Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) will einem Pressebericht zufolge mit fünf Prozent beim französischen Autobauer PSA Peugeot Citroën einsteigen. Das berichtete die französische Wirtschaftszeitung Les Echos am Dienstag unter Berufung auf übereinstimmende Quellen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Regierung in Paris bestätigt, dass Gespräche über eine "strategische Partnerschaft" mit GM geführt würden.
Peugeot kommentiert die Gerüchte nicht
Unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtete Les Echos, dass die Übereinkunft mit Peugeot Citroën ein Stillhalteabkommen umfassen würde, demzufolge GM seinen Anteil bei dem französischen Autobauer nicht noch weiter ohne Zustimmung von Peugeot Citroën erhöhen könne. Der größte französische Autobauer wollte am Dienstag nicht zu dem Bericht Stellung nehmen.
Peugeot Citroën hat Probleme in seinem Kerngeschäft, dem Verkauf von Autos. Im vergangenen Jahr hatte sich deshalb der Gewinn des Konzerns auf 588 Millionen Euro halbiert. Auch GM ist bei seinen europäischen Aktivitäten defizitär. Das Unternehmen machte 2011 im Europageschäft mit Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall ein Minus von umgerechnet 570 Millionen Euro, während der Gesamtkonzern einen Milliardengewinn verzeichnete. afp