Wertingen Der Wertinger Wochenmarkt soll umziehen. Derzeit laufen die entsprechenden Gespräche zwischen der Stadt, der Wirtschaftsvereinigung und den Marktbeschickern. Die Initiative für einen Umzug auf das Gelände des Parkplatzes auf der Zusaminsel geht von der Wirtschaftsvereinigung aus, die dem Markt nicht nur einen neuen Standort, sondern damit auch ein besseres Umfeld und ein neues Konzept verschaffen will.
Vorsitzender Michael Buhl: „Wir brauchen einen Markt, der längerfristig Chancen für die Zukunft hat“. Der derzeitige Standort auf dem Marktplatz mit einigen wenigen Marktbuden und Wagen sei nicht ideal. Für die anliegenden Geschäfte gebe es Einschränkungen im Kundenverkehr – „überall haben wir dort auch privatrechtliche Probleme“, gibt Buhl in Bezug auf den Zulieferverkehr zu bedenken. Die Wirtschaftsvereinigung empfehle deshalb eine neue Positionierung auf der Zusaminsel: „Dort ist das ganze Equipment für einen Markt vorhanden“, spricht Buhl von den öffentlichen Toiletten und Wasseranschluss über die Parkplätze bis hin zur Möglichkeit zu Sonderaktionen. „Es gibt dort genug Platz, auch mal Themenmärkte anzubieten“, hofft er auf neue Ideen und ein besseres Konzept, das weitere Kunden auch vom Wertinger Umland anlocken soll. Buhl wünscht sich ein gutes Miteinander: „Wir wollen gemeinsam etwas aufbauen, nicht einfach den jetzigen Markt verpflanzen. Der Wochenmarkt muss ein umfangreiches Sortiment haben, das die Leute auch annehmen. Wertingen hat ein so schönes Ambiente, das muss auch auf dem Wochenmarkt deutlich werden“.
Buhl erhofft sich dabei auch Erkenntnisse, die bei einem Stadtmarketing-Seminar der Rid-Stiftung – einer Initiative des bayerischen Wirtschaftsministeriums – gesammelt werden. Wertingen hatte sich dafür beworben und wurde aus vielen schwäbischen Kommunen für ein Stadtmarketings-Coaching ausgesucht. Ein entsprechendes ganztägiges Seminar habe bereits in Wertingen stattgefunden, berichtet Buhl. So würde in Wertingen auch eine Vor-Ort-Analyse über die Struktur der Handels- und Geschäftswelt gemacht, in die auch das Thema Wochenmarkt mit einbezogen werde.
Neue Anreize gibt es laut Buhl dabei auch für die Laugna- und die Augsburger Straße, die als Handelsstraßen noch Nachholbedarf hätten. Auch leer stehende Geschäfte oder Läden mit häufigem Besitzer- und Angebotswechsel – „damit haben wir ein Problem in Wertingen“ – will Buhl in die Analyse und Ideenfindung noch mit einbeziehen. "Seite 28