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Trump fordert Umbenennung von US Sportteams: Redskins und Indians statt Commanders und Guardians

Glosse

Redskins statt Commanders, Raider statt Twix: Trump fordert Umbennenung von Sportteams

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    Sieht auch den Sport als politische Bühne: Donald Trump als Gast beim Super Bowl.
    Sieht auch den Sport als politische Bühne: Donald Trump als Gast beim Super Bowl. Foto: Ben Curtis, dpa

    Es ist nicht bekannt, ob Donald Trump ein emsiger Faschingsfreund ist, der die fünfte Jahreszeit traditionell als Indianer gefeiert hat. Keiner weiß mit Sicherheit, ob der heutige US-Präsident mit „Negerküssen“ in der Hand eine Polonaise von Blankenese bis hinter Wuppertal gefeiert hat und sich am Abend noch ein Schnitzel mit Zigeunersoße hat schmecken lassen, bis mal wirklich die Löcher aus dem Käse geflogen sind.

    Trump hat nach eigenen Angaben jedenfalls ein großes Herz für die Ureinwohner des nordamerikanischen Kontinents: „Die Indianer werden sehr ungerecht behandelt. MAKE INDIANS GREAT AGAIN!“ schrieb der US-Präsident auf seinem Social-Media-Kanal Truth Social. Das schlimmste, das den Indianern seit General Custer geschehen ist, hat sich laut Trump vor kurzer Zeit im US-Sport zugetragen. Im Jahr 2022 benannten sich sowohl die Washington Redskins aus der NFL als auch das Baseball-Team der Cleveland Indians um: In Washington gibt es seither die Commanders, in Cleveland die Guardians. Hintergrund: Die Begriffe Redskins – also „Rothäute“ – und Indians werden mitunter als beleidigend gegenüber den Ureinwohnern angesehen.

    Trump setzt die Washington Commanders beim Stadionneubau unter Druck

    Aber eben halt nicht beim US-Präsident. Der forderte die beiden Teams auf, sich umgehend wieder zu den alten Vereinsnamen zu bekennen. Andernfalls, so Trump, könnte es beim geplanten Neubau des Stadions in Washington ein paar Problemchen geben. Eigentlich ist dort bereits alles geregelt – aber was heißt das schon?

    Dem Vernehmen nach soll das aber nur der erste Schritt sein, den Trump auf den Weg bringen will. Dass aus Raider Twix wurde und sich ansonsten nix ändern sollte – von wegen! Was ist denn mit den Tiefkühlschätzen der Heißen Hexe geschehen? Nicht nur der Schokoriegel muss doch wieder den alten Namen erhalten. Musste es denn sein, dass sich Zaire in DR Kongo umbenennt? War ein Namenswechsel für Steven Demetre Georgiou hin zu Cat Stevens denn nicht genug? Musste es dann auch noch Yusuf Islam werden? Und überhaupt, kann dieses Fachchinesisch bei den Sportverletzungen ein Ende haben? Aus dem Riss des Syndesmosebands, das es doch ohnehin nicht gibt, wird jetzt wieder die gute alte Knöchelverletzung. Wer jetzt erzählt, dass er sich an der ischiocruralen Muskulatur verletzt hat (auch als Hamstring bezeichnet), soll mal schön die Klappe halten und sagen, dass er ein Hinternschmerzen hat. Und diesen Quatsch mit der Schambeinentzündung lassen wir auch wieder sein. Es nennt sich Becken-Aua. Der Vorteil: Alle Verletzungen lassen sich auch einfach rauslaufen. Die gute alte Zeit, sie ist manchmal nur eine Namensgebung entfernt. Darauf ein Raider mit einer Heißen Hexe frisch aus der Mikrowelle.

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