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Automobilverbände

29.02.2012

Sprit vom Supermarkt genauso gut wie der von der Marken-Tankstelle

ie Spritpreise in Deutschland sind auf Rekordhoch. Für Autofahrer lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Gerade bei Tankstellen von Supermärkten ist es oft einige Cent billiger.
Bild: dpa (Symbolbild)

Die Spritpreise in Deutschland sind auf Rekordhoch. Für Autofahrer lohnt es sich, Preise zu vergleichen. Gerade bei Tankstellen von Supermärkten ist es oft einige Cent billiger.

Wenn es aber darum geht, bei Metro, Real oder etwa an den V-Märkten in der Region zu tanken, sind manche Autofahrer skeptisch. Dem Kraftstoff von der Supermarkt-Zapfsäule wird gerne nachgesagt, dass er qualitätiv schlechter sein soll als der von der Markentankstelle.

Doch was ist dran an der Vermutung? Automobilverbände sagen: nichts. Laut Matthias Knobloch, Sprecher beim Auto Club Europa, gehört die Annahme vom "minderwertigen Supermarkt-Benzin ins Reich der Legenden: "Nur weil Supermärkte Benzin billiger verkaufen, heißt das noch lange nicht, dass es billiges Benzin ist."

Auch der ADAC betont, dass bei Kontrollen in der Vergangenheit keine Qualitätsunterschiede zwischen dem Sprit vom Supermarkt und dem von Markentankstellen wie Aral oder Shell festgestellt werden konnte. "Die Qualität des Kraftstoft in Deutschland ist überall gleichbleibend gut", sagt Sprecher Andreas Hölzel.

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Laut Sylvester Greiter, Unternehmenssprecher der Georg Jos. Kaes GmbH, kommt der Sprit, der an den Tankstellen der firmeneigenen V-Märkte vertrieben wird, direkt aus der Raffinerie. "Da wird nichts zwischengelagert oder zusammengemischt".

In Deutschland basiert der Sprit, der von Markenkonzernen, freien Tankstellen oder Supermärkten ausgegeben wird, auf dem gleichen Grundkraftstoff. Manche Mineralölkonzerne setzen dem Grundkraftstoff jedoch markeneigene Additive zu, die unter anderem einen geringeren Verbrauch oder eine höhere Leistung versprechen sollen. Die Wirkung ist jedoch umstritten. Tests des ADAC haben keinen geringeren Kraftstoffverbrauch nachweisen können.

Dass der Kraftstoff bei an Supermärkte angeschlossenen Tankstellen oft ein paar Cent billiger ist, liegt am Geschäftsmodell. Wenn die Leute vor dem Supermarkt tanken, steigen die Chancen, dass sie auch dort einkaufen. Querfinanzierung ist hier das Stichwort. Beim V-Markt lautet die Vorgabe, ein bis zwei Cent je Liter unter der Konkurrenz am Ort zu liegen. "Für uns ist der Werbeeffekt und das Ziel, ein möglichst breites Spektrum abzudecken, ausschlaggebend", sagt Greiter: "Der Spritverkauf selbst ist nicht das große Geschäft."  

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