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Corona: Ein flammender Appell in Rot

Corona

Ein flammender Appell in Rot

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    Vertreter der Veranstaltungswirtschaft fordern, dass sie in ihrer Not von der Politik nicht vergessen werden. Das Plakat hing am Buttenwiesener Getränkemarkt.
    Vertreter der Veranstaltungswirtschaft fordern, dass sie in ihrer Not von der Politik nicht vergessen werden. Das Plakat hing am Buttenwiesener Getränkemarkt.

    Mit der bundesweiten Aktion „Night of Light“ von Montag auf Dienstag wollte die Veranstaltungsbranche auf ihre Not in Zeiten der Corona-Pandemie aufmerksam machen, denn Events sind gerade vom Aussterben bedroht. Daran beteiligte sich auch das Wertinger Unternehmen „Erlebniswert“. „Wir wollen nicht sofort wieder alles auf dem Stand von vorher haben und fordern keine Großveranstaltungen. Es geht einfach darum, wieder anfangen zu können“, sagt Inhaber Ulrich Bihlmayr. Und so machten er und sein Bruder Martin, Kreativkopf der Firma für Eventtechnik, Bühnenbau, Eventausstattung, selbstverständlich mit.

    Neben dem Gebäude in Wertingen/Gottmannshofen wurden außerdem das Lager für die Veranstaltungstechnik in Buttenwiesen und der dort befindliche Getränkemarkt illuminiert. „Wir haben zum roten Licht in Buttenwiesen zudem die Logos verschiedener Unternehmen gezeigt, um zu demonstrieren, wie viele unterschiedliche Branchen davon betroffen sind.“ Allein in Buttenwiesen seien es an die zehn. „Nicht nur Licht- und Tontechnik, sondern auch Zeltverleih, Gärtnereien, Caterer, Messebauer, Hotels, Brauereien und andere leiden unter der momentanen Situation“, wie Ulrich Bihlmayr betont.

    Die „Night of Light“ vereinte somit Teilnehmer aus allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft, um in einer konzertierten Aktion ein imposantes Zeichen für eine vom Aussterben bedrohte Branche zu setzen und zu einem Dialog mit der Politik aufzurufen. Bihlmayr glaubt, dass in der nächsten Zeit eher kleinere Veranstaltungen auf Kleinkunstbühnen Sinn machen. „Das erachte ich als realistisch, machbar und vernünftig. Wobei nach Rücksprache mit unseren Künstlern sich das Ganze erst ab Zuschauerzahlen von 400 bis 500 Personen rechnet.“ Erst dann könne man kostendeckend arbeiten, ohne dass es zu immens hohen Ticketpreisen kommen muss. „Schließlich wollen die Menschen wieder etwas erleben und wir für Zerstreuung sorgen“, sagt Bihlmayr. Er und seine Kollegen seien „keine Hobby-DJs“. Bei der Aktion sei es darum gegangen, in ganz Deutschland zu zeigen, „dass unsere Branche solidarisch aufsteht“. Das Wertinger Unternehmen musste wegen Corona zahlreiche Firmenevents stornieren, die heuer bis zum Jahresende abgesagt wurden.

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