Beobachter erwarten heute erste Weichenstellungen, wie die seit Jahren defizitäre Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden soll.
Der Aufsichtsrat unter Vorsitz von GM-Strategiechef Stephen Girsky dürfte über einen Sanierungsplan beraten. Der sieht erneut tiefe Einschnitte vor. Dies lehnen die Arbeitnehmervertreter ab. Sie fordern Investitionen in Modelle, Technologien und neue Märkte statt einer weiteren Schrumpfkur.
Betriebsbedingte Kündigungen und Werksschließungen sind zwar zunächst bis 2014 vertraglich ausgeschlossen. Doch soll das Werk in Bochum gefährdet sein. Der Betriebsrat und die IG Metall in Nordrhein-Westfalen warnten die Konzernmutter bereits, eine Schließung des Standorts in Bochum würde für General Motors und Opel die teuerste Werksschließung aller Zeiten werden.
Opel-Betriebsräte demonstrieren Geschlossenheit
Im Streit um weitere schmerzhafte Einschnitte bei Opel geben sich die Betriebsräte demonstrativ geschlossen. Arbeitnehmervertreter aus neun europäischen Ländern veröffentlichten gemeinsam einen Brief an Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke. Das Schreiben besteht aus einem einzigen Satz, übersetzt in acht Sprachen: Man werde keine Verhandlungen auf lokaler Ebene führen. Die europäischen Arbeitnehmer und die IG Metall werfen dem Management von Opel und der US-Mutter General Motors vor, die Standorte gegeneinander ausspielen zu wollen.(dpa)
Die Mitglieder des Opel-Aufsichtsrats