Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 erstmals in drei Ländern gleichzeitig ausgetragen: den USA, Kanada und Mexiko. Mit 48 teilnehmenden Mannschaften ist es die historisch größte WM. Der neue Modus sieht zwölf Gruppen mit jeweils vier Teams vor, anschließend geht es über eine zusätzliche K.-o.-Runde bis ins Finale.
Wer die Spiele live verfolgen möchte, sollte sich frühzeitig über die Übertragung informieren. Auch das Interesse an den Tickets für die WM ist groß, da viele Begegnungen bereits im Vorfeld als Publikumsmagneten gelten. Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick zudem auf den DFB-Kader, der die Hoffnungen auf einen erfolgreichen Turnierverlauf tragen soll. Neben den aktuellen Entwicklungen lohnt sich auch ein Blick auf die bisherigen Sieger der Fußball-Weltmeisterschaft, die die Geschichte des Turniers geprägt haben.
Wer ist in der Gruppe J vertreten? Wie sind die Teams aufgestellt? Alle Infos zu den Mannschaften und Kadern der Gruppe J finden Sie hier im Überblick.
Argentinien: Der amtierende Weltmeister bei der WM 2026
Wirft man einen Blick auf die WM-Historie, zeigt sich, Argentinien zählt zu den erfolgreichsten Nationalmannschaften der Fußball-Geschichte. Die „Albiceleste“ gewann die Weltmeisterschaft bereits dreimal und wurde 1978, 1986 und zuletzt 2022 Weltmeister. Bei der WM 2026 gehört Argentinien erneut zum erweiterten Favoritenkreis.
In der FIFA-Weltrangliste belegt das Team derzeit Platz 3. Insgesamt absolvierte die Nationalmannschaft bislang 88 WM-Spiele, von denen 47 gewonnen wurden. Hinzu kommen 17 Unentschieden und 24 Niederlagen. Mit Blick auf die WM-Historie, die große Turniererfahrung und die aktuelle Platzierung in der FIFA-Weltrangliste geht Argentinien mit den besten Voraussetzungen in die Gruppe J. Die „Albiceleste“ zählt damit zu den aussichtsreichsten Kandidaten auf den Einzug in die K.-o.-Runde.
Das Team wird von Lionel Scaloni trainiert. Der ehemalige Nationalspieler übernahm die Mannschaft 2018 zunächst als Interimslösung nach dem frühen WM-Aus in Russland. Unter seiner Führung entwickelte sich Argentinien wieder zu einer der stärksten Mannschaften. Zu seinen größten Erfolgen zählen der Gewinn der Weltmeisterschaft 2022 sowie die Copa-América-Titel 2021 und 2024.
Zahlreiche Spieler aus dem Weltmeisterkader von Katar 2022 sind erneut im Kader für die WM 2026 dabei. Angeführt wird die Mannschaft von Kapitän Lionel Messi, der an seiner sechsten Weltmeisterschaft teilnimmt. Trotz leichter Oberschenkelprobleme wurde der bald 39-Jährige erwartungsgemäß in den Kader berufen. Zu den weiteren Leistungsträgern gehören Torhüter Emiliano Martínez sowie Stürmer Julián Álvarez. Mit Exequiel Palacios von Bayer Leverkusen steht zudem ein Bundesliga-Profi im Aufgebot.
Eine komplette Kaderübersicht finden Sie hier:
Tor
- Emiliano Martínez
- Gerónimo Rulli
- Juan Musso
Abwehr
- Leonardo Balerdi
- Nicolás Tagliafico
- Gonzalo Montiel
- Lisandro Martínez
- Cristian Romero
- Nicolás Otamendi
- Facundo Medina
- Nahuel Molina
Mittelfeld
- Leandro Paredes
- Rodrigo De Paul
- Valentín Barco
- Giovani Lo Celso
- Exequiel Palacios
- Enzo Fernández
- Alexis Mac Allister
- Nicolás González
- Thiago Almada
Angriff
- Julián Álvarez
- Lionel Messi
- Giuliano Simeone
- Nico Paz
- José Manuel López
- Lautaro Martínez
Österreich bei der WM 2026: Der Kader im Überblick
Österreich blickt auf eine lange WM-Geschichte zurück, auch wenn die größten Erfolge bereits einige Jahrzehnte zurückliegen. Das beste Ergebnis der Nationalmannschaft ist der dritte Platz bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz. Zuletzt nahm das ÖFB-Team 1998 in Frankreich an einer WM-Endrunde teil und schied damals in der Gruppenphase aus. Insgesamt bestritt Österreich bislang 29 WM-Spiele. Insgesamt haben sie 12 Siege, 4 Unentschieden und 13 Niederlagen.
