Wertingen Als vorrangigstes Thema behandelte Bürgermeister Willy Lehmeier bei der Bürgerversammlung die Sanierung des Dachs der Stadthalle: „Das ist ein Wermutstropfen für die Sportler, denn der TSV Wertingen will ja vom 6. bis 8. Juli in dieser Halle seit 150. Jubiläum feiern. Aber wir strengen uns an, dass das möglich wird“, versprach Lehmeier. Wie schon mehrfach in der WZ berichtet, stellte sich heraus, dass das Dach der erst vor einem Jahrzehnt eingeweihten Stadthalle undicht ist. Die Halle kostete neun Millionen Euro – und jetzt schon muss das Dach für 1,035 Millionen Euro saniert werden. Das sollte bereits im vergangenen Jahr geschehen, aber in der Hochkonjunktur 2011 fanden sich keine interessierten Firmen für die komplizierten Arbeiten.
Der Ärger begann, weil das Hallendach ursprünglich mit Ziegeln gedeckt worden war, obwohl die geringe Dachneigung das eigentlich verbot. Jetzt werden mühsam die Ziegel, die Dämmplatten und die Unterkonstruktion abgetragen. Dann wird Stück für Stück mit einem neuen Dachaufbau begonnen. „Dieses neue Dach beinhaltet auch eine neue Dampfsperre, eine neue Dämmung und abschließend eine Blecheindeckung“, so der Bürgermeister.
Der erste Bauabschnitt dauert laut Lehmeier bis zum Sommer. Bei guten Voraussetzungen könnten die Arbeiten für den zweiten Teil bis zum September 2012 abgeschlossen sein. Die Ausgaben für das Hallendach verteuern sich um weitere 150000 Euro für eine Photovoltaik-anlage.
Über die Kosten der Halle und über den Baupfusch am Hallendach war in früheren Jahren viel diskutiert worden. Am Montagabend nahm die Bürgerschaft die Situation ruhig zur Kenntnis.