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Autobauer
26.04.2011

Audi will 10000 neue Jobs schaffen

Im Rahmen der Leserreise der Donauwörther Zeitung hat eine Gruppe aus der Region das Werk des Ingolstädter Autobauers Audi besucht und einen Einblick in die Produktion erhalten. Hier fotografiert Tobioas Dirr einen Flitzer im Ausstellungsraum.
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Im Rahmen der Leserreise der Donauwörther Zeitung hat eine Gruppe aus der Region das Werk des Ingolstädter Autobauers Audi besucht und einen Einblick in die Produktion erhalten. Hier fotografiert Tobioas Dirr einen Flitzer im Ausstellungsraum.
Foto: Manuel Wenzel

Wie stark die Region profitiert, ist ungewiss. Experten für Elektromobilität gesucht.

Ingolstadt Audi produziert seit Jahren Erfolgsmeldungen am Fließband. Seit diesem Wochenende gibt es eine neue: Der Konzern will in den kommenden neun Jahren weltweit 10000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das sagte Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler der Fachzeitschrift Automotive News Europe. Wie viele dieser geplanten Stellen allerdings in Deutschland entstehen werden, ist nicht klar.

Grund für das Vorpreschen des Audi-Chefs ist der rasant nach oben kletterende Autoabsatz, der auch den Personalbedarf wachsen lässt. Deshalb will Audi seine Belegschaft bis 2020 um rund 20 Prozent auf 70000 Mitarbeiter aufstocken. „Unser Wachstum geht Hand in Hand mit zusätzlichen Kapazitäten, Produkten und Menschen“, sagte Stadler. Allein in diesem Jahr ist die Einstellung von rund 1200 Experten geplant, dazu kommen rund 700 Auszubildende und etwa 200 Leiharbeiter, die das Unternehmen in Deutschland übernehmen will. Vor allem für die Bereiche Leichtbau und Elektromobilität werden Fachkräfte gesucht, überwiegend Techniker und Ingenieure, bestätigte gestern Unternehmenssprecher Joachim Cordshagen unserer Zeitung.

Im vergangenen Jahr hatte Audi weltweit 58000 Menschen beschäftigt, davon gut 46000 an den beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm. Inwieweit diese Regionen von dem angekündigten Jobboom profitieren werden, konnte Cordshagen gestern nicht sagen, Details für diese langfristige Planung stehen längst nicht fest. Bereits an Weihnachten hat Audi das größte Investitionspaket seiner Geschichte angekündigt: Elf Milliarden Euro sollen bis 2015 vor allem in neue Produkte und Technologien fließen, fünf Milliarden davon sind für den Ausbau der deutschen Standorte vorgesehen. Klar ist aber auch, dass der Konzern die Entwicklung weltweit im Blick hat. Vor allem Ungarn werde in der künftigen Strategie eine bedeutende Rolle spielen, sagte Cordshagen. Die Motorenfertigung am Standort Györ wird zu einem kompletten Werk ausgebaut, in das Audi bis zum Jahr 2013 rund 900 Millionen Euro investieren will. Allein dort sollen in den kommenden Jahren 1800 neue Mitarbeiter eingestellt werden.

Bei den Zahlen, die Stadler nannte, ist ein mögliches Werk in Amerika, über das Audi schon seit Jahren nachdenkt, nicht mit eingerechnet. „Und sollten wir uns für eine Fertigung in den USA entscheiden, könnten noch mal 1000 bis 2000 Mitarbeiter oben darauf kommen“, sagte Stadler. Die Entscheidung für ein US-Werk will Audi bis spätestens 2015 treffen.

Stadler erwartet einen Absatz von rund 1,2 Millionen Autos weltweit in diesem Jahr, bis zum Jahr 2015 will Audi 1,5 Millionen Fahrzeuge produzieren: „Und wer Audi kennt, der weiß, dass wir an dieser Marke nicht haltmachen wollen.“ Stadler verweist auf Wachstumspotenzial in Märkten wie China, Russland, Indien, Südamerika, aber auch den USA, wo der Absatz in diesem Geschäftsjahr zweistellig steigen soll – nach 100000 Verkäufen im vergangenen Jahr. (mit dpa)

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