In der FIFA-Weltrangliste belegt Österreich derzeit Platz 24. Österreich darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Einzug in die K.-o.-Phase machen. Während Argentinien als Favorit auf den Gruppensieg gilt, könnte für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick primär das Auftaktspiel gegen Jordanien richtungsweisend werden. Ein Erfolg würde die Ausgangslage für die weiteren Gruppenspiele deutlich verbessern.
Seit April 2022 ist Ralf Rangnick Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft. Der Deutsche gilt als einer der einflussreichsten Trainer des modernen Fußballs und war unter anderem für Schalke 04, Hoffenheim, RB Leipzig und Manchester United tätig. Unter Rangnick hat sich Österreich sportlich weiterentwickelt. Nun führte er das Team nach der EM 2024 und auch zur Weltmeisterschaft 2026.
Im Kader finden sich mit Torhüter Florian Wiegele und Innenverteidiger David Affengruber auch zwei Neulinge. Zudem kehren mehrere Spieler nach Verletzungspausen zurück, darunter Sasa Kalajdzic, Michael Svoboda und Maximilian Wöber. Besonders Kalajdzic könnte mit seiner Kopfballstärke und Präsenz im Strafraum eine wichtige Rolle spielen. Mit Konrad Laimer vom FC Bayern München steht auch ein deutscher Meister im österreichischen Aufgebot. Insgesamt spielen 14 der nominierten Spieler in der Bundesliga. Dazu zählt auch Michael Gregoritsch vom FC Augsburg.
Eine genaue Übersicht finden Sie hier:
Tor
- Patrick Pentz
- Alexander Schlager
- Florian Wiegele
Abwehr
- David Affengruber
- David Alaba
- Kevin Danso
- Marco Friedl
- Philipp Lienhart
- Phillipp Mwene
- Stefan Posch
- Alexander Prass
- Michael Svoboda
Mittelfeld
- Christoph Baumgartner
- Carney Chukwuemeka
- Florian Grillitsch
- Konrad Laimer
- Marcel Sabitzer
- Xaver Schlager
- Romano Schmid
- Alessandro Schöpf
- Nicolas Seiwald
- Paul Wanner
- Patrick Wimmer
Angriff
- Marko Arnautović
- Michael Gregoritsch
- Saša Kalajdžić
Algerien bei der WM 2026: Wer steht im Kader?
Algerien ist bei der Weltmeisterschaft 2026 erstmals seit zwölf Jahren wieder vertreten. Die bislang erfolgreichste WM der „Wüstenfüchse“ war das Turnier 2014 in Brasilien, als die Mannschaft das Achtelfinale erreichte und dort erst nach Verlängerung gegen Deutschland ausschied. In bislang 13 WM-Spielen gelangen drei Siege und drei Unentschieden bei sieben Niederlagen. Die Nordafrikaner belegen aktuell Platz 29 der FIFA-Weltrangliste. Die Chancen Algeriens auf den Einzug in die K.-o.-Phase könnten in Gruppe J hauptsächlich in den Duellen mit Österreich und Jordanien liegen.
Der Trainer der algerischen Nationalmannschaft ist seit Februar 2024 Vladimir Petković. Der gebürtige Bosnier arbeitete zuvor unter anderem bei Lazio Rom, mit dem er 2013 den italienischen Pokal gewann, sowie bei der Schweizer Nationalmannschaft. Seit seinem Amtsantritt führte er Algerien zur Afrika-Cup-Endrunde 2025 sowie zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026.
