Von Günther Herdin
Der FC Bayern München ist schon seit geraumer Zeit Meister der Bundesliga-Saison 2025/26. In den unteren Spielklassen zogen nach der SG Alerheim (Kreisliga Nord) am vergangenen Wochenende die SpVgg Riedlingen (Kreisklasse Nord 2) und der TSV Gersthofen (Bezirksliga Nord) nach. Die Kicker der Lechstädter, die am Samstag Schlusslicht FC Maihingen mit 2:0 besiegt hatten, bejubelten ihren Landesliga-Aufstieg als Zuschauer beim 2:2 des TSV Meitingen gegen den VfR Neuburg und starteten unmittelbar nach dem Schlusspfiff einige Freundentänzchen.
TSV Wertingen und FC Gundelfingen II im Gleichschritt
Zu solchen gibt es für den TSV Wertingen trotz des jüngsten 2:0-Erfolges gegen den VfL Ecknach noch keinen Anlass. Mit einem verdienten Erfolg hat die Mannschaft aber ein deutliches Zeichen im Kampf gegen den Abstieg gesetzt. Sportlicher Leiter Bernhard Schuster sprach nach der Partie von einem „ganz wichtigen Sieg“, um den Anschluss an den FC Gundelfingen II zu halten. Dabei zeigte das Wertinger Team eine starke und geschlossene Leistung über die gesamte Spielzeit. Bereits in den vergangenen Wochen hatte die Mannschaft gute Ansätze gezeigt, sich jedoch nicht immer belohnen können. Diesmal war das anders: Mit hoher Einsatzbereitschaft, konsequent geführten Zweikämpfen und großer Laufbereitschaft ließ man dem Gegner kaum Entfaltungsmöglichkeiten. Von der ersten bis zur letzten Minute präsentierte sich das Team konzentriert und kämpferisch. Die Defensive stand sicher und ließ nahezu keine klaren Chancen zu, während offensiv die entscheidenden Akzente gesetzt wurden. „Die Jungs haben sich in jeden Zweikampf geworfen und alles gegeben. Dieser Sieg tut uns richtig gut und gibt uns das nötige Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, so Schuster weiter.
Die Wertinger befinden sich im Abstiegskampf weiter im Fernduell mit dem FC Gundelfingen II. Dieser hat beim 3:0 in Zusmarshausen ebenfalls einen wichtigen Sieg eingefahren. Abteilungsleiter Christian Renner betonte, dass dieser Erfolg umso bedeutender sei, da auch Wertingen sein Spiel gewinnen konnte. Insgesamt war es ein ungefährdeter Sieg. Die Mannschaft startete optimal in die Partie und ging direkt mit dem ersten Angriff in Führung. Dennoch bleibt der Fokus klar: „Wir müssen auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen“, so Renner. Besonders hob er die starke Leistung von Fatjon Maliqi hervor, der ein überzeugendes Spiel zeigte. Entsprechend groß war die Freude in der Mannschaft nach dem Abpfiff. Gleichzeitig ist allen bewusst, dass der Blick bereits nach vorne gerichtet werden muss. Die Vorbereitung läuft intensiv – dreimal pro Woche wird trainiert, mit vollem Fokus auf die kommende Aufgabe beim VfR Jettingen. Laut Renner war zudem spürbar, dass der kurzfristige Trainerwechsel in der vergangenen Woche – Armin Resselberger für Peter Matkey – einen neuen Impuls innerhalb der Mannschaft gesetzt habe.
