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Schnupferclub Laugna feiert Heimatabend mit Tradition, Geselligkeit und schwäbischen Schmankerln

Laugna

Am Heimatabend darf „a bisserl geschnupft werden“

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    Erster Vorsitzender Manfred Gerblinger, Zweiter Vorsitzender Franz Fackler, Schriftführer Jürgen Häußler und Kassierer Jürgen Uhl (von links) vom Schnupferclub Laugna zeigen, wie man richtig schnupft – mit origineller Schnupftabakmaschine und verschiedenen Tabaksorten.
    Erster Vorsitzender Manfred Gerblinger, Zweiter Vorsitzender Franz Fackler, Schriftführer Jürgen Häußler und Kassierer Jürgen Uhl (von links) vom Schnupferclub Laugna zeigen, wie man richtig schnupft – mit origineller Schnupftabakmaschine und verschiedenen Tabaksorten. Foto: Alexandra Schuster

    Schwäbisch schmankerln, tanzen, lachen, feiern – und auch „a bisserl schnupfen“. So kann man sich die Stimmung an einem Heimatabend in Laugna vorstellen. Der Schnupferclub „Ziag nauf“ mit seinen 116 Mitgliedern veranstaltet wieder die allseits beliebte Veranstaltung, diesmal unter dem Motto: „Du muasch nemma wieas kommt“.

    Schnupferclub Laugna sieht sich „als Kulturträger der Gemeinde“

    „Wir schnupfen nicht nur, sondern wir sehen uns auch vor allem als Kulturträger der Gemeinde“, sagt Jürgen Häußler, Schriftführer beim Schnupferclub. Man merkt dem Schnupferclub an, dass die Mitglieder ihr Ehrenamt sehr gern ausführen. „Es ist eine Art Leidenschaft und man ist einfach mit dem Herzen dabei“, schwärmt Kassierer Jürgen Uhl.

    1974 wurde der Schnupferclub in einem Gasthaus in Laugna bei einer Stammtischrunde gegründet. Von den Gründungsmitgliedern sind heute noch sechs Mitglieder aktiv, wie etwa der Vorsitzende Manfred Gerblinger. Bei diesem Club Mitglied zu sein, bedeute viel mehr als schnupfen – es geht um das Zusammensein und darum, nette Geschichten auszutauschen. Sei es bei einer Versammlung, einem Grillfest oder Ausflug. Auf die Frage, was man in einem Schnupferclub so macht, antwortet Häußler ganz spontan: „Unsere Veranstaltungen machen einfach Spaß und es herrscht immer gute Laune.“ So sei es nicht verwunderlich, dass der Verein auch Leute anzieht, die nicht schnupfen. Auch die jüngere Generation ließe sich begeistern.

    Was am Heimatabend des Schnupferclubs Laugna geboten ist

    Am Heimatabend werden auch dieses Jahr wieder typische schwäbische Gerichte auf der Speisekarte stehen – etwa abgeschmelzte Maultaschen oder ein Schmalzbrot. Das Bürgerhaus-Team Laugna wird den Abend wieder stemmen, und der Gartenbauverein wird für die Deko sorgen.

    Der Laugnaer Gerhard Schmidt wird den Abend moderieren und mit seinem Fundus an Anekdoten die Gäste unterhalten. Und natürlich wurde auch wieder an ein gemeinsames Schlusslied „Mit Ade zur guten Nacht“ gedacht. Häußler verrät die erste Strophe:

    „Ade zur guten Nacht! Jetzt wird der Schluss gemacht, dass ich muss scheiden. Im Sommer, da wächst der Klee, im Winter, da schneit's den Schnee, da komm’ ich wieder.“ Besonders freue man sich unter anderem auf den Buchautor Gerhard Burkard. Dieser werde mit schwäbischen Pointen aufwarten. Die Volkstanzgruppe Laugna wird schwäbische Tänze zur Aufführung bringen. Und die Theatergruppe Laugna wird wieder einen Einakter spielen. Was genau aufgeführt wird, sei laut Häußler noch ein Geheimnis. „Hier wird die Spannung fürs Publikum, aber auch für die Veranstalter hochgehalten“, sagt Häußler.

    „Vinzenz und Baschte“ nehmen den ein oder anderen auf die Schippe

    Die Blasmusikgruppe „Stubenattacke“ aus Adelsried wird den Abend musikalisch gestalten. Ein Highlight seien auch „Vinzenz und Baschte“ in Person von Gerhard Schmidt und Hermann Rager-Kempter – sie werden wieder den ein oder anderen auf die Schippe nehmen und für viele Lacher sorgen. Bestimmte Gegebenheiten in der „G‘moid“ werden aus ihrer „objektiv- subjektiven Sicht“ kommentiert werden.

    Zum Schluss erläutern die Mitglieder noch ein paar Fakten als „echte Schnupfer“: Schnupftabak ist ein feines Tabakmehl, das über die Nase konsumiert wird. Es existieren viele verschiedene Arten – ob frisch, fruchtig oder würzig. So gibt es den in der schwarzen Dose, der etwas schärfer sei oder auch den mittelmäßigen blauen. „Die rote Dose ist eher für Mädchen geeignet, da der Tabak milder vom Geschmack ist“, so der Zweite Vorsitzende Franz Fackler. Diese Variante zeichne sich durch ein intensives Kirscharoma aus. Das Schnupfen verbinde – und man habe immer was zum „Schwätza“.

    Info: Der Heimatabend findet am Samstag, 18. April, ab 20 Uhr im Bürgerhaus Laugna statt. Anmeldungen und Platzreservierungen sind bei Manfred Gerblinger unter 08272/3252 möglich.

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