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Balkon, Terrasse & Garten: Ein Garten kann nicht nur grün sein

Balkon, Terrasse & Garten

Ein Garten kann nicht nur grün sein

Pflaster, Mauern und Beetbegrenzungen aus Stein geben dem Garten Struktur und sorgen für optische Abwechslung.
Pflaster, Mauern und Beetbegrenzungen aus Stein geben dem Garten Struktur und sorgen für optische Abwechslung. Foto: Fotoschlick/stock.adobe.com

Wuchernde Pflanzen brauchen Grenzen, und die Bewohner brauchen Flächen, auf denen sie sitzen können. Perfekt zu Pflanzen passen ebenso natürliche Materialien: Natursteine aus der Region. Sie werden zu Baustoffen für Platten, Pflaster und Mauern ebenso wie Werksteine für Brunnen oder Skulpturen, erklärt August Forster, Präsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) in Bonn.

Steine bilden so das Grundgerüst für die Gestaltung. Im Vergleich zu den Pflanzen als lebendige und damit vergängliche Elemente stellen die Steine etwas Beständiges dar. Aber sie bringen auch Abwechslung in die Gestaltung. Aber selbst die starren Steine können sich verändern. Sie bekommen mit den Jahren Patina, sagt Forster. Und sie sehen immer wieder anders aus: „Bei Regen färben sie sich dunkel, bei Trockenheit werden sie wieder hell – und so entsteht eine lebendige Vielfalt.“

Natursteine strukturieren den Garten zum einen in der horizontalen Ebene. Man gestaltet damit Terrassen, Zufahrten und Wege und grenzt Rasen- und Pflanzflächen ab. Dabei ist es wichtig, auf die Proportionen der Steine zu achten – und das kann auch die Wertigkeit der Flächen ausdrücken. „Eine Einfahrt zum Garten beispielsweise wird entsprechend der Priorität mit großen Platten belegt“, sagt Berg. Der Weg durch den Garten wird hingegen mit kleineren Pflastersteinen belegt, in Beeten liegen einzelne Trittsteine.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten von Steinen ergeben sich aus der vertikalen Struktur des Gartens. Höhenunterschiede können natürlich gegeben sein, oder Hobbygärtner legen sie bewusst an. Um die unterschiedlichen Niveaus miteinander zu verbinden, werden Treppen angelegt und Mauern gesetzt.

Welchen Stein man letztlich wählt, hängt in der Regel von der Gestaltung ab. Für die Gestaltung ist auch die Oberflächenbearbeitung bei der Auswahl wichtig: „Es gibt gestrahlte, gesägte, geschliffene oder gestockte Oberflächen“, erläutert Forster. Ein wichtiger Aspekt bei Natursteinen ist die Patina. Da es sich um einen natürlichen Baustoff handelt, altert er. Das wird in erster Linie durch Verfärbungen sichtbar. Auf Stufen, Terrassen und Wegen kann man hin und wieder mal gründlich reinigen – auch, damit diese durch Moos nicht rutschig werden.

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