Das muss ein edler Tropfen sein, den sich Joshua Kimmich und seine Kickerkumpel aus der Nationalmannschaft gönnen wollen. Jedenfalls hat DFB-Funktionär Andreas Rettig dem Team ein hochprozentiges Getränk versprochen. Vielleicht ein Mezcal mit eingelegten Raupen drin? Oder es handelt sich um den Sake, der im Weltall fermentiert wurde und kürzlich bei einer Auktion für 600.000 Euro verkauft wurde.
Mit seiner Aussage über „einen Schnaps mehr“ für die Nationalspieler gab Rettig das Rätsel auf. Das Zitat ist natürlich aus dem Zusammenhang gerissen, was den Journalisten gerne vorgeworfen wird. Deshalb hier die ganze Geschichte: Der Deutsche Fußball Bund (DFB) hat sich mit den Nationalspielern auf die WM-Prämie geeinigt. Sport-Geschäftsführers Rettig will vor dem Turnier diesmal jedoch keine konkreten Zahlen als stufenweise Prämien für die Nationalspieler nennen. „Ich kann nur so viel sagen: Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, dann gibt es mehr als in Katar, weil auch deutlich mehr reinkommt.“
WM wird für viele Länder ein Verlust-Geschäft
Für den Titelgewinn bei der WM 2022 in Katar hätte es 400.000 Euro gegeben, genauso bei der EM 2024. „Wenn viel Geld reinkommt, können wir auch viel ausschütten“, sagte Rettig. Der Weltverband Fifa zahlt als Prämie an den Weltmeister 50 Millionen US-Dollar. Für den Finaleinzug gibt es 33 Millionen. Die höchste Spielerprämie vom DFB kassierten bislang die letzten deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.
Bezugnehmend auf ein gemeinsames Gespräch mit Sportdirektor Rudi Völler und Nationalmannschaftskapitän Kimmich fügte Rettig an: „Was uns gefallen hat im Gespräch war die totale Leistungsbereitschaft der Mannschaft, dass sie sagen: Am Anfang geht die Prämie halt gegen null, dafür wollen wir hinten raus, wenn wir Weltmeister werden, aber auch einen Schnaps mehr.“
Fußball-WM wird nicht nur für die Fans ein teurer Spaß
Die WM in den USA, Kanada und Mexiko wird nicht nur für die Fußball-Fans ein teurer Spaß. Rettig verriet, dass das Turnier für die meisten europäischen Verbände, die nicht ins Halbfinale kommen, ein Verlustgeschäft werde. Nicht nur auf die Fußball-Fans, auch auf die Teams kommen hohe Logistik-Kosten zu.
Um im Rettig-Jargon zu bleiben, gönnt sich die Mannschaft im Erfolgsfall einen kräftigen Schluck aus der Pulle. Für den WM-Pokal gibt es für jeden Spieler 400.000 Euro plus einen Schnaps, wie teuer der auch immer sein mag. Darauf einen Dujardin.
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