Über die Herkunft des Fleisches auch in verarbeiten Produkten wie Aufschnitt oder Tiefkühlkost will der Discounter Aldi seine Kunden künftig informieren. Per QR-Code oder auf der Internetseite können die Kunden nachschauen, aus welchem Land die Tiere stammen. Ebenso wo sie geschlachtet und wo das Fleisch verarbeitet wurde, wie Aldi Nord und Aldi Süd mitteilten. Durch diese Aktion komme Aldi dem Wunsch seiner Kunden nach mehr Transparenz nach.
QR-Code ist auch auf weiteres Aldi-Sortiment geplant
Abgedruckt ist der sogenannte Tracking-Code auf der Verpackung. Entweder der Kunde ließt ihn per Smartphone ein oder er gibt eine sieben- bis 23-stellige Kombination aus Buchstaben und Zahlen auf der Internetseite für Aldi Nord und für Aldi Süd ein.
Seit drei Jahren sind bereits die Informationen bei Frischfleischprodukten über einen QR-Code abrufbar, wie Aldi Süd berichtete. Auch für rund 60 Fisch- und Meerestierprodukten wurde dies in dem vergangenen Jahr eingeführt. Nun sollten "flächendeckend immer mehr Produkte aus den Bereichen Wurstwaren, Feinkost, Tiefkühlung und Konserven hinzukommen". Es sei geplant, dass es einen Herkunftsnachweis auf allen Produkten mit Fleisch gebe. Aldi Nord erklärte, Transparenz-Codes würden zunächst auf das Fleisch- und Wurstsortiment und auf fleischhaltigen Produkten abgedruckt sein, zukünftig sei das aber auch in weiteren Sortimentsbereichen geplant.
Transparenz im Fleischmarkt muss gefördert werden
Nicole Maisch, die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, lobte die Aktion. Sie sei "ein guter Schritt zu mehr Transparenz im Fleischmarkt". Laut Maisch fordern die Grünen eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für jedes Stück Fleisch und alle fleischhaltigen Produkte. So dass die Konsumenten wissen, wo das Tier geboren, aufgezogen und geschlachtet wurde. (AFP/AZ)