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E-Mobilität
08.02.2021

E-Offensive: Installiert Audi Ladenetze in Großstädten?

Die E-Offensive läuft in Deutschland. Bei der Ladeinfrastruktur ist aber noch einiges zu verbessern.
Foto: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Immer mehr E-Autos rollen auf Deutschlands Straßen. Der Ausbau der öffentlichen Infrastruktur kommt nicht hinterher. Bei Audi gibt es nun eigene Ausbaupläne.

Die E-Offensive in Deutschland läuft, die großen Konzerne stellen ihre Flotten um und die Verkaufszahlen für Elektroautos steigen. Oder wie das Kraftfahrtbundesamt schreibt: „Elektromobilität ist in Deutschland auf der Überholspur." Das Problem ist, dass bei der Infrastruktur, also den Ladesäulen, noch Bedarf besteht. Bei Audi denkt man deshalb darüber nach, in Großstädten ein eigenes Ladenetz zu installieren. Dem Handelsblatt sagte Audi-Chef Markus Duesmann: „Wir wollen nicht, dass der Verkauf unserer Fahrzeuge am Mangel an Ladestationen gebremst wird.“ Das öffentliche Ladenetz sei unzureichend, eine Lademöglichkeit auf jedem Parkplatz in weiter Ferne: „Wir prüfen, ob wir eine eigene Premium-Ladeinfrastruktur in großen Städten aufbauen.“

Wie konkret diese Pläne schon sind, ließ ein Audi-Sprecher auf Anfrage unserer Redaktion offen. Er bestätigte lediglich, dass es intern Überlegungen gibt, „ob und wie Audi den Ausbau der Ladeinfrastruktur weiter vorantreiben kann“. Allerdings gebe es – Stand vom Montag – noch „keine konkreten Beschlüsse, Ausbauziele oder Investitionssummen“. Es sei noch zu früh, über einen konkreten Zeitplan zu sprechen.

In Deutschland sind immer mehr Elektroautos auf den Straßen unterwegs.
Foto: Daniel Bockwoldt, dpa

Audi kennt sich mit dem Ausbau eines eigenen Ladenetzwerkes aus

Audi kennt sich mit dem Auf- und Ausbau eines eigenen Ladenetzwerkes aus. Gemeinsam mit BMW, Daimler, Ford, Hyundai, Porsche und der Konzernmutter VW ist man an dem Joint Venture Ionity beteiligt. Das Ziel der Unternehmung: Entlang der europäischen Hauptverkehrsachsen wird ein Netzwerk von Schnellladestationen für E-Autos installiert und betrieben. Aktuell sind laut Audi europaweit 333 Ladeparks am Netz, weitere 33 sind im Aufbau. Auch Tesla hat auf deutschen Autobahnen ein dichtes Netzwerk von sogenannten Superchargern aufgebaut.

Der Aufwand ist nötig, denn wie eine kürzlich veröffentlichte, repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von mobile.de ergab, wollen Deutsche bei Elektroautos vor allem mehr Reichweite. Sprich: mindestens 500 Kilometer. Dazu: Kürzestmögliche Ladezeiten und Lademöglichkeiten im Umkreis von maximal einem Kilometer.

Elektromobilität: Geplantes Schnellladegesetz ist umstritten

Davon ist man in Deutschland aber noch ziemlich weit entfernt. Es tut sich zwar viel, auch privat. Aber nach dem Stand von Montag gibt es nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums in Deutschland nur rund 33000 öffentliche Ladepunkte. Bis 2030 soll es eine Million geben. Der Bund fördert E-Mobilität zwar massiv. Allerdings gibt es auch massive Kritik. Das geplante Schnellladegesetz der Bundesregierung, das auch helfen soll den Ausbau der Infrastruktur zu beschleunigen, ist umstritten. Vom Bundesverband Elektromobilität wurde es als „mehrfach unpassend“ bezeichnet. Man sei „in Sorge um die Elektromobilität und ihre bestmögliche Ausgestaltung“. Die Zeit drängt. Allein VW will konzernweit bis 2030 rund 70 E-Modelle auf den Markt bringen. Die Konkurrenz ist nicht minder ehrgeizig.

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