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Faschingsfreunde: Zusamaltheim im Schottenfieber

Faschingsfreunde

Zusamaltheim im Schottenfieber

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    Martin Demharter machte den Spaß einer inszenierten Anprobe mit. Tobias Böhm, Michael Rettenberger, Florian Fischer, Sabine Wagner und Sabrina Lipowsky (von links) ziehen heuer als Schotten durch die Lande.
    Martin Demharter machte den Spaß einer inszenierten Anprobe mit. Tobias Böhm, Michael Rettenberger, Florian Fischer, Sabine Wagner und Sabrina Lipowsky (von links) ziehen heuer als Schotten durch die Lande. Foto: Fotos: Schoen

    Zusamaltheim Die klassische Frage zuerst: Was trägt ein Schotte unter seinem Kilt? „Warme Thermohosen.“ Zumindest in Zusamaltheim. Dort haben sich die Faschingsfreunde mit dem englischen Volksstamm ein Thema einfallen lassen, das in diesem eisigen Winter schnell zu blau gefrorenen Beinen und Blasenentzündung führen kann. Waren es in den letzten Jahren Neandertaler und Affen, wollten sich die Faschingsfreunde diesmal eines luftigeren Themas annehmen.

    „Im vergangenen Jahr haben wir in den Affenkostümen ganz schön geschwitzt. Das war fast unerträglich“, begründet Sabrina Lipowsky die Wahl. Seit einigen Jahren sind sie ein eingeschweißtes Team, was die Planung und den Bau eines Faschingswagens angeht. Und ganz demokratisch werde über das Faschingsmotto abgestimmt. Die „Eskimos“ sollten es heuer nicht sein. Vielleicht wollten die Mädels auch einfach nur mal die strammen Wadeln der Burschen sehen? Die schwäbischen Schotten nehmen die eisigen Temperaturen gelassen: „Wir tragen halt mehrere Lagen übereinander“, erzählt Sabine Wagner. Und den dicken Anorak bis kurz vor dem großen Auftritt beim Umzug.

    In die Planung flößen jedes Jahr Aspekte mit ein, die für die Faschingsfreunde wichtig sind: ein großer Wagen, der zahlreiche Leute aufnehmen kann, ein imposanter Blickfang, wie heuer die schottische Burg und das Seeungeheuer Nessie. Und ganz existenziell: genügend Platz für die Musikanlage und die Boxen.

    Für die Kostüme sorgt der Einzelne selbst. Zunächst wurde ein Prototyp im Internet bestellt und ausprobiert. Sabrina und Sabine nähten sich ihre rotkarierten Schottenröcke nebst Schärpe selbst. Drei Meter Stoff haben sie dafür benötigt, der in kleine Falten gelegt ist.

    Den ersten Umzug vor einer Woche in Wörleschwang haben alle Teilnehmer trotz der Kälte gesund überstanden. Ob‘s an der Wagenweihe lag? Pater Biju hat den Wagen vor seiner Jungfernfahrt gesegnet und den jungen Schotten eine gute Fahrt und heile Heimkehr gewünscht.

    Die Zusamaltheimer Faschingsfreunde erhalten im Dorf von vielen Seiten Unterstützung. Ob es die Halle für den Wagenbau ist oder auch das geeignete Fahrzeug für den Umzug: „Wir bekommen viel Hilfe“, sagt Tobias Böhm, der zweite Vereinsvorsitzende.

    Nur in einem Punkt schwächeln die Zusamaltheimer Faschingsfreunde: Sie kennen keinen einzigen Schottenwitz. Deshalb sei er hier eingefügt. „Was macht der Schotte McSpar im Kühlschrank? Er guckt nach, ob das Licht auch wirklich ausgeht.“

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