Binswangen Welche Fenster und welche Dämmung soll die Schule bei der Renovierung erhalten? Darüber sprach der Binswanger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Ein Gutachten wurde erstellt. Dieses stellt die Mehrkosten den möglichen Ersparnissen durch zinsgünstige Darlehen der KfW und weniger Heizkosten gegenüber. Vorausgesetzt, das Haus würde die Bedingungen eines „Effizienzhauses“ erfüllen.
Das Dach muss saniert werden und wird dabei gedämmt, diese Kosten von 100000 Euro werden auf jeden Fall gefördert. Die Fenster sollten eine Dreifachverglasung erhalten. „63 Fenster hat die Schule, 21 davon sind 1987 eingebaut worden“, nennt Bürgermeister Anton Winkler die Daten. Um den Kostenunterschied zwischen Kunststoff- und Holzfenstern abschätzen zu können, hat Ratsmitglied Alexander Gumpp ein Angebot ausgearbeitet. Ergebnis, laut Bürgermeister Winkler: „Die Holzfenster sind rund 1000 Euro teurer, die Kosten liegen zwischen 76000 und 77000 Euro ohne Einbau.“ Würde man die 25 Jahre alten Fenster nicht ersetzen, macht das 11000 Euro aus. Man müsste diese jedoch in absehbarer Zeit doch auswechseln. So entschieden die Räte, alle Fenster auszutauschen.
Nachdem viele der Räte sich aufgrund des geringeren Pflegeaufwands für Kunststofffenster aussprachen, erklärte Johann Storr: „Die Beschichtung bei Holzfenstern ist heute sehr gut.“ Alexander Gumpp ergänzte: „Bereits vor dem Zusammenbau werden diese beschichtet. Somit ist das Holz wesentlich besser geschützt als früher.“ Die ersten acht bis zehn Jahre hätte man an der Westseite, der „Wetterseite“, komplett Ruhe und Holzfenster hätten auch eine längere Lebensdauer als Kunststofffenster. Bei der Abstimmung sprachen sich die meisten Räte dann für Holzfenster aus. Bei der Ausschreibung wird sowohl Kiefer als auch die noch beständigere Eiche angefragt.
Um Kosten einzusparen, nannte Johann Storr die Möglichkeit, statt der Fenster mit Segmentbogen gerade Fenster zu wählen. Ob dies dem Stil des Gebäudes schadet, wird mit Walter Maier vom Amt für Ländliche Entwicklung abgeklärt.
Nachdem mangels Nachfrage der Bürger keine Nahwärmeversorgung in der Bauernstraße realisiert werden kann, wird nun geprüft, ob es rentabel ist, die vier Gebäude - Kirche, Schule, Pfarrhof und Feuerwehrhaus - durch ein Blockheizkraftwerk zu versorgen. Bis zur nächsten Sitzung werden Angebote eingeholt, welche Investitionskosten hier auf die Gemeinde zukommen würden. (bbk)