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Infofahrt: Schüler schlüpfen in die Rolle eines Europa-Abgeordneten

Infofahrt

Schüler schlüpfen in die Rolle eines Europa-Abgeordneten

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    Bernhard Hof (rechts), Schulleiter des Wertinger Gymnasiums, begleitete persönlich die Informationsfahrt des P-Seminars. In Straßburg trafen die Jugendlichen unter anderem auf Europaabgeordneten Markus Ferber (links).
    Bernhard Hof (rechts), Schulleiter des Wertinger Gymnasiums, begleitete persönlich die Informationsfahrt des P-Seminars. In Straßburg trafen die Jugendlichen unter anderem auf Europaabgeordneten Markus Ferber (links). Foto: Europaparlament

    Erst hatten sie die Juniorwahlen organisiert, jetzt machten sie sich selbst auf den Weg in die Europastadt Straßburg. „Mehrwert Demokratie in Europa“ nennt sich das P-Seminar am Gymnasium Wertingen, dessen Teilnehmer die zweite Sitzung des neu gewählten Europa-Parlaments in Straßburg von der Tribüne aus miterlebten, als die Kandidaten für das Amt des Parlamentspräsidenten vorgestellt wurden. Auch den ersten Wahlgang erlebten sie hautnah mit.

    Außerdem nahm sich auch der schwäbische Europa-Abgeordnete Markus Ferber spontan Zeit für ein persönliches Gespräch und freute sich über das große Interesse an der Europapolitik. So bekamen die Wertinger Schüler und Schülerinnen einen Einblick in den Alltag eines Europaabgeordneten. Ferber erläuterte die Arbeitsweise des Europäischen Parlaments und äußerte sich zu Fragen der Schüler zu aktuellen Themen, wobei natürlich das Ergebnis der Europawahlen im Vordergrund stand.

    Ein weiteres Highlight des Besuchs im Europaparlament war ein multimediales, computergesteuertes Planspiel, bei dem die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Europa-Abgeordneten schlüpften und anhand zweier fiktiver Fallbeispiele den Gesetzgebungsprozess der EU durchspielten.

    Bei diesem außerordentlich informativen und eindrucksvollen Spiel machten sie die Erfahrung, dass politische Handlungsfähigkeit und das Durchsetzen politischer Ziele immer auch mit der Fähigkeit zum Kompromiss verbunden sind, während die Verabsolutierung der jeweiligen eigenen Position in eine Sackgasse führt.

    Abgerundet wurde die Studienfahrt durch eine Exkursion nach Schirmeck zum Memorial Alsace-Moselle. Wie in einem Brennglas gebündelt konnten die Schülerinnen und Schüler hier den Hintergrund und die Vorgeschichte des Friedensprojekts der europäischen Integration nach dem Zweiten Weltkrieg erfahren.

    Die moderne, multimedial präsentierte Ausstellung zeigt außerordentlich eindrucksvoll die Geschichte des Elsass zwischen 1871 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs, die vom mehrfachen Wechsel der Staatlichkeit, von Vertreibung, Flucht und Unterdrückung geprägt ist, und mündet mit einem Blick in die Gegenwart und hoffentlich weiter friedvolle Zukunft Europas. (pm)

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