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Sportlicher Aktionstag an der Grundschule Wertingen bringt Vereine und Kinder zusammen

Wertingen

Wenn Fußballer Schach spielen: Aktionstag an der Grundschule Wertingen

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    Beim Schach-Workshop an der Grundschule Wertingen haben sich auch ein paar kleine Fußballer unter die Teilnehmenden gemischt.
    Beim Schach-Workshop an der Grundschule Wertingen haben sich auch ein paar kleine Fußballer unter die Teilnehmenden gemischt. Foto: Marion Buk-Kluger

    „Locker bleiben, überkreuzen!“ – die Anweisungen schallen durch die Aula, wo sonst leises Lernen den Ton angibt. An der Grundschule Wertingen herrschte an diesem Tag Ausnahmezustand. Unter dem Motto „Sport und Bewegung“ fand eine Projektwoche statt, die zeigte, wie Schule und lokales Ehrenamt gemeinsam Kinder begeistern können.

    Das Konzept hinter dem großen Workshop-Tag ist so simpel wie effektiv: Die Kinder sollen raus aus ihrer Komfortzone. „Es ist uns extrem wichtig, die Kinder wieder verstärkt in die Vereine zu bringen und eine lebendige Kooperation zu pflegen“, erklärt Schulleiterin Christiane Grandé. Hintergrund ist eine Beobachtung, die viele Sportpädagogen teilen: Die allgemeine Sportbegeisterung lässt nach, die Bildschirmzeit steigt. „Wir wollen hier in Wertingen das Interesse wecken und eine Vielfalt anbieten, die zeigt, was vor der eigenen Haustüre sportlich alles möglich ist.“

    Am Aktionstag an der Wertinger Grundschule übten sich Fußballer in Yoga-Übungen

    Eine der spannendsten Regeln des Tages lautete: „Probiere etwas aus, was du noch nicht kannst!“ Wer bereits im Fußballverein kickt, konnte nicht zum Fußball-Workshop. Stattdessen sah man kleine Kicker im Trikot, die hoch konzentriert beim Schach über den nächsten Zug nachdachten oder andere, die sich beim Yoga in Entspannung übten.

    Den Horizont erweitern und Berührungsängste abbauen, so lautete die Devise. Ohne Ehrenamtliche aus den Vereinen wäre dieser Tag nur eine graue Theorie geblieben. Ob der TSV Wertingen mit seinen Abteilungen Handball und Turnen (in Kooperation mit Buttenwiesen), der Tennis Club Wertingen oder der FC Osterbuch auf dem Fußballplatz – sie alle waren da.

    Eine Mutter aus Gottmannshofen leitete das Kickboxen

    Auch Eltern brachten sich direkt ein. So wurde das Kickboxen von einer engagierten Mutter aus Gottmannshofen geleitet. Yoga und Basketball konnten ebenfalls angeboten werden. Michaela Jäckle, die zusammen mit ihren Kolleginnen Laura Heidenreich und Joline Mair das Projekt über Monate hinweg geplant hat, war sichtlich begeistert: „Man muss sich das mal vorstellen: Alle haben sich extra freigenommen, um den Kindern ihren Sport zu präsentieren. Dieses Engagement ist einfach super.“ Auch Lehrkräfte boten eigene Workshops an, die auf ihren privaten Hobbys oder Erfahrungen basierten. So gab es einen Geschicklichkeitsparcours, Tanzen und eine Zirkusgruppe im Angebot. Ein Mädchen war völlig versunken in ihrem Jonglage-Training mit dem passenden Lied: „Heute ist so ein schöner Tag!“

    Michaela Jäckle, Joline Mair und Laura Heidenreich (von links) organisierten federführend den Workshop-Tag.
    Michaela Jäckle, Joline Mair und Laura Heidenreich (von links) organisierten federführend den Workshop-Tag. Foto: Marion Buk-Kluger

    Die Woche war ein echter Marathon der Bewegung: Nach den Workshops folgten die Bundesjugendspiele und der Geschicklichkeitsparcours für die verschiedenen Jahrgangsstufen. Den krönenden Abschluss bildete der „Familienlauf“, zu dem Eltern und Verwandte eingeladen waren, gemeinsam mit den Kindern aktiv zu werden. Dabei ging es nicht um Bestzeiten beim Joggen, sondern um das gemeinsame Erlebnis beim Walken und an verschiedenen Fitnessstationen.

    Der Sport-Aktionstag an der Grundschule wird wieder stattfinden

    Beim Beobachten der Kinder mit Boxhandschuhen oder beim Tanzen wurde deutlich: Der Aufwand hat sich gelohnt. Das Projekt zeigt, wie Schule, Eltern und Vereine Hand in Hand arbeiten können, um Kindern den Wert von Bewegung zu vermitteln. Denn die alte Weisheit gilt heute mehr denn je: Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper. Nach dem Erfolg dieser Woche ist eines sicher: Dieses Angebot wird kein Einzelfall bleiben. Die Begeisterung in den Gängen der Schule war der Beweis dafür, dass der Funke übergesprungen ist.

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