SSV Dillingen kann sich rehabilitieren
„Ich war schon sehr böse mit meiner Mannschaft nach der 2:6-Klatsche in Hainsfarth am Maifeiertag und habe sie das auch bis zum Anpfiff des Derbys gegen den FC Lauingen deutlich spüren lassen“ zeigte sich Dillingens Erster Vorsitzender Christoph Nowak sehr zufrieden mit der Reaktion seines schuldbewussten Teams, das den Mohrenstädtern beim 3:1-Heimsieg in der Kreisliga Nord mit einer fokussierten und seriösen Leistung keine Chance im Abstiegsduell gelassen hatte. Ein großes Lob hält der SSV-Funktionär für seinen Neuzugang Marius Brugger (zuvor SSV Glött) bereit: Der frühere Gundelfinger Bayernligaakteur, in Hainsfarth aber erkrankt ausgefallen, habe trotz seiner halbjährigen Pause und nach einer Hüft-OP sofort die ihm zugedachte Führungsrolle übernommen und sei aus der Mannschaft menschlich wie sportlich bereits jetzt nicht mehr wegzudenken. Für die im Abstiegskampf nun folgenden, richtungsweisenden Partien beim FC Mertingen und gegen den SV Ehingen/Ortlfingen, beide aktuell hinter den Kreisstädtern platziert, steht nach Ablauf seiner Rotsperre auch der kaum verzichtbare Innenverteidiger Alban Nuraj wieder zur Verfügung.
Nach drei Niederlagen in Serie konnte der BC Schretzheim beim 3:1 gegen Schlusslicht FC Mertingen seinen Negativtrend stoppen. Auch sehr zur Freude von Trainer Christoph Kehrle, der sich in Sachen Klassenerhalt nun keine Sorgen mehr machen muss. Dabei gibt der BCS-Coach auch offen zu, dass man vor einigen Wochen noch auf Platz zwei geschielt habe. „Ja, da wollten wir schon mitmischen“ so der 41-Jährige. Doch das Thema habe sich nach den drei Niederlagen gegen den FC Lauingen, SV Holzkirchen und SV Mauren erledigt.
In der Kreisliga West sah es lange so aus, als ob Türk Gücü Lauingen Platz eins fast schon sicher habe. Doch plötzlich schwächelt das Team von Trainer Sezgin Er, hat aus den vergangenen drei Spielen nur zwei Zähler geholt. Zuletzt gab es eine 3:4-Heimniederlage gegen Abstiegskandidat SV Scheppach. Der Vorsprung auf Verfolger TSV Offingen ist auf einen Zähler geschmolzen – die restlichen vier Spieltage werden nun zu einem Fernduell um den Titel zwischen Türk Gücü und den den Offingern.
Die Hoffnung in Glött auf den Klassenerhalt in der Kreisliga West schwindet nach der 0:1-Heimniederlage gegen den SSV Neumünster-Unterschöneberg immer mehr. Die Niederlage hat die Lilien auf den letzten Platz abstürzen lassen. Die Mannschaft ist ausgerechnet zum Saisonendspurt in ein richtiges Loch gefallen. Momentan gelingt kaum noch etwas. Vor allem präsentieren sich die Glötter im Offensivbereich extrem harmlos. Eine Erkenntnis, die auch Neutrainer Bernd Lipp bei seinem ersten Spiel an der Seitenlinie feststellen musste. „Ich kann den Jungs in der zweiten Halbzeit keinen Vorwurf machen, da hat jeder alles gegeben. Doch es fehlt die Leichtigkeit und Sicherheit im Spiel“. Nun gleicht der Klassenerhalt für die Lilien schon einem Wunder. Doch ein vorzeitiges Aufgeben komme nicht in Frage.
Spielermangel beim FC Weisingen
Längst aufgegeben hat offenbar Nachbar FC Weisingen in der Kreisklasse West 2. Die Rot-Weißen stehen mit nur einem Punkt auf dem Konto längst als Absteiger fest. Zuletzt überließ der FCW seinen Gegnern sogar kampflos die Punkte. Nachdem wegen Personalmangel am vergangenen Mittwoch die Partie gegen den TSV Burgau abgesagt wurde, traten die Weisinger nun auch bei der SpVgg Bachtal nicht an. „Wir erhielten am Samstag Bescheid, dass Weisingen keine Mannschaft stellen kann“, erklärt Bachtals Sportleiter Christoph Burkhard. Wie es beim FC Weisingen weiter gehen soll, dazu möchte sich die Vereinsführung in den nächsten Tagen äußern. (mit SCD/CHNO/RÖB)
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