Bonn (dpa/tmn) - Hohe Gräser wie Pampasgras und Chinaschilf brauchen Platz. Wer den nicht hat, muss auf die Eleganz der Gräser aber nicht verzichten. Es gibt viele niedrige Gräser, die sich sogar für Schalen und Kübel eignen, erklärt der Zentralverband Gartenbau.
Seggen-Gräser wachsen gut im Topf
Eine breite Formenvielfalt bieten die Seggen (Carex), die sich durch dreikantige Halme von anderen Gräsern unterscheiden. Halme so fein wie Haar besitzt die nur 20 Zentimeter hohe Carex caryophyllea 'The Beatles', die schopfartig überhängende Pilzköpfe formt.
Noch ein bisschen wuscheliger wirkt Carex albula 'Frosted Curls', deren silbriger Glanz sehr gut zu den Rosa-, Rot- und Purpurtönen von Alpenveilchen und Heide passt. Sie ist aber etwas frostempfindlich. Wie eine Fontäne scheinen die Halme der zuverlässig winterharten Japan-Segge (Carex morrowii) empor zu sprudeln. 'Variegata' schmückt sich mit einem kräftigen weißen Rand zu dunklem Grün, 'Ice Dance' kombiniert einen schmalen weißen Saum mit hellem Grün.
Zierlicher und mit 20 Zentimeter Höhe auch niedriger wächst die Vogelfuß-Segge (Carex ornithopoda). Wer Gelb bevorzugt, findet in Carex hachijoensis 'Evergold' das richtige Gras. Seine leuchtend gelben Halme fasst ein grüner Saum ein. Fein, aber fest und manchmal stechend sind die Halme der Schwingel (Festuca). Mit seinem Blaugrün gehört der Blau-Schwingel (Festuca cinerea) zu den Garten-Klassikern.