Startseite
Icon Pfeil nach unten
Wertingen
Icon Pfeil nach unten
Wertingen
Icon Pfeil nach unten

Schulleben: Jede Kuh hat einen Namen

Schulleben

Jede Kuh hat einen Namen

  • |
  • |
  • |
    Hubert Sporer (links) empfing die Schüler der Wertinger Grundschule auf seinem Hof in Laugna.
    Hubert Sporer (links) empfing die Schüler der Wertinger Grundschule auf seinem Hof in Laugna. Foto: pm

    Laugna/Wertingen Jüngst verlegte die Klasse 4c der Grundschule Wertingen ihr Klassenzimmer auf den Bauernhof der Familie Sporer nach Laugna.

    Die Kinder hatten sich mit ihrem Lehrer Norman Dietrich auf diese Exkursion vorbereitet. Nach der Begrüßung durch Landwirt Hubert Sporer ging es gleich einmal daran, das Gelernte über Milch und Kuh abzurufen und in Natur anzusehen. Die 22 jungen Experten wussten, dass eine Kuh nur am Unterkiefer Zähne hat, oben dagegen eine Kauleiste. Denn eine Kuh reißt mit Zunge und Unterkiefer das Gras ab und schlingt es in den Pansen, den ersten der vier Mägen. Die Wiederkäuer würgen das Gefressene wieder hoch und zermalmen es gründlich, bevor es schließlich durch Netzmagen, Blättermagen und Labmagen wandert, Milch entsteht und der Rest ausgeschieden wird.

    Die Tierfreunde hörten auch Wissenswertes über die Kälberaufzucht. So werden auf dem Hof nur weibliche Kälber aufgezogen, um später zu kalben und Milch zu produzieren.

    Bullenkälber werden auf dem Zuchtviehmarkt an andere Bauern verkauft. Nach dem Tränken des jüngsten Kalbs, das die Kinder „Hans“ tauften, vermaßen die Schüler zusammen mit Sporer die größten Kälber und Berta, die beste Kuh im Stall.

    Thomas fragte, ob die Kühe alle Namen haben. „Natürlich,“ war die Antwort des Bauern, „ich kenne alle meine 95 Kühe beim Namen und meine Frau kennt sie am Euter!“ Insgesamt leben auf dem Hof etwa 200 Tiere.

    Ausführlich erklärten die Sporers den Melkvorgang im Melkhaus und auch, wie aus Milch Butter gewonnen wird. Dafür wurde die Milch in Rahm und Magermilch gespalten. Der Rahm wurde geschleudert und so das Fett von Wasser getrennt. Was blieb, war Butter. Die entstandene Butter konnten die Viertklässler dann in einer Butterbreze genießen. Dazu gab es Käse und Jogurt von der Molkerei Zott. Vom bayerischen Bauernverband gesponsert, übergab man den Schülern eine Brotzeitbox als Erinnerung an den schönen Schultag auf dem Bauernhof. (pm)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden