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Zuschauer der Podiumsdiskussion stellen Fragen an die Bürgermeisterkandidaten

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Von Kindheitstraum bis Gehaltsspende: Darum wollen die Wertinger Kandidaten Bürgermeister werden

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    Florian Stepan interessiert sich dafür, was die Kandidierenden für die Wertinger Stadtteile planen.
    Florian Stepan interessiert sich dafür, was die Kandidierenden für die Wertinger Stadtteile planen. Foto: Andreas Lode

    Durch sieben Themenblöcke arbeiteten sich die fünf Kandidierenden am Mittwochabend auf der Bühne der Wertinger Stadthalle. Es ging unter anderem um die Zukunft der Kreiskliniken, neue Bauplätze, Hochwasserschutz und Wirtschaft. Nach etwa eineinhalb Stunden waren die Zuschauerinnen und Zuschauer gefragt. Auch Leserinnen und Leser hatten vorab Fragen eingeschickt. Welche Themen haben noch nicht genug Aufmerksamkeit erhalten? Für Florian Stepan war die Antwort klar: die Stadtteile. „Deswegen würde ich gerne von allen Bürgermeisterkandidaten hören, was konkret sie mit den Stadtteilen vorhaben.“

    Das haben die Wertinger Bürgermeisterkandidaten mit den Stadtteilen vor

    Peter Seefried hält es für wichtig sich auf die ländliche Bevölkerung zu konzentrieren, wie er sagt. Denn „die sind normaler“. Verena Beese kann das zwar „nicht bestätigen“, hat dafür aber konkretere Pläne: Sie verspricht jedes Jahr in den Ortsteilen Bürgerversammlungen abzuhalten. Dies sei „eine Selbstverständlichkeit“, so Bernhard Uhl. Er möchte im Haushalt Gelder für Vereinsheime und Feuerwehren einstellen, um die Stadtteile zu fördern.

    Andi Seitz plant, die Erneuerungsmaßnahmen in Hirschbach auf die anderen Stadtteile auszuweiten. Der 40-Jährige spricht sich etwa für einen neuen Jugendcontainer in Rieblingen und die Renovierung des Schützenheims in Roggden aus. Franz Bohmann wünscht sich, dass die Stadtteile besser im Stadtrat repräsentiert sind und appelliert an die Zuschauerinnen und Zuschauer, sich darum zu kümmern.

    Warum wollen Sie Bürgermeister in Wertingen werden, liebe Kandidaten?

    Zuschauer Josef „Juppi“ Baur möchte von den fünf Kandidaten wissen, warum sie Bürgermeister beziehungsweise Bürgermeisterin werden wollen –„und zwar ohne politische Floskeln“. Franz Bohmann, der seit Kurzem in Pension ist, sagt: „Ich bin ein sehr umtriebiger Mensch“. Eine Woche am Strand zu liegen, sei nichts für den 60-Jährigen. Lieber lege er den Finger in die Wunde und suche Lösungsmöglichkeiten. Andi Seitz verfolge mit dem Bürgermeisteramt einen „Kindheitstraum“, wie er erzählt – „weil ich hier in Wertingen mitgestalten will“.

    Keine politischen Floskeln wünscht sich Josef Baur. Er möchte wissen, was jeden Einzelnen „aus seiner Seele raus bewegt, diesen anstrengenden Job zu machen“.
    Keine politischen Floskeln wünscht sich Josef Baur. Er möchte wissen, was jeden Einzelnen „aus seiner Seele raus bewegt, diesen anstrengenden Job zu machen“. Foto: Andreas Lode

    Als „Mädel vom Land“ traute sich Verena Beese das Amt lange nicht zu, wie sie erzählt. Heute sei sie aber überzeugt, dass sie die „perfekte Kombination“ aus betriebswirtschaftlicher Ausbildung und Wissen über Kommunalrecht mitbringe. Kommunalpolitik – „das ist mein Herzblut“, sagt Bernhard Uhl. Sein Alter und seine Erfahrung sieht er dabei als „Trumph“. Peter Seefried unterstellt, dass für seine Gegner die Bezahlung des Jobs an erste Stelle stehe. Er hingegen plane, die Hälfte seines Gehalts an Wertinger und Wertingerinnen in Not zu spenden, so der 59-Jährige. Wer seine Ideen und Ziele umsetzen darf, wird sich am 8. März entscheiden.

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