DAK und BKK Gesundheit wollen sich im kommenden Jahr zur drittgrößten Krankenkasse in Deutschland zusammenschließen. Die neue DAK-Gesundheit werde dann rund 5,1 Millionen Mitglieder und rund 6,6 Millionen Versicherte betreut, wie die DAK am Dienstag mitteilte. Nur die Barmer GEK (8,6 Millionen) und die Techniker Krankenkasse (7,6 Millionen) betreuen noch mehr Menschen.
Kasse: "Kein Zusatzaufwand für Kunden"
Wie die Kasse mitteilte, sollen die Kunden keinen Zusatzaufwand haben. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiter, alle Behandlungen können fortgesetzt werden. Auch die Zusatzversicherungen bleiben bestehen.
Nach Aussage eines DAK-Sprechers beschäftigen beide Kassen derzeit insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter, davon rund 1.600 bei der kleineren BKK Gesundheit. Ein Personalabbau sei mit der Fusion nicht geplant.
"Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben", kommentierte DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Nach Überzeugung des Vorstandes der BKK Gesundheit, Thomas Bodmer, bringt der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse für die Kunden deutliche Vorteile. Hauptsitz der fusionierten Kasse, die dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören soll, wird Hamburg.
Synergieeffekte erhofft
Beide Kassen erhoffen sich mit der Fusion bedeutende Synergieeffekte. So würden Vertragsmanagement und Versorgungsangebote gebündelt. Derzeit werde die Technik auf die neue GKV Standardsoftware umgestellt. So sollen Verwaltungskosten reduziert werden.
In Deutschland werden derzeit rund 70 Millionen Versicherte von rund 150 gesetzlichen Krankenkassen betreut.