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Objekt des Monats: Früher Holzschaff, heute Plastikeimer

Objekt des Monats

Früher Holzschaff, heute Plastikeimer

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    Vor 50 Jahren war das Maurerschaff noch auf jeder Baustelle.
    Vor 50 Jahren war das Maurerschaff noch auf jeder Baustelle. Foto: Brandelik

    Das Objekt des Monats November im Heimatmuseum Wertingen ist ein Maurerschaff. Das hölzerne Gefäß ist der Vorläufer des heutigen Maurerkübels.

    Es besteht aus weichem Holz und hat eine ovale Grundform. Zwei Eisenringe halten die Latten zusammen. An der Rückseite befindet sich die sogenannte Daube. Dieser Griff ragt circa 14 Zentimeter hervor und ermöglicht das Tragen und Aufhängen des Schaffs an einer Leiter oder einem Gerüst. Inzwischen wurde das Holzschaff längst durch Plastikeimer und Plastikbehälter ersetzt. Früher gehörte es jedoch ebenso wie Kelle, Hobel und Meißel zur Grundausstattung auf jeder Baustelle.

    In dem Behälter wurden nicht nur die verschiedenen Werkzeuge aufbewahrt und transportiert, sondern auch das Material angemischt. Wenn das Schaff nass und das Holz mit zu viel Wasser vollgesaugt war, war viel Kraft gefragt. Das war ein Nachteil der hölzernen Gefäße.

    Vor vier Jahren erhielt das Wertinger Heimatmuseum das Behältnis von Ludwig Wenninger aus Bliensbach. Dessen Vater war der Letzte, der mit dem Schaff gearbeitet hatte. Wenningers Großvater führte das Baugeschäft, heute Firma Berger, in dem Wenningers Vater als Geselle tätig war. Das Maurerschaff wurde um 1960 vom örtlichen Wagner gefertigt und bis in die 1970er Jahre genutzt.

    Den ganzen Monat lang wird das Gefäß in der Glasvitrine vor dem Glasgang im Erdgeschoss des Wertinger Schlosses ausgestellt, danach kommt es wieder zurück ins Museumsdepot.

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