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Public Viewing: Fußballschauen mit 100 anderen Fans

Public Viewing

Fußballschauen mit 100 anderen Fans

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    Gespannt blickten die rund 100 Anwesenden beim Public Viewing in der Unterthürheimer Markthalle auf die Leinwand.
    Gespannt blickten die rund 100 Anwesenden beim Public Viewing in der Unterthürheimer Markthalle auf die Leinwand. Foto: Daniel Dollinger

    Unterthürheim Die Spannung steigt von Minute zu Minute. Um 20.45 Uhr geht es endlich los, dann startet die deutsche Mannschaft ins Turnier. Die Stimmung beim Public Viewing in der Markthalle in Unterthürheim ist eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität.

    Vor dem Spiel essen einige Fans noch Pommes oder ein Steak, die Metzgerei Braun sorgt für eine rundum perfekte Bewirtung. Als die Aufstellung der DFB-Elf vorgestellt wird, beginnen die Diskussionen unter den rund 100 anwesenden Fans. „Gomez statt Klose, ob das gut geht?“, fragt sich Rainer Mattes. Der Lärmpegel in der Halle ist so hoch, dass man nichts von dem versteht, was die TV-Experten auf der Leinwand von sich geben. Macht aber auch nichts.

    Als das Spiel losgeht, schauen alle gebannt auf die große Leinwand. Bereits nach kurzer Zeit hat Mario Gomez mit einem Kopfball eine Torchance. Die Fans springen auf, allzeit bereit zu jubeln. Doch sie müssen sich wieder hinsetzen, begleitet von enttäuschten Seufzern, gleichzeitig aber auch Applaus für die gute Szene der deutschen Mannschaft. Mindestens genauso groß ist die Anspannung auf der Gegenseite, wenn die portugiesische Nationalmannschaft nur in die Nähe des deutschen Gehäuses kommt. Als deren Stürmer Manuel Neuer rüde von den Beinen holt, gibt es zahlreiche Ausrufe der Entrüstung. „Das ist ne klare Rote Karte“, fordern einige die Hinausstellung des Übeltäters. So geht es weiter bis zur Halbzeit, viel Spektakuläres passiert nicht mehr.

    In der Pause wird eifrig darüber diskutiert, woran es noch hakt im deutschen Spiel und wie es besser werden könnte. „Im Mittelfeld ist zu wenig los“, sagt Stefan Lerch. „Götze würde dem Spiel jetzt gut tun, von Müller kommt zu wenig“, analysiert Alexander Lechner die erste Hälfte. Jeder der Anwesenden sieht sich, zumindest für kurze Zeit, als geeigneteren Bundestrainer im Vergleich zu Joachim Löw.

    Doch auch in der zweiten Hälfte kommt keine Beruhigung in die Halle, Portugal drängt auf das deutsche Tor. Der DFB-Elf fällt wenig ein, um den heiß ersehnten Führungstreffer zu erzielen. Immer lauter werden die Forderungen, endlich auszuwechseln. Kandidaten hierfür sind schnell gefunden: Gomez, Podolski, Müller. Hauptsache Belebung in der Offensive. Erlösung für die deutschen Fans in der 72. Minute: Mario Gomez köpft zum 1:0 ein, der Jubel ist groß. Aber kurz. Denn die Mannschaft muss noch knappe 20 Minuten überstehen bis zum erhofften Auftaktsieg. Und die Zeit erscheint länger, als sie tatsächlich ist. Immer wieder geht der Blick zur Uhr. Als Manuel Neuer in höchster Not rettet, ist die Erleichterung greifbar. Das Spielende wird herbeigesehnt.

    Nur kurzer Jubel nach dem Schlusspfiff

    Als der Pfiff ertönt, wird nur kurz gejubelt. Das Spiel wird in die Kategorie Pflichtsieg eingeordnet. Die Fans prosten sich mit ihren Bierkrügen zu und strömen dann nach draußen. Viele freuen sich schon auf das Spiel gegen den Erzrivalen aus Holland am Mittwoch. Und werden dann wohl wieder beim Public Viewing in der Unterthürheimer Markthalle sein.

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