josef Zentner, ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg, sagte in einem Interview, dass Patienten von der Aufwachphase nichts mitbekommen würden. "In der Regel ist die Erinnerungslücke so groß, dass sie auch das Unfallgeschehen miteinbezieht", erklärte Zentner.

    Die französischen Sportzeitung „L’Équipe“ berichtet, dass Michael Schuhmacher während des Aufwachprozesses mit den Augen geblinzelt habe und beruft sich dabei auf Quellen aus der Klinik in Grenoble.

    Medizinische Prognosen können bei einem Schädel-Hirn-Trauma und anschließendem künstlichen Koma sehr unterschiedlich ausfallen. "Ärzte setzen einen Patienten nur dann drei oder vier Wochen in künstliches Koma, wenn die Situation des Gehirns sehr ernst ist", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neurointensiv- und Notfallmedizin (DGNI), Andreas Ferbert.

    Folgeschäden unklar

    Sicher ist nur, dass die Hirnleistung sich verschlechtere, je länger ein künstliches Koma aufrechterhalten werden müsse, sagte Ferbert. Ob der ehemalige Formel 1-Pilot Folgeschäden zu befürchten hat, kann aber erst nach Monaten abschließend beurteilt werden. Dann können die Mediziner feststellen welche Beeinträchtigungen dauerhaft sind und welche vom Gehirn zurückgebildet werden können.

    Schumacher war am 29. Dezember im französischen Skigebiet Méribel in Savoyen gestürzt, als er mit einigen Freunden und seinem 14-jährigen Sohn unterwegs war und abseits der Piste fuhr. Er erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, wurde in ein künstliches  Koma versetzt und schwebte lange in Lebensgefahr. Sein Zustand wurde zuletzt als "stabil" bezeichnet. (nos, dpa, afp)

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