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Zusamtal: Auf der Suche nach dem besonderen Stein

Zusamtal

Auf der Suche nach dem besonderen Stein

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    So einen Stein, nur größer, sucht der gebürtige Villenbacher Erich Colombo. In den 50er Jahren fand er ihn, dann lag er in einer Vitrine in der Schule.
    So einen Stein, nur größer, sucht der gebürtige Villenbacher Erich Colombo. In den 50er Jahren fand er ihn, dann lag er in einer Vitrine in der Schule. Foto: Foto: bbk

    Villenbach Inzwischen ist Erich Colombo 66 Jahre alt und wohnt in Kicklingen. Er ist Rentner und eines seiner Hobbys ist, besondere Steine zu sammeln. Doch ein bestimmter Stein fehlt ihm. Diesen hat er als Junge in Villenbach gefunden, wo er aufgewachsen ist. „Er war dunkelblau und hat in der Sonne geglänzt“, erzählt er von dem Fund, den er damals in der Sandgrube gemacht hat, dort, wo später der Sportplatz entstand. „Wir waren fünf oder sechs Buben und hatten eine Höhle gebaut. Plötzlich ist die über unserem Freund zusammengebrochen. Wir haben gebuddelt und ihn an den Füßen herausgezogen“, ist ein Erlebnis, das ihm noch immer im Sinn ist. Und in dieser Grube fand Erich Colombo auch den Stein.

    Als er das Fundstück dem damaligen Lehrer Georg Mayer (von September 1954 bis Januar 1959 in Villenbach) gezeigt hat, bat ihn dieser, den Stein für die kleine Wandvitrine im Klassenzimmer zur Verfügung zu stellen, in der noch weitere besondere Steine lagen. Ein Kieselstein, der wie eine Schaufel aussah, erinnert sich der gebürtige Villenbacher. Erich Colombo verließ Villenbach, bekam nicht mit, dass die Schule aufgelöst wurde. Zu Beginn des Schuljahres 1969/70 beförderten erstmals Schulbusse die Villenbacher Schüler der fünften bis neunten Klassen an ihre Schulorte Wertingen und Zusamaltheim. Nach dem Ende des Schuljahres 1970/71 kamen alle Villenbacher in auswärtige Schulen. Von dem Stein weiß inzwischen keiner mehr. Auch Anna Kaisar, die Frau des Hauptlehrers Paul Kaisar, der von 1957 bis zu seiner Pensionierung 1970 in Villenbach unterrichtete, weiß nichts von einem Stein. Sie wohnte bis zum Herbst 1981 dort, inzwischen lebt si in Herbertshofen. An eine Vitrine kann sie sich erinnern, die in einem Klassenzimmer im kleinen Schulhaus war. Von ihrer Tochter hat sie jedoch gehört, dass darin die Lehrerin Paula Pelzl ausgestopfte Tiere untergebracht hatte. Doch das war schon lange nach der Schulzeit von Erich Colombo. Von Steinen oder, was mit der Vitrine nach Auflösung der Schule geschah, weiß weder sie noch ihre Tochter etwas.

    Villenbachs Bürgermeister Otmar Ohnheiser und auch Bernhard Lernhard, der viel über Villenbach und seine Geschichte weiß, können sich ebenfalls nicht an einen derartigen Stein erinnern. Nun hofft Erich Colombo, dass doch jemand den Stein aufbewahrt hat, der für ihn schöne Kindheitserinnerungen birgt. Und ihm auf der anderen Seite auch wertvoll erscheint. „So einen Stein wirft man nicht weg“, ist er sicher. Erich Colombo hat inzwischen den gleichen Stein gekauft, jedoch viel kleiner, nur etwa fünf Zentimeter hoch.

    Meteoriteneinschlag?

    Und er hat viel über das Thema gelesen. „Ich vermute, dass dies Teile einer Sternschnuppe sind. Oder sie stammen vom Meteoriteneinschlag im Nördlinger Ries“, rätselt er und will, sobald er den besonderen Stein wieder bekommt, diesen auch auf Radioaktivität untersuchen lassen.

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