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Leben in Gemeinde Megesheim: Kleine Gemeinde mit großer Lebensqualität

Leben in Gemeinde Megesheim

Kleine Gemeinde mit großer Lebensqualität

Karl Kolb ist seit 2004 Bürgermeister und sieht Megesheim gut aufgestellt.
Karl Kolb ist seit 2004 Bürgermeister und sieht Megesheim gut aufgestellt. Foto: JOCHEN AUMANN

Mit knapp 90 Prozent der Stimmen wurde Megesheims Bürgermeister Karl Kolb im Frühjahr für eine vierte Amtszeit wiedergewählt. Bereits seit 2004 hat er den eigentlich ehrenamtlichen Posten inne, den er inzwischen fast in Vollzeit ausübt. Den landwirtschaftliche Familienbetrieb im Ortsteil Lerchenbühl hat Kolb an seinen Sohn übergeben – er hilft aber nach Möglichkeit täglich mit. Für die Bürger der kleinen 800-Einwohner-Gemeinde sei er durch diese Konstellation immer gut greifbar, erklärt er.

Kolbs Amtssitz ist derzeit eine Baustelle, das Rathaus in der Bugstraße wird barrierefrei umgebaut und erhält ein neues Dach sowie eine neue Fassade. Direkt daneben feiern Mitarbeiter und Kunden im Dorfladen in diesen Tagen dessen 20-jähriges Bestehen. „Hier erhält man im Ort alles, was man für den täglichen Bedarf benötigt“, betont Kolb. Dazu entstanden durch den Dorfladen mehrere Teilzeitstellen. Dieser Bereich in der Dorfmitte mit Rathaus, der Pfarrkirche St. Lucia und Ottilia, Feuerwehrhaus sowie dem Dorfladen ist für den Bürgermeister ein „richtiges Kommunikationszentrum“. Und ein Ensemble, das auch optisch glänzen wird, wenn die Arbeiten am Rathaus beendet sind – denn Kirche und das Feuerwehrhaus wurden bereits in den vergangenen Jahren saniert.

„Ich sehe uns schon ganz gut aufgestellt“, meint Kolb. Dies zeige auch die Nachfrage von jungen Familien – innerhalb kurzer Zeit konnte die Gemeinde zwei Baugebiete mit insgesamt 27 Parzellen ausweisen. „Wir sind natürlich bestrebt, unsere jungen Leute im Ort zu behalten“, nennt der Bürgermeister eines der Ziele. Dazu trage auch der Kindergarten mit Krippe bei, dort wird eine Betreuung von 7 bis 15.30 Uhr angeboten, was auch bei auswärtigen Eltern auf Interesse stößt. Und gemeinsam mit der Nachbar-Gemeinde Munningen führt man die Grundschule, die stabil rund 100 Mädchen und Jungen besuchen.

Sichtlich stolz ist Kolb auf das rege Vereinsleben, auch wenn dies durch Corona etwas ausgebremst wurde. Die Faschingsfreunde, die einen der beliebtesten Umzüge der Region organisieren, sowie die Kraterkultur mit ihrem Open-Air-Festival stechen dabei heraus. Auch für namhafte Kabarett- und Starkbierveranstaltungen in der Mehrzweckhalle ist Megesheim bekannt. Jedoch bedauert der Bürgermeister, dass vergangenes Jahr das Gasthaus „Zum Hirsch“ geschlossen hat.

Erleichtert ist Kolb, dass durch das Anbringen eines Funkmastes bei der Kläranlage außerhalb des Ortes das Thema Handyempfang eine klare Verbesserung erhalten hat. „Es ist nicht alles top“, meint er in Sachen Breitband, allerdings sei die Kommune im Bereich Internet auch kein „weißer Fleck“. Die neuen Siedlungsgebiete habe man bereits mit Glasfaser versorgen können. Ein Hauptaugenmerk für die kommenden Jahre, so Kolb, liege auch beim Erwerb weiterer Grundstücke für neue Baugebiete.

Den Ort auch mit derartigen infrastrukturellen Arbeiten voranzubringen, ist Aufgabe des Gemeinderats. Die Zusammenarbeit im achtköpfigen Gremium und mit ihm als Bürgermeister schätzt Karl Kolb als „sehr positiv, fast schon freundschaftlich“ ein. Natürlich habe man bei gewissen Themen unterschiedliche Auffassungen, was auch diskutiert werde. Doch am Ende gehe es stets um die bestmögliche Lösung für die Gemeinde sowie die Einwohner. „Hier herrscht ein gutes Miteinander, deswegen macht die Arbeit für unsere Kommune und die Mitbürger auch viel Spaß“, erläutert Kolb und blickt für Megesheim positiv in die Zukunft.

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