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Eröffnung: Zum 40. Geburtstag ein nagelneues Gesundheitszentrum

Eröffnung

Zum 40. Geburtstag ein nagelneues Gesundheitszentrum

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    Das in Modulbauweise errichtete neue Gesundheitszentrum Gantze beim Wertinger Krankenhaus.
    Das in Modulbauweise errichtete neue Gesundheitszentrum Gantze beim Wertinger Krankenhaus.

    Wertingen Ronny Gantzes Geschenk zu seinem 40. Geburtstag belegt eine Fläche von 660 Quadratmetern und wäre geeignet fürs „Guinness-Buch der Rekorde“: „Genau am 3. Februar – meinem Geburtstag – sind wir aus den Räumen des Krankenhauses umgezogen in unser neues Gebäude, welches die Kreiskliniken gGmbH im Süden des Krankenhauses in Modulbauweise errichten ließ“. Das „Gantze Zentrum für Gesundheit“ belegte bisher im Untergeschoss der Klinik an die 360 Quadratmeter Fläche. Jetzt, im neuen Domizil, das am vergangenen Montag in Betrieb genommen wurde, verfügt das Gesundheitszentrum über nahezu die doppelte Fläche.

    Gantze beschäftigt an die 30 Mitarbeiter, die Hälfte davon sind Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Er selbst ist ein gelernter Ergotherapeut, der sich noch speziell im Fach Handtherapie weiterbildete. Die Therapien im Bereich der Hand übernimmt er auch heute noch gerne selbst. Seine Ehefrau Pia leitet die Organisation und Rezeption des Gesundheitszentrums. Die beiden leben in Mertingen.

    Seit 2001 in Wertingen

    Ronny Gantze wurde 1974 in Sebnitz in der Nähe von Dresden geboren und erlernte zunächst den Beruf des Metallbauers. 1995 bis 1998 schulte der junge Sachse auf Ergotherapeut um. Er suchte nach einem Landstrich, wo es noch keine Ergotherapeuten-Praxis gab. Er wurde in Wertingen fündig, wo er in der Pfarrgasse – im früheren Malergeschäft Alfred Straub – 2001 seine Praxis eröffnete. Von Beginn an arbeiteten bis zu sechs Ergotherapeuten in seinem Gesundheitszentrum, 2004 kam auch noch die Logopädie hinzu.

    Gegenseitiger Nutzen von Klinik und Privatunternehmen

    Wie kam Gantze ins Krankenhaus? Der Gesundheitsunternehmer weist auf den gegenseitigen Nutzen hin: „Wenn eine private Praxis ans Krankenhaus angedockt ist, bedeutet das kurze Wege. Wenn wir zum Beispiel in der Therapie feststellen, dass sich ein Knie oder eine Hüfte verschlechtert haben, dann können wir mit einem kurzen Telefonanruf mit dem behandelnden Arzt Fragen klären.“ Und auch das Kreiskrankenhaus hat Vorteile. Gantze nennt ein Beispiel: „Früher dachten unsere Patienten irrtümlich, sie müssten zur Hüftoperation in die Hessing-Klinik nach Augsburg-Göggingen. Wir konnten sie aufklären, denn in Wertingen kann eine Hüfte genauso perfekt operiert werden wie woanders!“

    Das Miteinander zwischen der vom Landkreis betriebenen Klinik und dem Privatunternehmen Gantze begann 2007 und überlebte auch die aktuelle Neukonzeption des Krankenhauses. Im Rahmen des dritten Klinik-Bauabschnittes wird im Frühjahr 2014 der alte Gebäudetrakt im Süden abgerissen. Also gerade der Gebäudeteil, welcher die Gantze-Räume beherbergte. Man fand nach zähen Verhandlungen eine Lösung, die beide Seiten zufriedenstellt: Auf der Wiese im Süden der Klinikgebäude entstanden in Rekordzeit die neuen Gantze-Räume. „Kurz vor Weihnachten begann die Montage der Module auf der zuvor gegossenen Beton-Bodenplatte. Und kaum sechs Wochen später läuft unser Betrieb vom ersten Umzugstag an in den neuen Räumen“, freut sich Ronny Gantze. Was ist eigentlich neu im eingeschossigen frisch bezogenen Gebäude?

    l Die Praxis aus der Pfarrgasse wurde in den Neubau umgesiedelt. Für viele Patienten – zum Beispiel Schlaganfallpatienten – hat das den Vorteil, dass sie zur Behandlung nurmehr an einen einzigen Ort kommen müssen, wo die verschiedenen Therapieformen – sei es nun Gymnastik oder Sprachtherapie – aufeinander abgestimmt werden können.

    l Es gibt nun über ein Dutzend separate Behandlungsräume, damit die Privatsphäre der Patienten noch besser geschützt werden kann. Jeder Raum verfügt über einen Computer-Dokumentationsplatz, der an ein Netzwerk angeschlossen ist.

    l Bereits in den alten Räumen legte Gantze 2013 einen Milan-Gesundheits-Zirkel mit zwölf Geräten an. „Das ist ein Angebot, das es in Wertingen noch nicht gab – eine Art von Fitness-Training, das durch Therapeuten betreut wird.“ Gantze hat mittlerweile die Zahl seiner Trainingsmaschinen auf 20 erhöht. Diese elektronisch gesteuerten Trainingsgeräte werden von der Firma Milon in Emersacker hergestellt und Gantze gab dafür 250000 Euro aus. „Diese Geräte sind die Porsches unter den Trainingsgeräten“, schmunzelt der Betreiber.

    l Das Gesundheitszentrum hat seit 2008 die DIN-Zertifizierung. Es bietet auch das Rehabilitations-Nachsorgeprogramm der Deutschen Rentenversicherung. Nun will Gantze auch noch die Zulassung für Rehabilitations-Sport beantragen – was zuvor wegen Platznot nicht möglich war.

    l Ein großer Mehrzweckraum soll künftig nicht nur von Gantze und dem Krankenhaus, sondern auch von einer Außengruppe des Bezirkskrankenhauses Günzburg für psychisch erkrankte Menschen genutzt werden.

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