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WM 2026: Neue Regeln bei der Fußball-Weltmeisterschaft

WM 2026

WM 2026: Das sind die neuen Regeln bei der diesjährigen Fußball-Weltmeisterschaft

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    Bei der WM 2026 werden einige Regeländerungen eingeführt. Hier erfahren Sie, welche das sind und worum es dabei geht.
    Bei der WM 2026 werden einige Regeländerungen eingeführt. Hier erfahren Sie, welche das sind und worum es dabei geht. Foto: Tom Weller/dpa (Archivbild)

    Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 11. Juni bis zum 19. Juli 2026 in Kanada, Mexiko und den USA statt. Insgesamt nehmen 48 Nationen an dem Turnier teil, geplant sind 104 Partien. Deutschland startet mit Bundestrainer Julian Nagelsmann als Teil der Gruppe E in die WM, trifft dabei auf die Elfenbeinküste, Ecuador und Curaçao. Das Finale soll am 19. Juli in East Rutherford im US-amerikanischen Bundesstaat New Jersey ausgetragen werden. Amtierender Weltmeister ist die argentinische Nationalmannschaft um Superstar Lionel Messi.

    Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 haben die FIFA und das International Football Association Board (IFAB) ein umfangreiches Paket an Regeländerungen beschlossen. Hier in diesem Artikel erfahren Sie, welche neuen Regeln bei dem Turnier in Kraft treten und was sie bewirken sollen.

    WM 2026: Diese neuen Regeln gelten bei dem Turnier

    Das Regelwerk wurde nicht komplett neu geschrieben, doch das IFAB hat als oberstes Gremium der Regelhüter jede Menge Anpassungen der Regeln festgelegt. Dahinter steckt in erster Linie die Idee, noch schärfer gegen Zeitspiel, Proteste und sonstiges Fehlverhalten der Spieler vorzugehen. Aber die Anpassungen betreffen auch den Videobeweis (VAR), den Turniermodus selbst und das Thema Gesundheit und Klima. Die wichtigsten Änderungen stellen wir Ihnen hier einmal vor:

    Turniermodus (Strukturelle Änderung)

    Das Teilnehmerfeld wurde für die WM 2026 von 32 auf 48 teilnehmende Mannschaften erweitert. Die Gruppenphase wird in insgesamt zwölf Vierergruppen gespielt. Neben den Gruppensiegern und -zweiten erreichen auch die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde, die nun mit einem Sechzehntelfinale beginnt. So ergibt sich die Anzahl von 104 einzelnen Spielen. Bei vorherigen Weltmeisterschaften waren es maximal 64 Partien.

    Erweiterung des Videobeweises (VAR)

    Der VAR (Video Assistant Referee) darf künftig eingreifen, um mögliche unberechtigte Gelb-Rote-Karten zu korrigieren. Außerdem kann er ab sofort Eckbälle überprüfen, wenn aus ihnen direkt ein Tor entsteht und die Entscheidung möglicherweise falsch war. Bislang beschränkte sich die Kontrolle auf die Torentscheidung selbst. Die Überprüfung soll dabei in Echtzeit erfolgen, um den Spielfluss nicht maßgeblich zu stören. Bei der WM 2026 darf der VAR Spielerverwechslungen zudem auch dann korrigieren, wenn ein Spieler der falschen Mannschaft verwarnt oder bestraft wurde. Vorher war dies nur innerhalb eines Teams möglich. 2018 in Russland kam das Konzept des VARs erstmals bei einer Weltmeisterschaft zum Einsatz.

    Kampf gegen das Zeitspiel

    Um dem Zeitspiel entgegenzuwirken, wurden gleich mehrere Anpassungen beschlossen. Ausgewechselte Spieler müssen den Platz innerhalb von 10 Sekunden verlassen. Wird dieses Limit überschritten, darf der eingewechselte Spieler erst nach der nächsten Spielunterbrechung sowie einer vollen Minute Wartezeit das Feld betreten. Das entsprechende Team spielt so lange in Unterzahl.

    Bei Abstößen und Einwürfen wird ein Fünf-Sekunden-Countdown durch den Schiedsrichter gestartet, wenn dieser eine Verzögerung vermutet. Verstreicht die Zeit, wechselt bei Einwürfen der Ballbesitz, bei Abstößen erhält der Gegner eine Ecke. Spieler, die auf dem Feld behandelt werden, müssen den Platz für eine Minute verlassen. Die einzige Ausnahme gilt, wenn die Behandlung nach einem Foul mit Gelber oder Roter Karte erfolgt.

    Disziplin und Verhalten

    Lediglich die Mannschaftskapitäne dürfen für Erklärungen auf den Schiedsrichter zugehen. Andere protestierende Spieler riskieren sofort eine Gelbe Karte. Spieler, die im direkten Konflikt mit Gegenspielern ihren Mund verdecken, um Beleidigungen oder sonstige Unsportlichkeiten zu verbergen, können fortan mit einer Roten Karte bestraft werden. Verlässt eine Mannschaft aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen geschlossen das Feld, drohen Rote Karten für Spieler und Betreuer sowie eine Spielwertung am Grünen Tisch.

    Streichen von Gelben Karten

    Um das Fehlen von wichtigen Spielern durch eine Gelbsperre in den entscheidenden K.-o.-Spielen zu verhindern, werden einzelne Gelbe Karten nun sowohl nach der Gruppenphase als auch nach dem Viertelfinale gelöscht. Ursprünglich wurden Gelbe Karten erst nach dem Viertelfinale aufgehoben, nicht schon nach der Gruppenphase.

    Gesundheit und Klima

    Unabhängig von den aktuellen Wetterbedingungen, also auch bei tiefen Temperaturen oder geschlossenem Stadiondach, gibt es bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 pro Halbzeit jeweils eine feste dreiminütige Trinkpause. Diese soll etwa nach 20 und nach 70 Minuten stattfinden. Diese Regelanpassung hat die FIFA angeordnet.

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