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Geschichte: Die falschen Mythen vom Bau der Autobahnen

Geschichte

Die falschen Mythen vom Bau der Autobahnen

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    Blick auf die erste Autobahnanschlussstelle Europas in Wesseling vor der Eröffnung (Archivfoto von 1932).
    Blick auf die erste Autobahnanschlussstelle Europas in Wesseling vor der Eröffnung (Archivfoto von 1932). Foto: rf_cu

    Wenige Propaganda-Lügen der Nazis haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg so lange gehalten wie die Mär, Hitler habe mit dem Bau der Autobahnen begonnen und auf diese Weise zudem die Massenarbeitslosigkeit gesenkt.

    Erste Autobahn Entwickelt wurde die Idee eines deutschen Autobahnnetzes nicht von den Nazis, sondern von Verkehrspolitikern der Weimarer Republik. Die erste Autobahn ging dabei bereits 1932 zwischen Köln und Bonn in Betrieb. Eröffnet hat sie kein Geringerer als der damalige Kölner Oberbürgermeister und spätere erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer. Damals übrigens waren die Nationalsozialisten noch erklärte Gegner der Autobahnen, die auch in weiten Teilen der Gesellschaft als Luxusstraßen für Reiche geschmäht wurden.

    NS-Zeit Kurz nachdem es Hitler gelang, Reichskanzler zu werden, machte er sich die Autobahn-Idee zu eigen und verkündete auf der Internationalen Automobilausstellung in Berlin den Bau eines Autobahnnetzes. Die fertige Verbindung Köln-Bonn ließ er wieder zur Landstraße herabstufen, um im September 1933 selbst den Spatenstich für eine erste Reichsautobahn Frankfurt-Heidelberg tun zu können. Laut Historikern arbeitete nur ein Bruchteil der angestrebten 600 000 Menschen im Autobahnbau. Auch der militärische Nutzen ist umstritten: Die Wehrmacht bevorzugte in der NS-Zeit stets die Eisenbahn. (pom)

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