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Ernährung: Bärchensalami und Buttermilch

Ernährung

Bärchensalami und Buttermilch

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    Diätassistentin Annemarie Probst weiß, was in den Lebensmitteln steckt. Wenn sie gemeinsam mit Eltern zum Beispiel den Wertinger Edeka-Markt besucht, erklärt sie, welche Produkte für Kinder gesund sind und welche sie wirklich brauchen.
    Diätassistentin Annemarie Probst weiß, was in den Lebensmitteln steckt. Wenn sie gemeinsam mit Eltern zum Beispiel den Wertinger Edeka-Markt besucht, erklärt sie, welche Produkte für Kinder gesund sind und welche sie wirklich brauchen. Foto: Salvamoser

    Von Yvonne Salvamoser

    Wertingen „Wichtig ist, dass man den Überblick nicht verliert“, sagt Annemarie Probst. Dass das angesichts des riesigen Angebots im Supermarkt nicht immer einfach ist, weiß die Diätassistentin aus Langenreichen, gerade wenn es darum geht, für Kinder einzukaufen. Deshalb begleitet sie Eltern und gibt Tipps für den Einkauf. Was ist gesund für mein Kind und was braucht es wirklich? Dieser Frage geht sie in den Kursen (siehe Infokasten) nach.

    Spaghetti, Frischkäse, Olivenöl werden von verschiedenen Herstellern angeboten. Und es lohne sich, einmal die Zutatenlisten zu vergleichen, sagt Probst. Im besonders fettarmen Frischkäse seien zum Beispiel oft mehr Geschmacksverstärker enthalten. Im gleichen Produkt wurden bei unterschiedlichen Herstellern auch unterschiedlich viele Zusatzstoffe, sogenannte E-Nummern, verwendet. „Da sollte man genauer hinschauen“, mahnt die Ernährungsberaterin. Hinter E102, E300 oder E950 müsse sich nicht immer etwas Schlimmes verbergen, seien sie doch zum Beispiel als Farb- oder Konservierungsstoffe gesetzlich zugelassen. Sie können aber auch Allergien oder Kopfschmerzen auslösen. Am besten nehme man sich zum Vergleichen einmal zu Hause die Zeit. Denn während des Einkaufs, vor allem wenn die Kinder mit dabei sind, muss es oft schnell gehen.

    Und meistens entdecken die Schützlinge dann – in den unteren Regalreihen für sie besonders gut sichtbar – lustig gestreifte Puddings oder Salami in Bärchenform. „Die braucht die Welt wirklich nicht“, kommentiert Probst, zumal diese Wurstsorte viel Fett enthalte und mit knapp zwei Euro für 90 Gramm recht teuer sei. Was schlägt sie als Alternative vor? „Es sollte nicht jeden Tag Wurst sein, auch mal Käse. Da ist viel Kalzium drin.“

    Die Kinder erkennen die speziell für sie hergestellten Produkte aus TV-Spots – und manchmal ließen sich davon auch die Erwachsenen täuschen. Denn die Werbung verweise oft auf vermeintlich gesunde Zutaten: „Aber auch Honig ist Zucker“, bemerkt Probst. Kindermilchprodukte aus dem Kühlregal gehören für sie zu den Süßigkeiten. Ebenso wie Schokolade, Weingummi oder Lollis sollten Eltern diese nicht unbegrenzt anbieten, eher kontrollieren, wie viel ihr Kind davon isst. Verteufeln aber will Probst süßes Naschwerk keineswegs. Es zu essen ist in Ordnung – wenn die Bilanz stimmt. Als grobe Faustregel gilt: Täglich zwei bis drei Scheiben Brot, eine Portion Nudeln, Reis oder Kartoffeln und frisches Obst. Ein bis zwei Tassen Milch, Buttermilch, Joghurt am Tag, zwei Mal die Woche Seefisch und Eier sowie drei Mal wöchentlich Fleischgerichte oder Wurst aufs Brot. Eltern sollten ausreichend Getränke, wie Mineralwasser, Früchtetees oder stark verdünnte – denn auch diese enthalten Zucker – Obstsäfte anbieten. Reichlich pflanzliche Lebensmittel sind wichtig.

    Zu Tütensuppen zu greifen, ist dabei aber wenig sinnvoll. „Wie viel Gemüse wird da wohl drin sein? Nicht viel“, urteilt Probst. „Wenn ich mit 500 Gramm Gemüse eine Suppe zubereite, weiß ich es“, schiebt sie hinterher.

    Klar darf es auch einmal ein Fertiggericht sein. Aber generell sei selbst zu kochen die beste Lösung: So könne man entscheiden, welche Zutaten genau und wie viel davon man verwendet. So behalte man den Überblick.

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