Bürgermeister Werner Filbrich und seine Stellvertreterin Lydia Edin haben in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Villenbach anhand von Fotos die Schäden am Belag der Ortsverbindungsstraße von Riedsend nach Sontheim aufgezeigt.
Abgebrochener Asphalt sorgt für gefährliche Situationen
Die Straße sei nur 4,20 Meter breit. Neben Schlaglöchern führe, wie die beiden Redner erläuterten, vor allem abgebrochener Asphalt am Straßenrand zu gefährlichen Situationen, wenn Fahrzeuge einander ausweichen müssten. Filbrich und Edin verwiesen zudem auf schwere Unfälle in diesem Bereich.
Seit 18 Jahren wird in Villenbach über den Straßenausbau diskutiert
Die Gemeinderäte waren sich einig, dass ein Tempolimit von 80 Stundenkilometern wenig bringe, weil die meisten dann eh 100 fahren. „Nur eine Überwachung wirkt“, stellte Ratsmitglied Artur Bihler klar. Filbrich und Edin sagten, dass eine Entschärfung der Gefahrensituationen nur durch den Ausbau geschehen könne, der seit 18 Jahren diskutiert wird und 2015 beschlossen wurde. Denn durch die schweren, vor allem landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die auf der Straße unterwegs sind, nutze auch das notdürftige Ausbessern des Belags nicht viel.
Für den Ausbau müssten aber die notwendigen Grundstücke zur Verfügung stehen. Auf Villenbacher Seite sieht es gut aus. Die Gemeinde habe bis auf eines alle erworben, erläuterte Filbrich. Aber Zusamaltheim konnte - bis auf eines - die dafür notwendigen Grundstücke im Ortsteil noch nicht kaufen.
Der Villenbacher Gemeinderat beschließt mehrheitlich Tempo 70
Nachdem Bürgermeister Filbrich vor der Sitzung mit Zusamaltheims neuem Bürgermeister Stephan Lutz Kontakt aufgenommen hatte, sprach dieser das Thema am selben Abend im Rat des Nachbarorts an (Bericht folgt). Letztendlich beschlossen die Ratsmitglieder auf der Strecke mehrheitlich eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Kilometer pro Stunde. Zusätzlich soll mit Geschwindigkeitsmessanlagen ermittelt werden, wie viele Fahrzeuge dort tatsächlich unterwegs sind. Die weiteren Themen:
Zuschuss Für den Umbau eines denkmalgeschützten Gebäudes in Wengen erhält der Eigentümer 3000 Euro Zuschuss von der Gemeinde, aber nur, wenn er die Maßnahmen mit der Denkmalbehörde abspricht.
Dauerparker Bezüglich der Parksituation vor dem Rathaus, dem Friedhof und dem Kindergarten wollen Bürgermeister Filbrich und die Ratsmitglieder persönlich mit Dauerparkern sprechen, damit die öffentlichen Abstellmöglichkeiten für den eigentlichen Zweck nutzbar bleiben.
Recyclinghof Der Villenbacher Recylinghof macht zum 1. Juli wieder auf, erklärte Bürgermeister Filbrich auf Nachfrage von Artur Bihler, der eine komplette Schließung befürchtete. Allerdings ist künftig am zweiten und vierten Samstag des Monats geöffnet. (bbk)
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