Der endgültige Kader Algeriens für die Weltmeisterschaft 2026 steht fest:
Tor
- Melvin Mastil
- Oussama Benbot
- Luca Zidane
Abwehr
- Aïssa Mandi
- Achraf Abada
- Mohamed Amine Tougai
- Zineddine Belaïd
- Jaouen Hadjam
- Rayan Aït-Nouri
- Raïk Belghali
- Ramy Bensebaini
- Samir Chergui
Mittelfeld
- Ramiz Zerrouki
- Houssem Aouar
- Farès Chaïbi
- Hicham Boudaoui
- Nabil Bentaleb
- Ibrahim Maza
- Yassine Titraoui
Angriff
- Riyad Mahrez
- Amine Gouiri
- Anis Hadj Moussa
- Nadhir Benbouali
- Mohamed Amoura
- Adil Boulbina
- Farès Ghedjemis
Jordanien: Kader bei ihrer ersten WM 2026
Jordanien nimmt 2026 erstmals in seiner Geschichte an einer Fußball-Weltmeisterschaft teil. Die Nationalmannschaft belegt aktuell Platz 63 der FIFA-Weltrangliste und feiert damit ihre Premiere auf dem Spielfeld der WM. Zuvor war Jordanien einer WM-Teilnahme bereits einmal nahegekommen. In der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2014 erreichte das Team die interkontinentalen Play-offs, scheiterte dort jedoch an Uruguay.
Der Trainer der jordanischen Nationalmannschaft ist seit Juni 2024 Jamal Sellami. Der Marokkaner übernahm die Mannschaft nach der erfolgreichen WM-Qualifikation von seinem Landsmann Hussein Ammouta. Als Spieler nahm Sellami mit Marokko an der Weltmeisterschaft 1998 teil. Später arbeitete er als Trainer bei mehreren Vereinen in seinem Heimatland, darunter Raja Casablanca, mit dem er 2020 die marokkanische Meisterschaft gewann.
Der endgültige Kader Jordaniens für die Weltmeisterschaft 2026 lautet wie folgt:
Tor
- Yazeed Abulaila
- Nour Baniateyah
- Abdallah Alfakhori
Abwehr
- Mohammad Abuhasheesh
- Abdallah Nasib
- Husam Abudahab
- Yazan Alarab
- Mohammad Abualnadi
- Saleem Obaid
- Sa’ed Alrosan
- Ehsan Haddad
- Anas Badawi
Mittelfeld
- Amer Jamous
- Noor Alrawabdeh
- Raja’ei Ayed
- Ibrahim Sadeh
- Mohannad Abutaha
- Nizar Alrashdan
- Mohammad Aldaoud
Angriff
- Mohammad Abuzraiq
- Ali Olwan
- Mousa Altamari
- Odeh Fakhoury
- Mahmoud Almardi
- Ibrahim Sabra
- Ali Azaizeh
WM 2026: Spielplan der Gruppe J
Der Spielplan der Gruppe J umfasst die Begegnungen zwischen Argentinien, Algerien, Österreich und Jordanien. Die Vorrundenspiele werden zwischen dem 17. und 28. Juni 2026 ausgetragen. Hier finden Sie eine Übersicht über den Spielplan der Gruppe J mit allen Terminen und Anstoßzeiten der Vorrunde:
- 1. Spieltag, 17.06.2026, 3 Uhr: Argentinien – Algerien
- 1. Spieltag, 17.06.2026, 6 Uhr: Österreich – Jordanien
- 2. Spieltag, 22.06.2026, 19 Uhr: Argentinien – Österreich
- 2. Spieltag, 23.06.2026, 5 Uhr: Jordanien – Algerien
- 3. Spieltag, 28.06.2026, 4 Uhr: Algerien – Österreich
- 3. Spieltag, 28.06.2026, 4 Uhr: Jordanien – Argentinien
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