Zusamaltheim Der Musikverein der Pfarrgemeinde Zusamaltheim hatte zum Jahreskonzert geladen. Und keiner der zahlreichen Besucher musste es bereuen, auf den Fernsehabend mit „Wetten dass“ verzichtet zu haben. Denn tolle „Wetten“ gab es auch in der Mehrzweckhalle.
Die Jugendkapelle unter Leitung des Dirigenten Bob Sibich eröffneten den ersten Konzertteil. Die Jugendlichen selbst übernahmen gekonnt und selbstsicher die Moderation. So stellte Alexander Thoma das Musikstück „Medaillon Ouvertüre“ vor. Theresia Mair erzählte von der Gegensätzlichkeit Irlands in „Irish Dream“ von Kurt Gäble: einerseits durch verträumte Melodien, andererseits durch ein markantes Gegenthema der Posaunen (Franziska Belli und Armin Brenner), das die zerklüfteten Küsten mit rauen Winden beschreibt.
Den Unterschied zwischen Fanfare und Fuge erklärt
Vor „Fanfare und Fuge“ erklärte Amelie Weishaupt den Unterschied zwischen diesen beiden musikalischen Gattungen. Bei der Fanfare hörte man die Freude der Trompeten am Musizieren (André Forstner, Alexander Thoma, Theresia Mair, Simone Brenner) und auch die Klarinetten (Amelie Weishaupt, Caroline Döppler) und Querflöten (Anika Klaiber, Verena Feil) standen dem in der Fuge in nichts nach.
Anika Klaiber entführte das Publikum in die Karibik. In „Carribean Summer“ glänzte das Schlagzeug (Marion Döppler) mit fetzigen Rhythmen wie Merengue, Walzer und Cha-Cha-Cha. Das tiefe Blech (Tenorhorn Anna Schmalz, Horn David Forstner, Tuba Franziska Hammel) untermalte mit heiteren karibischen Klängen. Mit ihren klangvollen Darbietungen stellte die kleine Truppe von 13 Jungmusikern unter Beweis, dass weniger manchmal mehr sein kann. Nach großem Beifall und zwei Zugaben samt Trompetensolo von André Forstner ging es in die Pause.
Zweiten Konzertteil gestaltete die Stammkapelle
Den zweiten Teil des Konzerts begann die Stammkapelle mit dem Musikstück „The Olympic Spirit“. Hier strahlten vor allem die Trompeten (Michael Aumiller, Andrè Forstner, Katrin Hammel, Martin Hammel, Simon Kratzer, Katharina Miller, Josef Wagner) und Posaunen (Andreas Aumiller, Christine Belli, Franziska Belli, Leonie Birkholz, Peter Winkler).
Und dann hieß es „Top, die Wette gilt“. Auf charmante und erfrischende Art moderierten Regina Hammel und Simon Kratzer „Wetten dass – in Zusamaltheim“. Als Paten für die erste Wette und das Musikstück „The Lord of the rings by Johann de Meij“ wählte das Duo Bürgermeister Wolfgang Grob auf der „Promi-Couch“. Er vertraute den Kandidaten (Musikern) voll und ganz, dass sie den Kampf gegen Orks und andere Bösewichte bestehen würden.
Interpretiert wurde die spannende Geschichte hervorragend durch die Hörner (David Forstner, Dominik Reuter, Kerstin Schadl) und Klarinetten (Claudia Holand, Sarah Kitzinger, Bettina Mair, Johanna Miller, Julia Nieberle, Amelie Weishaupt, Silvia Winkler).
Nach diesem gewaltigen musikalischen Werk bat Vorsitzender Martin Hammel ASM-Vertreter Eugen Götz auf die Bühne, um die Ehrungen vorzunehmen (siehe Info).
Für den nächsten Wettbeitrag „Wir Musikanten“ durfte ASM-Vertreter Eugen Götz als Pate fungieren. Die melodische böhmische Polka von Kurt Gäble wurde vor allen von den Tenorhörnern (Regina Hammel, Andreas Miller, Moritz Miller, Andreas Resele, Anna Schmalz, Monika Wagner) gefühlvoll vorgetragen.
Dass das Leittier, der wilde Mustang Bob seine Herde auch beim nächsten Musikstück „Spirit: Stallion of the Cimarron“ im Griff haben würde, wettete Pfarrer Biju. Als sich der wilde Mustang in die Stute Rain verliebt, entwickelt sich eine Lovestory, die musikalisch sehr schön von den Querflöten (Verena Feil, Sabine Hartmuth, Anika Klaiber, Marina Mauermair) interpretiert wurde.
Bei der letzten Wette hatte Pfarrgemeinderätin Regina Grob zu entscheiden, ob es den Kandidaten - sprich den Musikern - gelingen würde, als österreichische Militärtruppe im Gleichschritt zu dem Musikstück „Das Siegesschwert“ zu marschieren. Der Erfolg dieser Wette war nicht nur dem Titel dieses Marsches zu verdanken, sondern musikalisch vor allem durch den vollen Klang der Tuben (Franziska Hammel, Klaus Schuster) garantiert.
Stehender Beifall für ein kurzweiliges Konzert
Standing Ovations für dieses kurzweilige gelungene Konzert belohnten die Mühen der Musiker, sodass diese gerne Zugaben spielten: In „Oye Come Va“, einem Latin Rock, gaben die Saxofone (Sarah Deisenhofer, Sabrina Kehl, Sabine Wagner) noch einmal ihr Bestes. Tatkräftig unterstützt wurden sie von den Schlagzeugern (Dominik Patz, Daniel Reuter, Daniel Sinning). Mit dem flotten „Fliegermarsch“ als letzte Zugabe wurden die Zuhörer in die besinnliche Adventszeit verabschiedet.