In ihrer langen Geschichte hatte die heutige Dillinger Königstraße schon viele Namen, erklärt die Dillinger Stadtarchivarin Dr. Felicitas Söhner. 1583 finde sich in uralten Unterlagen die erste Erwähnung einer Bebauung in der Gegend der heutigen Straße. „Behausung am Marckht“ – so nennt das Dokument die Bebauung. 1587 hieß der mittlere Abschnitt der Königsstraße „Marktplatz“. Und 1715 „auf dem Platz“ oder „Marckht“. Eine wechselvolle Namensgeschichte. Söhner vermutet, die Straße wurde wohl deswegen so genannt, weil in der breiten Straße die Märkte abgehalten wurden. 1750 wird die gesamte Straße bis zum Oberen Tor als „Hauptgasse“ bezeichnet. 1769 sprechen die Quellen für den östlichen Teil von der „Mittleren Torgasse“, sagt die Archivarin. Akten aus 1778 enthalten die Bezeichnung „Stadtgasse“ bzw. „mittlere Stadtgasse“. Ein Durchreisender hat seine Erlebnisse in Stadt und Region Dillingen in einem Buch festgehalten – darin kommt auch die Donaustraße vor: „Die Hauptstraße der Stadt ist breit und mit schönen, steinernen Häusern besetzt“, heißt es in dem Werk mit dem Titel „Reise auf der Donau von Ulm nach Wien“ aus dem Jahr 1815.
Hätten Sie das gewusst?